EUDR

Die folgende Tabelle zeigt ausgewählte Lösungen und ihre öffentlich beschriebenen Schwerpunkte. Die Reihenfolge stellt keine Rangliste dar.
cubemos verbindet Artikel- und Lieferantendaten mit EUDR-Prüfungen, Sorgfaltserklärungen und Berichterstattung.
Öffentlich beschriebene Funktionen:
Die KI-Klassifizierung liefert prüfbare Zuordnungsvorschläge. Die fachliche Prüfung der Wareneinreihung und der Nachweise bleibt erforderlich. Ein öffentlicher EUDR-Listenpreis ist auf der geprüften Produktseite nicht ausgewiesen.
Einordnung: Eine Option für Unternehmen, die große Artikelbestände bearbeiten und wiederkehrende EUDR-Aufgaben mit bestehenden Systemen verbinden möchten.
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Der osapiens HUB for EUDR beschreibt einen integrierten Prozess von der Lieferanteneinbindung über die Risikobewertung bis zur Sorgfaltserklärung.
Öffentlich beschriebene Funktionen: kostenloses Lieferantenportal, satellitengestützte Entwaldungsanalyse, Legalitätsprüfung, direkte TRACES-Übermittlung und Rückgabe bestätigter Referenznummern an das ERP. Für die Integration nennt osapiens REST-APIs und einen nativen SAP-Konnektor. Auf der geprüften Produktseite ist kein Listenpreis ausgewiesen.
Einordnung: Eine Option bei umfangreichen Anforderungen an automatisierte Datenflüsse und die Einbindung mehrerer Systeme.
IntegrityNext bietet neben seiner umfassenderen EUDR-Lösung ein Starter-Paket für Unternehmen mit bis zu 50 EUDR-relevanten Lieferanten an.
Öffentlich beschriebene Funktionen: Lieferantenportal, Erfassung von Geodaten, Risikobewertung sowie automatische Erstellung und Übermittlung von DDS. Für EUDR Starter nennt der Anbieter einen festen Jahrespreis ohne nutzungsabhängige Gebühren; einen konkreten Betrag gibt es auf Anfrage. Lieferanten nutzen die Plattform kostenlos.
Einordnung: Eine Option für Unternehmen, die einen klar abgegrenzten Einstieg benötigen oder bestehende Lieferantenprozesse erweitern möchten.
Zum EUDR-Starter-Angebot von IntegrityNext
Prewave beschreibt einen EUDR-Prozess, der Herkunftsabfragen bis zum tatsächlichen Erzeuger weiterführt.
Öffentlich beschriebene Funktionen: Product Origin Requests, Prüfung der Geodaten auf Entwaldung, Fragebögen zur Legalität, DDS-Erstellung und direkte Übermittlung an TRACES. Die zurückgegebene Referenznummer wird im Prozess erfasst. Auf der geprüften Produktseite ist kein Listenpreis ausgewiesen.
Einordnung: Eine Option, wenn Herkunftsinformationen über mehrere vorgelagerte Unternehmen beschafft werden müssen.
Sourcemap verbindet die Rückverfolgung von Lieferketten mit einer betreuten Erhebung der erforderlichen Daten.
Öffentlich beschriebene Funktionen: automatisierte Lieferantenanfragen, Datenerfassung und Validierung, mehrstufige Entwaldungsanalyse, Legalitätsbewertungen und TRACES-Übermittlung. Zusätzlich beschreibt Sourcemap ein Team, das Lieferanten bei Schulungen und Datenfragen unterstützt. Auf der geprüften Produktseite ist kein Listenpreis ausgewiesen.
Einordnung: Eine Option, wenn neben Software auch Unterstützung bei der Kommunikation mit vorgelagerten Lieferanten benötigt wird.
TradeAware von LiveEO verbindet satellitengestützte Entwaldungsanalyse mit Legalitätsprüfungen und EUDR-Prozessen.
Öffentlich beschriebener Umfang von Professional: DDS-Erstellung und automatische TRACES-Übermittlung für 50 Erklärungen pro Jahr, ein Nutzerzugang sowie ein begrenzter Umfang automatisierter Lieferanten-Risikobewertungen. Der veröffentlichte Jahrespreis beträgt 3.990 Euro. Zusätzliche Lieferantenbewertungen können weitere Kosten verursachen; Konditionen und Paketgrenzen sollten im Angebot bestätigt werden.
Einordnung: Eine Option für Unternehmen, die ihren Bedarf an Erklärungen und Lieferantenbewertungen bereits gut eingrenzen können.
Coolset beschreibt einen zusammenhängenden Prozess von der Erfassung von Lieferantendaten bis zur DDS-Übermittlung.
Öffentlich beschriebene Funktionen: Datenübernahme per API oder Datei, Lieferantenabfragen über mehrere Stufen, Prüfung von Geodaten, Risikobewertung und versionierte Nachweisführung. Die Angebotsseite nennt ein vierwöchiges EUDR-Einführungsprogramm sowie enthaltenes Onboarding und Support. Der Preis wird individuell angeboten.
