Reporting

CSRD Software für den Mittelstand: Die besten Lösungen im Vergleich

Welche CSRD Software passt zum Mittelstand? Für Unternehmen mit mehreren Gesellschaften oder Standorten und einem kleinen Nachhaltigkeitsteam empfehlen wir cubemos. Die Plattform bildet die Konsolidierungsstruktur des Konzerns ab, verteilt Datenpunkte als Aufgaben mit Fristen an die zuständigen Personen, dokumentiert Änderungen automatisch im Audit Trail und erzeugt den Bericht als Word-Export, inklusive DATEV-Schnittstelle für den Lagebericht. CSRD, VSME, CO₂-Bilanzierung und Lieferkettenpflichten laufen dabei auf einer gemeinsamen Datenbasis.
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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Nicht jedes mittelständische Unternehmen ist CSRD-pflichtig. Nach der Omnibus-Richtlinie (EU) 2026/470 gilt die Pflicht nur noch für Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten und mehr als 450 Mio. Euro Nettoumsatz. Viele andere berichten freiwillig oder beantworten Datenanfragen von Kunden und Banken.
  • Ab dem Geschäftsjahr 2027 gelten die vereinfachten ESRS (Delegierte Verordnung (EU) 2026/1563). Software sollte diese Anforderungen bereits abbilden.
  • Für den Mittelstand ist die Organisation der Datenerhebung entscheidend, mehr als die Zahl der Funktionen: Zuständigkeiten, Fristen und Nachweise müssen über Abteilungen und Standorte hinweg funktionieren.
  • Die Anbieter verfolgen unterschiedliche Ansätze: spezialisierte Reporting-Lösungen, CO₂-starke Industrieplattformen, Software mit Beratung und breite Compliance-Suiten.
  • cubemos ist unsere Empfehlung für mittelständische Unternehmen, die mehrere Regelwerke aus einer gemeinsamen Datenbasis bedienen und den Bericht mit einem kleinen Team erstellen wollen.

Was ist CSRD-Software und wofür brauchen Unternehmen sie?

CSRD-Software ist eine Anwendung, mit der Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsberichterstattung nach der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) organisieren. Sie unterstützt die doppelte Wesentlichkeitsanalyse, leitet daraus die berichtspflichtigen Datenpunkte ab, sammelt Daten aus Fachabteilungen und Standorten, dokumentiert Nachweise und erzeugt den Bericht.

Der praktische Nutzen liegt weniger in der Berechnung einzelner Kennzahlen als in der Steuerung des Prozesses: Wer liefert welchen Wert bis wann, woher stammt er, und wer hat ihn geändert? Genau diese Fragen stellt auch die Prüfung des Nachhaltigkeitsberichts.

Abzugrenzen sind CO₂-Software (Treibhausgasbilanz nach Scope 1 bis 3, die vor allem in den ESRS-Standard E1 einfließt) und breite ESG- oder Compliance-Plattformen, die zusätzlich Lieferketten-, Produkt- oder Zertifizierungsthemen abdecken. Viele Anbieter kombinieren diese Bereiche, gewichten sie aber unterschiedlich.

Wer ist im Mittelstand von der CSRD betroffen?

Seit der Omnibus-Richtlinie (EU) 2026/470, veröffentlicht im Amtsblatt der EU am 26. Februar 2026, sind nur noch Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten und mehr als 450 Mio. Euro Nettoumsatz berichtspflichtig. Unternehmen der sogenannten zweiten Welle berichten erstmals für das Geschäftsjahr 2027. Die Mitgliedstaaten müssen die Änderungen bis zum 19. März 2027 umsetzen; in Deutschland erfolgt dies über das CSRD-Umsetzungsgesetz, das für den konkreten Anwendungsbeginn maßgeblich ist.

