Supply Chain

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Eine PPWR-Software ist eine digitale Lösung, die Unternehmen bei der strukturierten und idealwerweise automatisierten Umsetzung der EU-Verpackungsverordnung unterstützt. Sie bildet die Anforderungen aus der Verordnung (EU) 2025/40 in automatisierten Workflows ab und verbindet die dafür nötigen Daten aus Einkauf, Produktion, Lieferkette und Compliance an einem Ort. Typischerweise wird aus Daten aus dem ERP, PIM oder Einkaufsdatenmanagement zurückgegriffen.
Klarheit statt verteilter Einzelabfragen
Verpackungsdaten liegen typischerweise im ERP, bei Lieferanten und in einzelnen Fachabteilungen verteilt. Eine PPWR-Software bündelt diese Informationen in einem System und macht Lücken sofort sichtbar – strukturiert abfragbar statt über einzelne E-Mails.
Automatisierung wiederkehrender Prozesse
Konformitätserklärungen, Rezyklatberechnungen und EPR-Gebührenanalysen lassen sich pro Verpackungseinheit automatisieren. Das reduziert manuelle Arbeit und macht Ergebnisse konsistent, auch bei mehreren hundert oder tausend Verpackungs-SKUs.
Nachvollziehbare, audit-ready Dokumentation
Jede Eingabe, Änderung und Berechnung wird dokumentiert. Das schafft die Grundlage für interne Prüfungen, externe Audits und die Kommunikation mit Behörden – ohne zusätzlichen Aufwand kurz vor dem Stichtag.
Anbindung an bestehende Systeme
Eine gute PPWR-Software lässt sich an ERP-Systeme, PIM und Lieferantenportale anbinden und importiert bestehende Spezifikationen aus Excel, CSV oder PDF. So entsteht ein durchgängiger Datenfluss statt einer isolierten Insellösung.
Vorbereitung auf die nächsten Ausbaustufen
Die Anforderungen der PPWR steigen gestaffelt bis 2030 und 2040 – etwa bei Mindestrezyklatanteilen und Wiederverwendungszielen. Eine zukunftsfähige Software wächst mit diesen Anforderungen mit, statt bei jeder neuen Stufe nachgerüstet werden zu müssen.
Verbindung zu angrenzenden ESG-Themen
Verpackungsdaten sind kein isoliertes Thema: Recyclingfähigkeit und Materialzusammensetzung fließen in die CO₂-Bilanz und in ESRS E5 ein, Rezyklat- und Materialdaten werden ab 2030 auch für den Digital Product Passport relevant. Wer diese Datenpunkte einmal strukturiert erfasst, nutzt sie mehrfach.
Der Markt für PPWR-Software ist im Jahr 2026 dynamisch gewachsen, allein im DACH-Raum sind mittlerweile über 30 Anbieter aktiv. Diese Kriterien helfen bei einer fundierten Entscheidung:
Die folgende Übersicht ordnet die derzeit relevantesten Lösungen nach Fokus, Stärken und Zielgruppe ein.
cubemos ist eine modulare ESG-Plattform aus München, die PPWR-relevante Anforderungen im Zusammenhang mit dem übrigen ESG-Scope eines Unternehmens abbildet, verbunden mit CO₂-Bilanzierung, CSRD/ESRS-Reporting, LkSG/CSDDD, EUDR und Digital Product Passport. Statt Verpackungsdaten in einem separaten Tool zu verwalten, fließen sie direkt in die bestehende Datenstruktur ein: Recyclingfähigkeit und Materialzusammensetzung werden einmal erfasst und sowohl für die PPWR-Konformität als auch für ESRS E5 und die CO₂-Bilanz genutzt.
Stärke: Vollständige Verbindung von Verpackungsdaten mit dem gesamten ESG-Scope, industriespezifisches Know-how und persönliche Betreuung über den kompletten Prozess. Fokus auf KI und Automatisierung, um die Prozesse so effizient wie möglich zu gestalten.
Für wen geeignet: Unternehmen, die PPWR nicht als isoliertes Compliance-Projekt betrachten, sondern mit bestehendem CSRD-, CO₂- oder DPP-Reporting verbinden wollen.
Packa ist eine spezialisierte SaaS-Plattform für digitales Verpackungsmanagement, entwickelt für FMCG-, Lebensmittel- und Konsumgüterhersteller. Der Fokus liegt auf KI-gestützter Digitalisierung bestehender Spezifikationen sowie der automatisierten Erstellung von Konformitätserklärungen und EPR-Gebührenanalysen.
Stärke: Hoher Automatisierungsgrad bei der Datenmigration aus Excel, CSV und ERP-Exporten, umfassende FMCG-Erfahrung.