Einordnung: Eine Option, wenn ein strukturierter Einführungsprozess ein wichtiges Auswahlkriterium ist.
VERSO bildet die EUDR im Supply Chain Hub ab.
Öffentlich beschriebene Funktionen: Lieferantenabfragen, GeoJSON-Unterstützung, satellitengestützte Entwaldungsprüfung, Legalitätsbewertung und Maßnahmenmanagement. Sorgfaltserklärungen können automatisch erstellt und über eine API an TRACES übermittelt werden. Die Produktseite beschreibt außerdem die Dokumentation der Analyseergebnisse als Audit-Bericht. Ein Listenpreis ist dort nicht ausgewiesen.
Einordnung: Eine Option für Unternehmen, die Datenerhebung, Risikobearbeitung und die Zuweisung von Maßnahmen gemeinsam organisieren möchten.
Eine lange Funktionsliste sagt wenig darüber aus, ob eine Lösung zu Ihren Aufgaben passt. Beginnen Sie deshalb mit Ihrer Rolle in der Lieferkette.
Für Marktteilnehmer mit eigener DDS-Pflicht sind Datenerhebung, erforderliche Risikoprüfungen, gegebenenfalls Risikominderung und die Abgabe der Erklärung zentrale Aufgaben. Für bestimmte kleine Primärerzeuger bestehen Sonderregelungen.
Bei der Softwareauswahl sollten Sie vor allem prüfen, ob Herkunftsdaten, Prüfergebnisse und Erklärungen nachvollziehbar zusammengeführt werden. Eine TRACES-Anbindung kann manuelle Übertragungen reduzieren.
Nachgelagerte Marktteilnehmer und Händler müssen nach der geänderten EUDR keine eigenen DDS einreichen. Sie haben weiterhin Informations- und Aufbewahrungspflichten. Die erste nachgelagerte Stufe muss insbesondere die von vorgelagerten Marktteilnehmern erhaltenen Referenznummern beziehungsweise Erklärungskennungen erfassen. Nicht-KMU müssen sich zusätzlich im Informationssystem registrieren.
Für diese Unternehmen kann die Verwaltung von Geschäftspartnerinformationen und eingehenden Referenzen wichtiger sein als eine umfangreiche eigene DDS-Erstellung.
Für die Auswahl bedeutet das: Lassen Sie den Anbieter Ihre konkreten Einkaufs-, Verarbeitungs- und Verkaufsfälle einordnen. Ein Unternehmen kann je nach Vorgang unterschiedliche Rollen übernehmen.
Testen Sie, wie die Software mit Ihren tatsächlichen Artikelbeschreibungen arbeitet. Entscheidend ist, ob sie fehlende Informationen sichtbar macht und unklare Einordnungen zur Prüfung vorlegt.
Bei KI-Funktionen sollten Vorschlag, Datenbasis und fachliche Freigabe unterscheidbar bleiben.
Prüfen Sie den Ablauf aus Sicht Ihrer Lieferanten. Wie aufwendig ist die Beantwortung? Können Daten wiederverwendet werden? Erkennt Ihr Team, welche Angaben fehlen?
Ein Portal allein löst noch keinen stockenden Datenrücklauf. Zuständigkeiten, Erinnerungen und Unterstützung müssen zum Prozess passen.
Unterscheiden Sie zwischen dem Speichern von Koordinaten, der technischen Prüfung einer Geodatei und der inhaltlichen Bewertung einer Fläche.
Lassen Sie sich erklären, welche Datenquellen verwendet werden, wie Auffälligkeiten entstehen und wie Ihr Team sie bearbeiten kann.
Ein Risikoscore sollte nachvollziehbar sein. Welche Informationen sind eingeflossen? Warum wurde ein Vorgang markiert? Welche zusätzlichen Nachweise wurden angefordert?
Prüfen Sie auch, ob Verantwortliche, Entscheidungen und Maßnahmen dokumentiert werden können.
Eine direkte Schnittstelle ist besonders dann hilfreich, wenn regelmäßig eigene Erklärungen erforderlich sind.
Testen Sie dabei auch Fehlerfälle: Was passiert bei unvollständigen Daten, einer abgelehnten Übermittlung oder einer erforderlichen Änderung? Wo wird der Bearbeitungsstatus sichtbar?
Die Aussage „API vorhanden“ reicht für eine Integrationsentscheidung nicht aus. Definieren Sie, welche Daten übertragen werden sollen, welches System führend bleibt und welche Ereignisse einen Vorgang auslösen.
Lassen Sie sich den Datenfluss einschließlich Rückübertragung und Fehlerbehandlung zeigen.
Fordern Sie einen beispielhaften Export an. Können Sie damit einen konkreten Vorgang einschließlich Daten, Prüfungen, Entscheidungen und zugehöriger Erklärung nachvollziehen?