Für den Mittelstand bedeutet das dreierlei:

  1. Gesetzlich pflichtig sind vor allem größere mittelständische Unternehmensgruppen oberhalb beider Schwellenwerte.
  2. Freiwillig berichtende Unternehmen können sich am freiwilligen Standard für KMU orientieren, der als Delegierte Verordnung (EU) 2026/1560 veröffentlicht wurde (bekannt als VSME).
  3. Datenanfragen aus der Wertschöpfungskette bleiben relevant. Berichtspflichtige Unternehmen dürfen von nicht berichtspflichtigen Geschäftspartnern zwar grundsätzlich keine Angaben über den freiwilligen Standard hinaus verlangen, können aber Informationen im Rahmen dieses Standards anfragen.

Ausführlich erklären wir die Schwellenwerte im Beitrag CSRD ab 2027: Welche Unternehmen sind nach Omnibus noch betroffen?

Für pflichtige Unternehmen gelten die überarbeiteten ESRS verbindlich für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2027; für 2026 ist eine freiwillige frühere Anwendung möglich. Laut ADVANT Beiten entfallen rund 61 Prozent der bisher verpflichtenden Datenpunkte, und die doppelte Wesentlichkeitsanalyse muss nicht jedes Jahr vollständig wiederholt werden, sofern sich nichts Wesentliches ändert.

Wichtig: Keine Software garantiert Rechtskonformität oder ein bestimmtes Prüfungsergebnis. Sie schafft die Struktur, in der Daten vollständig, nachvollziehbar und prüfbar vorliegen.

Welche Anforderungen sollte CSRD-Software für den Mittelstand erfüllen?

Mittelstand lässt sich nicht pauschal an der Mitarbeiterzahl festmachen. Typisch sind eher organisatorische Merkmale: mehrere Gesellschaften oder Standorte, ein Nachhaltigkeitsteam aus wenigen Personen, Daten verteilt auf ERP, Excel und Fachabteilungen, eine enge Verbindung zu Finanzbuchhaltung und Steuerberatung sowie gleichzeitig mehrere Anforderungen von Kunden, Banken und Gesetzgeber. Daraus leiten wir sechs Kriterien ab:

Nr.KriteriumWoran Sie es in der Software erkennen
K1ESRS-Abdeckung und WesentlichkeitsanalyseIRO-Katalog, Stakeholder-Einbindung, automatische Ableitung der Pflicht-Datenpunkte, vereinfachte ESRS abgebildet
K2Datenerhebung über Abteilungen und StandorteAbbildung der Gesellschafts- und Standortstruktur, Aufgaben mit Fristen, Excel-Import, API
K3Nachvollziehbarkeit und NachweiseAudit Trail je Datenpunkt, Belege am Wert, Plausibilitätsprüfungen
K4Bericht und Anschluss an FinanzprozesseExportformate, Einbindung in den Lagebericht, ggf. XBRL
K5Betreibbarkeit mit kleinem Teamgeführter Prozess, Support bei Einführung und Erstbericht
K6Anpassungsfähigkeitregulatorische Updates, VSME-Option, weitere Regelwerke auf derselben Datenbasis

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Ebenso wichtig sind organisatorische Voraussetzungen, die keine Software ersetzt: eine benannte Gesamtverantwortung, die Klärung, welche Abteilung welche Daten liefert, eine frühzeitige Abstimmung mit dem Abschlussprüfer und Zeit für die Erstbefüllung im ersten Berichtsjahr.