Für wen geeignet: Konsumgüterhersteller mit großen, heterogenen Verpackungsportfolios, die eine spezialisierte Einzellösung suchen.
Das FramesCube PPWR-Modul führt Unternehmen mit einem geführten Prozess von der Verpackungserfassung bis zur fertigen Konformitätserklärung. Ein Entscheidungsbaum unterstützt bei der Identifikation der eigenen PPWR-Rolle (Erzeuger, Importeur, Vertreiber, Hersteller).
Stärke: Klar strukturierter, geführter Prozess auch ohne tiefes Vorwissen zur Verordnung; Teil einer breiteren ESG-Plattform.
Für wen geeignet: Unternehmen, die zum ersten Mal mit der PPWR in Berührung kommen und einen schrittweisen Einstieg suchen.
VERSO integriert die PPWR-Compliance in den bestehenden Supply Chain Hub und verbindet sie mit Sorgfaltspflichten, Risikomanagement und Lieferantenkollaboration – etwa im Zusammenspiel mit der EUDR.
Stärke: Enge Verzahnung mit Lieferkettenprozessen, automatisierte Abfrage von Nachweisen bei Lieferanten.
Für wen geeignet: Unternehmen mit komplexen, mehrstufigen Lieferketten, die PPWR und Lieferkettensorgfalt gemeinsam steuern möchten.
Tanso verbindet ein PPWR-Modul mit seinen bestehenden Modulen für Corporate und Product Carbon Footprint sowie CSRD/ESRS/VSME. Der Fokus liegt auf der Verbindung von Verpackungs- und Klimadaten.
Stärke: Direkte Verknüpfung von Verpackungsdaten mit CO₂-Bilanzierung auf Produktebene.
Für wen geeignet: Industrieunternehmen, die Verpackungsoptimierung stark aus der CO₂-Perspektive heraus angehen.
Die PPWR betrifft die gesamte Wertschöpfungskette – die Dringlichkeit unterscheidet sich jedoch je nach Rolle:
Die PPWR verändert das Verpackungsmanagement grundlegend – und macht eine strukturierte Software praktisch zur Voraussetzung für Unternehmen mit größeren Verpackungsportfolios. Spezialisierte Lösungen wie Packa oder Consust bieten einen fokussierten Einstieg in einzelne Teilprozesse. Für Unternehmen, die PPWR-Daten dauerhaft mit CSRD-Reporting, CO₂-Bilanzierung oder dem Digital Product Passport verbinden wollen, lohnt sich der Blick auf eine vollständig integrierte ESG-Plattform wie cubemos: Ein System, ein Datenmodell, ein klarer Prozess – von der ersten Verpackungserfassung bis zum vollständigen ESG-Reporting.
Was ist die PPWR einfach erklärt? Die PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation, Verordnung (EU) 2025/40) ist die neue EU-Verpackungsverordnung. Sie ersetzt die bisherige Verpackungsrichtlinie und legt europaweit einheitliche, unmittelbar geltende Regeln für Design, Recyclingfähigkeit, Kennzeichnung und Wiederverwendung von Verpackungen fest.
Ab wann gilt die PPWR? Die PPWR ist am 11. Februar 2025 in Kraft getreten. Nach einer Übergangsfrist gilt sie ab dem 12. August 2026 weitgehend verbindlich. Weitere Anforderungen, etwa zu Mindestrezyklatanteilen, folgen gestaffelt bis 2030 und 2040.
Wer ist von der PPWR betroffen? Alle Unternehmen, die Verpackungen oder verpackte Produkte in der EU herstellen, in Verkehr bringen, importieren oder vertreiben – unabhängig von Branche oder Unternehmensgröße.
Was kostet eine PPWR-Software? Die Kosten hängen von der Größe des Verpackungsportfolios, der Anzahl der Zielmärkte und dem gewünschten Funktionsumfang ab. Eine individuelle Einschätzung erhalten Sie am zuverlässigsten in einem persönlichen Gespräch mit dem jeweiligen Anbieter.
Was ist der Unterschied zwischen der PPWR und dem deutschen Verpackungsgesetz (VerpackG)? Die PPWR gilt als EU-Verordnung unmittelbar und einheitlich in allen Mitgliedstaaten. Das deutsche VerpackG bleibt ergänzend in Kraft und regelt insbesondere die erweiterte Herstellerverantwortung, die Systembeteiligung und die Registrierung im LUCID-Register.
Sie möchten Ihre Verpackungsdaten direkt mit Ihrem bestehenden ESG-Reporting verbinden? Vereinbaren Sie ein mit unserem Experten-Team.

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