Unterscheiden Sie außerdem zwischen einer Sorgfaltserklärung, einem internen Statusbericht und einem Bericht über das Sorgfaltspflichtensystem. Diese Dokumente erfüllen unterschiedliche Zwecke.
Die recherchierten Angebote zeigen unterschiedliche Modelle: öffentlich bepreiste Pakete, feste Jahrespreise auf Anfrage und individuell kalkulierte Lösungen.
LiveEO nennt für TradeAware Professional beispielsweise 3.990 Euro pro Jahr mit festgelegten Nutzungsgrenzen. IntegrityNext beschreibt für EUDR Starter einen festen Jahrespreis, veröffentlicht auf der geprüften Seite aber keinen Betrag. Coolset verweist auf ein individuelles Angebot. Ein belastbarer Marktpreis lässt sich daraus nicht ableiten.
Für einen vergleichbaren Kostenüberblick sollten alle Anbieter dieselbe Ausgangslage erhalten:
Lassen Sie Lizenz, Einrichtung, Schnittstellen, Zusatzleistungen und mögliche Mehrverbrauchskosten getrennt ausweisen. Vergleichen Sie anschließend die Gesamtkosten für denselben Zeitraum und denselben Leistungsumfang.
Mit diesen Fragen prüfen Sie, wie gut eine Lösung zu Ihrem Unternehmen passt:
Ein sinnvoller Praxistest: Geben Sie allen Anbietern denselben Musterfall mit einigen vollständigen Datensätzen, fehlenden Angaben und einem klärungsbedürftigen Vorgang. Bewerten Sie danach, wie verständlich und nachvollziehbar Ihr Team die Aufgaben bearbeiten kann.
Eine EUDR-Software unterstützt die digitale Organisation von Aufgaben aus der EU-Entwaldungsverordnung. Je nach Funktionsumfang umfasst das Artikelprüfung, Lieferantendaten, Herkunftsnachweise, Risikobewertung, Sorgfaltserklärungen und Dokumentation.
Welche Funktionen benötigt werden, hängt von den Produkten und der Rolle des Unternehmens ab.
Eine allgemeingültige beste Lösung lässt sich aus öffentlichen Produktbeschreibungen nicht bestimmen. Die passende Software deckt Ihre konkreten Aufgaben ab, lässt sich in Ihre Prozesse integrieren und macht Entscheidungen nachvollziehbar.
Nutzen Sie den Vergleich für eine Vorauswahl und testen Sie die verbleibenden Lösungen mit denselben Beispieldaten.
Die EUDR schreibt nicht den Kauf eines bestimmten Softwareprodukts vor. Für nachgelagerte Informations- und Aufbewahrungspflichten verlangt die EU-Kommission ausdrücklich kein bestimmtes System oder eine bestimmte Datenbank. Entscheidend ist, dass die erforderlichen Informationen verfügbar und abrufbar sind.
Prüfen Sie deshalb, welche Aufgaben Ihre bestehenden Systeme zuverlässig abdecken und wo zusätzliche Software einen praktischen Nutzen bietet.
Für eine erste Bestandsaufnahme kann Excel hilfreich sein. Ob es für den laufenden Prozess ausreicht, hängt von Umfang und Komplexität Ihrer Aufgaben ab.
Prüfen Sie insbesondere, wie Änderungen, Verantwortlichkeiten, Referenzen und Nachweise verwaltet werden. Sobald Dateien und manuelle Übertragungen den Überblick erschweren, lohnt sich ein Vergleich mit einer spezialisierten Lösung.
KI kann beispielsweise bei der Klassifizierung von Artikeln, der Verarbeitung von Dokumenten, der Analyse von Daten oder der Vorbereitung von Berichten unterstützen.
Achten Sie auf den konkreten Arbeitsablauf: Welche Eingaben benötigt die KI? Wie werden Vorschläge geprüft? Bleibt erkennbar, welche Daten und Entscheidungen einem Ergebnis zugrunde liegen?
Nein. Die DDS-Pflicht richtet sich nach der jeweiligen Rolle und den geltenden Sonderregelungen. Nachgelagerte Marktteilnehmer und Händler müssen nach der geänderten EUDR keine eigenen DDS einreichen, haben aber weiterhin Informationspflichten.
Nach dem von der EU-Kommission veröffentlichten Stand gelten folgende Anwendungszeitpunkte:
Für neu in den Anwendungsbereich aufgenommene Produkte können gesonderte Übergangsfristen gelten. Prüfen Sie deshalb neben der Unternehmensgröße auch die konkrete Produktkategorie.
Beginnen Sie Ihre Auswahl mit den Aufgaben, die Ihr Unternehmen tatsächlich erfüllen muss. Vergleichen Sie anschließend Funktionen, Integrationsaufwand und Gesamtkosten anhand derselben Anwendungsfälle.
Sie möchten prüfen, wie cubemos Ihre Artikelprüfung, Lieferantenprozesse und Dokumentation unterstützt? Lernen Sie den Ablauf anhand Ihrer Anforderungen kennen.


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