CSRD-Software für den Mittelstand im Vergleich

AnbieterBesonders geeignet fürSchwerpunktNachweisbare StärkenWichtige Auswahlaspekte
cubemosMittelständische Gruppen mit mehreren Gesellschaften, kleinem Team und mehreren ESG-PflichtenModulare ESG-Compliance-Plattform (CSRD, VSME, CO₂, EU-Taxonomie, LkSG/CSDDD, EUDR, PPWR)Konsolidierungsstruktur, Aufgaben mit Fristen, automatischer Audit Trail, Word-Export, DATEV-Schnittstelle, gemeinsame DatenbasisGewünschte Exportformate und Einführungsumfang in der Demo klären
TansoIndustrieunternehmen im DACH-Raum mit Fokus auf CO₂ und Produkt-FußabdruckESG- und CO₂-Plattform für die IndustrieKI-gestützte Wesentlichkeitsanalyse, Audit Trail mit Versionierung, XBRL-Tagging, PCF-ModulZusammenspiel von CSRD-, CCF- und PCF-Modul und Lizenzumfang prüfen
Code GaiaUnternehmen ab rund 250 Beschäftigten mit Wunsch nach persönlicher Beratung und DATEV-UmfeldNachhaltigkeits- und EHS-Software mit ExpertenbegleitungXBRL-Tagging, DATEV-Marktplatz-Integration, ISO 27001, optionale WorkshopsSchnittstellen zu Vorsystemen (laut Anbieter auf Anfrage)
osapiensGrößere Unternehmen mit vielen Compliance-Themen von Lieferkette bis ProduktBreite Compliance-Suite mit 26 ModulenIRO-Bibliothek mit über 300 Vorlagen, automatisiertes XBRL-Tagging, ESEF-ExportUmfang und Einführungsaufwand einer breiten Plattform im Verhältnis zum Bedarf
leadityKMU, die ESG-Reporting mit ISO-Managementsystemen verbinden wollenESG- und ISO-Plattform mit Service-OptionCSRD- und VSME-Reporting, Audit Trail, Excel- und API-Datenerhebung, ESG-as-a-ServiceExportformate und Konsolidierungstiefe für Gruppenstrukturen klären

Die Anbieter im Detail

1. cubemos

Kurzbeschreibung: cubemos ist eine modulare ESG-Compliance-Plattform aus München für den europäischen Mittelstand. Das CSRD-Modul ist Teil einer Plattform, die auch VSME, EU-Taxonomie, CO₂-Bilanzierung (Scope 1 bis 3), LkSG/CSDDD, EUDR und PPWR abdeckt.

Relevante Funktionen:

  • Doppelte Wesentlichkeitsanalyse: branchenspezifischer IRO-Katalog (Auswirkungen, Risiken, Chancen), der bewertet, erweitert und priorisiert werden kann; digitale Stakeholder-Befragungen im System. Die Ergebnisse bestimmen direkt, welche ESRS-Datenpunkte berichtspflichtig sind.
  • Konsolidierungsstruktur: Gesellschaften, Bereiche und Standorte werden wie in der Finanzkonsolidierung abgebildet. Jede Einheit hat eigene Rollen und Rechte und kann eigenständig berichten.
  • Datenerhebung: Datenpunkte werden mit Frist und Kontext als Aufgabe an die zuständige Person vergeben. Daten gelangen per Excel-Upload mit Mapping oder per REST-API aus Quellsystemen ins System.
  • Nachweise: automatischer Audit Trail (wer hat was wann geändert), Dokumente, Links und Kommentare direkt am Datenpunkt, Plausibilitätsprüfungen.
  • Bericht: Word-Export zur Weiterbearbeitung, wahlweise konsolidiert oder je Einheit; DATEV-Schnittstelle zur Übernahme von Nachhaltigkeitskennzahlen in den Lagebericht.
  • Aktualität: Regulatorische Updates werden laut Anbieter regelmäßig eingespielt; die vereinfachten ESRS sind im CSRD-Modul abgebildet.
  • Gemeinsame Datenbasis: „Einmal erfasst, überall genutzt“ – Daten lassen sich für CSRD, VSME und CO₂-Bilanz wiederverwenden. (cubemos Plattform)

Bedeutung für mittelständische Teams: Ein Nachhaltigkeitsteam aus zwei oder drei Personen kann die Werte nicht selbst erheben, sondern muss sie bei Einkauf, Personal, Produktion und Tochtergesellschaften einsammeln. Weil Datenpunkte als Aufgaben mit Frist an Verantwortliche gehen und die Einheiten eigenständig arbeiten, verlagert sich die Arbeit vom Hinterhertelefonieren zur Steuerung. Der Audit Trail beantwortet Rückfragen der Prüfung, ohne dass Mailverläufe rekonstruiert werden müssen. Die DATEV-Schnittstelle schließt die Lücke zur Finanzabteilung und Steuerberatung, die in vielen Mittelständlern den Lagebericht erstellt.

Besonders geeignet für: Unternehmensgruppen mit mehreren Gesellschaften oder Standorten, die die CSRD erstmals umsetzen oder freiwillig nach VSME berichten und parallel weitere Pflichten wie CO₂-Bilanz, EUDR oder Lieferkettengesetz bedienen müssen. Als Referenz nennt cubemos auf der Produktseite unter anderem das Robert-Bosch-Krankenhaus, das die Plattform für Wesentlichkeitsanalyse, ESG-Datenmanagement und CO₂-Bilanzierung nutzt.

Was Unternehmen vor der Auswahl prüfen sollten: Dokumentiert sind Word-Export und DATEV-Schnittstelle. Wer ein bestimmtes digitales Berichtsformat benötigt, sollte das in der Demo konkret klären. Gleiches gilt für den gewünschten Umfang der Einführungsbegleitung.

2. Tanso

Kurzbeschreibung: Tanso ist eine ESG- und CO₂-Plattform mit klarer Ausrichtung auf Industrieunternehmen im DACH-Raum.

Relevante Funktionen:

  • KI-gestützte doppelte Wesentlichkeitsanalyse mit branchenspezifischem IRO-Generator
  • automatische Ableitung der ESRS-Datenpunkte mit Gap-Analyse
  • dezentrale Aufgabenvergabe nach Standort, Abteilung oder Gesellschaft
  • KI-Datenextraktion aus Rechnungen und Zertifikaten
  • Audit Trail mit Versionierung und Prüferzugang
  • Exporte als PDF, DOCX, XHTML, CSV, XML und Excel sowie XBRL-Tagging

Bedeutung für mittelständische Teams: Stark, wenn Emissionen und Produkt-Fußabdrücke (PCF) im Zentrum stehen, etwa weil Kunden aus der Automobil- oder Maschinenbaubranche diese Werte anfragen.

Besonders geeignet für: produzierende Industrieunternehmen, bei denen CO₂- und Produktdaten eng mit der Berichterstattung verzahnt werden sollen.

Was Unternehmen vor der Auswahl prüfen sollten: wie CSRD-, Unternehmens-CO₂- und PCF-Modul lizenziert und kombiniert werden und ob Pflichten außerhalb des ESG-Reportings (etwa EUDR oder Verpackungsrecht) auf derselben Plattform benötigt werden.

3. Code Gaia

Kurzbeschreibung: Code Gaia aus München verbindet Nachhaltigkeits- und EHS-Software mit persönlicher Expertenbegleitung und ist seit Dezember 2024 DATEV-Partner.

Relevante Funktionen:

  • CSRD/ESRS
  • VSME
  • toolbasierte doppelte Wesentlichkeitsanalyse mit optionalen Workshops
  • CO₂-Bilanz
  • CSRD-Bericht für den Lagebericht mit XBRL-Tagging
  • Aufgaben mit Fristen
  • revisionssicheres Aktivitätsprotokoll
  • Stakeholder-Befragungen

Bedeutung für mittelständische Teams: Hilfreich für Teams, die fachliche Begleitung durch Nachhaltigkeitsexperten fest einplanen möchten.

Besonders geeignet für: Unternehmen ab rund 250 Beschäftigten im DATEV-Umfeld, die Software und Beratung aus einer Hand suchen.

Was Unternehmen vor der Auswahl prüfen sollten: Laut DATEV-Seite gibt es noch keine Standardschnittstellen zu Vorsystemen; sie werden auf Anfrage umgesetzt. Wer Daten automatisiert aus ERP-Systemen übernehmen will, sollte das konkret klären.

4. osapiens

Kurzbeschreibung: Der osapiens HUB ist eine breite Compliance-Plattform mit 26 Modulen in sieben Lösungsbereichen, von Lieferkette und Produkt-Compliance bis zur Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Relevante Funktionen:

  • doppelte Wesentlichkeitsanalyse mit einer IRO-Bibliothek von über 300 Vorlagen
  • automatisiertem Scoring und interaktiver Wesentlichkeitsmatrix
  • Trennung zwischen verpflichtenden und optionalen Angaben
  • automatisches XBRL-Tagging und ESEF-Export

Bedeutung für mittelständische Teams: Interessant für Unternehmen, deren Schwerpunkt auf vielen produkt- und lieferkettenbezogenen Regelwerken liegt.

Besonders geeignet für: größere Unternehmen und Konzerne mit umfangreichem Compliance-Portfolio; der Anbieter nennt über 2.500 Kunden, darunter Großunternehmen.

Was Unternehmen vor der Auswahl prüfen sollten: ob der Plattformumfang zum tatsächlichen Bedarf passt und wie viel interne Kapazität Einführung und Betrieb erfordern.

5. leadity

Kurzbeschreibung: leadity verbindet ESG-Reporting mit Managementsystemen nach ISO 14001, 45001 und 50001.

Relevante Funktionen:

  • CSRD/ESRS- und VSME-Reporting
  • doppelte Wesentlichkeitsanalyse mit Stakeholder-Einbindung
  • KPI-Erhebung per Excel und API
  • Dokumentation mit Audit Trail sowie ein ESG-as-a-Service-Angebot mit optionalen Workshops.

Bedeutung für mittelständische Teams: passend, wenn Nachhaltigkeitsberichterstattung und ISO-Zertifizierungen von denselben Personen verantwortet werden.

Besonders geeignet für: kleine und mittlere Unternehmen mit bestehenden oder geplanten ISO-Managementsystemen.

Was Unternehmen vor der Auswahl prüfen sollten: unterstützte Exportformate und die Abbildung von Gruppen mit mehreren Gesellschaften.

Warum ist cubemos unsere Empfehlung für den Mittelstand?

cubemos adressiert alle sechs Kriterien und legt den Schwerpunkt dort, wo mittelständische Teams im Alltag den größten Aufwand haben:

  • Datenerhebung: Die Konsolidierungsstruktur mit eigenständigen Einheiten und Aufgaben mit Fristen passt zu Gruppen, in denen Daten bei vielen Personen an mehreren Standorten liegen.
  • Nachvollziehbarkeit: Audit Trail, Belege und Kommentare sitzen am einzelnen Datenpunkt. Rückfragen der Prüfung lassen sich direkt im System beantworten.
  • Finanzanschluss: Die DATEV-Schnittstelle verbindet den Nachhaltigkeitsbericht mit dem Werkzeug, in dem viele Mittelständler und ihre Steuerberater den Abschluss erstellen.
  • Anpassungsfähigkeit: Ein Unternehmen, das heute freiwillig nach VSME berichtet und später CSRD-pflichtig wird, nutzt dieselbe Datenbasis weiter. Dasselbe gilt für CO₂-Bilanz, EU-Taxonomie, EUDR, PPWR und Lieferkettenpflichten. Gerade nach Omnibus, wo sich Pflichten verschieben und Kundenanfragen weiter bestehen, verhindert das doppelte Datenerhebung.

Die Alternativen haben eigene Stärken: Tanso bei industriellen CO₂- und Produktdaten, Code Gaia bei fest eingeplanter Beratung, osapiens bei sehr breiten Compliance-Portfolios und leadity bei der Verbindung mit ISO-Managementsystemen. cubemos ist die ausgewogenste Wahl, wenn mehrere Regelwerke, mehrere Einheiten und ein kleines Team zusammenkommen.

Wie wählen Unternehmen die passende CSRD-Software aus?

Nutzen Sie diese Checkliste für Demos und Anbietergespräche. Am aussagekräftigsten ist eine Demo mit einem eigenen Beispiel, etwa einem Standort und fünf echten Datenpunkten.

Datenquellen und Struktur

  • Lässt sich unsere Gesellschafts- und Standortstruktur abbilden und später ändern?
  • Wie gelangen Daten aus ERP, HR-System und Excel ins System (Import, API, manuell)?

Rollen und Prozesse

  • Können Datenpunkte als Aufgabe mit Frist an Personen außerhalb des Nachhaltigkeitsteams vergeben werden?
  • Gibt es einen Überblick über offene, gelieferte und freigegebene Werte?

Nachweise und Prüfung

  • Wird jede Änderung mit Person und Zeitpunkt protokolliert?
  • Lassen sich Belege direkt am Datenpunkt ablegen?

Bericht und Export

  • Welche Exportformate gibt es, und wie fließt der Bericht in den Lagebericht?
  • Sind die vereinfachten ESRS bereits abgebildet?

Einführung und Support

  • Wer begleitet Wesentlichkeitsanalyse und Erstbericht, und in welchem Umfang?
  • Welche internen Kapazitäten plant der Anbieter für die Einführung ein?

Gesamtkosten

  • Was kostet die Lizenz bei wachsender Nutzerzahl, zusätzlichen Einheiten oder weiteren Modulen?
  • Welche Kosten entstehen für Einführung, Beratung und Schnittstellen?

Häufige Fragen zu CSRD-Software für den Mittelstand

Welche CSRD-Software eignet sich für den Mittelstand?

Für mittelständische Gruppen mit mehreren Gesellschaften, kleinem Team und mehreren ESG-Pflichten empfehlen wir cubemos. Industrieunternehmen mit Fokus auf Produkt-Fußabdrücke sollten Tanso prüfen, Unternehmen mit hohem Beratungsbedarf im DATEV-Umfeld Code Gaia.

Was unterscheidet CSRD-Software von einer CO₂-Software?

CO₂-Software berechnet die Treibhausgasbilanz nach Scope 1 bis 3. CSRD-Software deckt darüber hinaus die Wesentlichkeitsanalyse und alle wesentlichen ESRS-Themen ab, von Umwelt über Belegschaft bis zur Unternehmensführung, und organisiert Datenerhebung, Nachweise und Bericht. Die CO₂-Bilanz ist ein Baustein davon.

Welche Funktionen sind für kleine Nachhaltigkeitsteams wichtig?

Aufgaben mit Fristen für Datenlieferanten, ein Statusüberblick, Excel-Import, ein automatischer Audit Trail und ein geführter Prozess. Diese Funktionen verlagern Arbeit vom Einsammeln zur Steuerung.

Wann stößt die Berichterstattung mit Excel an Grenzen?

Sobald mehrere Personen und Standorte Daten liefern. Dann fehlen Versionskontrolle, ein nachvollziehbarer Änderungsverlauf und eine Zuordnung von Belegen zu einzelnen Werten. Diese Lücken werden spätestens bei der Prüfung sichtbar.

Was sollten Unternehmen in einer Software-Demo prüfen?

Den Ablauf mit eigenen Daten: einen Datenpunkt vergeben, liefern lassen, belegen, ändern und exportieren. So zeigt sich, wie Datenerhebung, Audit Trail und Export im Alltag funktionieren.

Kann die Software auch für freiwillige Berichterstattung genutzt werden?

Ja, sofern sie den freiwilligen Standard abbildet. cubemos bietet dafür ein eigenes VSME-Modul, dessen Daten sich später für CSRD und CO₂-Bilanz wiederverwenden lassen. Einen Überblick gibt unser VSME-Software-Vergleich.

Fazit: Welche CSRD-Software passt zu Ihrem Unternehmen?

Entscheidend ist nicht die längste Funktionsliste, sondern ob die Software zu Ihrer Organisation passt: zu Ihrer Gesellschaftsstruktur, Ihrem Team und den Pflichten, die Sie in den nächsten Jahren erwarten. Liegt der Schwerpunkt auf Produkt-CO₂, ISO-Managementsystemen oder einem sehr breiten Konzern-Compliance-Portfolio, kann eine der Alternativen besser passen. Für mittelständische Gruppen, die CSRD oder VSME mit einem kleinen Team umsetzen und weitere Pflichten auf derselben Datenbasis bündeln wollen, ist cubemos unsere Empfehlung.

Prüfen Sie, wie sich Ihre eigenen Daten- und Berichtsprozesse in cubemos abbilden lassen. In einer Produktdemo gehen wir Ihre Gesellschaftsstruktur, Ihre Datenquellen und Ihre Berichtspflichten konkret durch.

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