CO2 Accounting

Scope 3 Software 2026: Die 5 besten Anbieter im Vergleich

Die beste Scope-3-Software für mittelständische Unternehmen ist in unserem Vergleich cubemos. Ausschlaggebend sind vor allem die strukturierte Berechnung von Scope 1 bis 3, die zentrale Erfassung von Emissionsdaten in einem System und die Möglichkeit, dieselben Daten anschließend für CSRD, VSME und weitere ESG-Anforderungen weiterzuverwenden.
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Scope-3-Emissionen machen bei den meisten Unternehmen den größten Teil des Corporate Carbon Footprint aus – häufig 70 bis 95 Prozent, abhängig von Branche und Wertschöpfungskette. Gleichzeitig sind sie methodisch am schwierigsten zu erfassen: Sie entstehen bei Lieferanten, Logistikpartnern, in der Nutzungsphase von Produkten oder am Ende ihres Lebenszyklus – also außerhalb der eigenen Betriebsgrenzen. Eine gute Scope-3-Software löst deshalb nicht nur eine Rechenaufgabe, sondern ein Datenmanagementproblem: Daten aus Einkauf, Logistik, Produktion und von Lieferanten müssen zusammengeführt, geprüft, dokumentiert und über Jahre vergleichbar gehalten werden.

Die Kurzübersicht nach Stärken:

  • Testsieger Gesamt: cubemos – beste Kombination aus Scope-1–3-Bilanzierung und ESG-Datenwiederverwendung für CSRD/VSME
  • Beste Lösung für den produzierenden Mittelstand: Tanso – TÜV-zertifizierte Methodik, tiefe Integration in Einkauf und Produktion
  • Beste wissenschaftlich fundierte Enterprise-Plattform: Normative – eigene Scope-3-Netzwerkdaten, hohe SBTi-Erfolgsquote
  • Beste Lösung für Supplier Engagement: Sweep – „einmal erfassen, überall nutzen“ über mehrere Reporting-Frameworks
  • Beste Einstiegslösung mit Zertifizierung: Plan A – TÜV-geprüfte Methodik, geführter Bilanzierungsprozess, eigenes CSRD-Modul

Die besten Scope-3-Softwares auf einen Blick

Diese Tabelle fasst die wichtigsten Auswahlkriterien zusammen. Sie basiert auf öffentlich verifizierbaren Produktangaben (Stand August 2026); Details zur Methodik finden Sie im Abschnitt „So haben wir verglichen“.

Anbieter Score Scope 1–3 Spend-based Activity-based Supplier-specific CSRD/VSME-Link Ideal für
cubemos 89/100 Ja Ja Ja Teilweise Nativ (gleiche Datenbasis) Mittelstand mit CSRD/VSME-Bezug
Tanso 86/100 Ja Ja Ja Ja Über ESG-Modul Produzierender Mittelstand
Normative 83/100 Ja Ja Ja Ja (Carbon Network) Über Reporting-Export Internationale/Enterprise-Teams
Sweep 82/100 Ja Ja Ja Ja Multi-Framework-Export Supplier Engagement in der Breite
Plan A 80/100 Ja Ja Ja Teilweise Eigenes CSRD-Modul Einstieg mit Zertifizierung

So haben wir die Scope-3-Software verglichen

Für diesen Vergleich haben wir keinen eigenen Software-Test im Sinne einer isolierten Laborprüfung durchgeführt. Stattdessen haben wir die öffentlich verfügbaren Produktinformationen, Herstellerdokumentationen, unabhängigen Bewertungsplattformen (u. a. Capterra, GetApp, Software Advice, OMR Reviews) und – soweit vorhanden – Kundenreferenzen der Anbieter systematisch anhand von zehn Kriterien verglichen. Wo öffentlich keine Angaben vorlagen, haben wir das transparent vermerkt, statt Werte zu schätzen.

Bewertungskriterien und Gewichtung

Kriterium Gewichtung Was wir geprüft haben
Scope-3-Abdeckung 15 % Werden alle 15 GHG-Protocol-Kategorien unterstützt oder nur ein Teil?
Berechnungsmethoden 15 % Spend-based, activity-based, supplier-specific, hybrid?
Datenerfassung & Automatisierung 15 % Excel-Import, API, ERP-Anbindung, automatisches Mapping
Emissionsfaktoren & Datenbanken 10 % Herkunft, Transparenz, Aktualisierung, eigene Faktoren möglich?
Lieferantendaten & Supplier Engagement 10 % Fragebögen, Erinnerungen, Validierung, supplier-specific Faktoren
Scope 1–3 / Gesamtbilanz & Weiterverwendung 10 % Verknüpfung mit CSRD/ESRS E1, VSME, SBTi
Integrationen 10 % ERP, Einkaufssysteme, Excel/CSV, API
Datenqualität & Nachvollziehbarkeit 5 % Data-Quality-Score, Audit Trail, Versionierung
Reporting & Standards 5 % GHG Protocol, CSRD/ESRS E1, SBTi-Kompatibilität
Benutzerfreundlichkeit / Implementierung 5 % Einstiegsaufwand, Onboarding, Rollen & Rechte

Jeder Anbieter wurde je Kriterium mit 0 bis 100 Punkten bewertet; der Gesamtscore ist der gewichtete Durchschnitt. Die Bewertung ist eine redaktionelle Einschätzung auf Basis der oben genannten Quellen – kein Ersatz für eine eigene Anforderungsanalyse oder einen Demo-Termin.

Was sind Scope-3-Emissionen und warum sind sie so schwer zu berechnen?

Scope-3-Emissionen sind nach dem GHG Protocol Corporate Value Chain (Scope 3) Standard alle indirekten Treibhausgasemissionen entlang der Wertschöpfungskette eines Unternehmens, die weder aus eigenen Quellen (Scope 1) noch aus zugekaufter Energie (Scope 2) stammen. Sie reichen von eingekauften Waren und Dienstleistungen über Geschäftsreisen und Mitarbeiter-Pendelverkehr bis zur Nutzung und Entsorgung verkaufter Produkte.

Für die meisten Unternehmen macht Scope 3 den größten Anteil der Gesamtemissionen aus – Studien und Anbieterdaten gehen häufig von 70 bis 95 Prozent aus, je nach Branche. Schwierig ist die Berechnung deshalb, weil die Datenhoheit bei Dritten liegt: Lieferanten, Logistikpartnern oder Kunden. Es gibt zudem keinen einzigen „richtigen“ Berechnungsweg, sondern mehrere Methoden mit unterschiedlicher Genauigkeit und unterschiedlichem Datenaufwand – dazu mehr im nächsten Abschnitt.

Welche Methoden sollte eine Scope-3-Software unterstützen?

Ein zentraler Unterschied zwischen Anbietern liegt nicht in der Optik des Dashboards, sondern in der Qualität der Berechnung. Vier Ansätze sind relevant:

Spend-based

Berechnung anhand von Ausgaben, multipliziert mit durchschnittlichen (meist branchenbezogenen) Emissionsfaktoren aus Input-Output-Datenbanken.

  • Vorteile: schnell, geringer Datenaufwand, guter Einstieg ohne Lieferantendaten
  • Nachteile: vergleichsweise ungenau, Preisänderungen verzerren das Ergebnis, kaum Steuerungswirkung für Reduktionsmaßnahmen

Activity-based

Berechnung anhand physischer Aktivitätsdaten wie kg Material, gefahrene Kilometer, kWh oder Tonnenkilometer – multipliziert mit spezifischen Emissionsfaktoren.

  • Vorteile: deutlich genauer als spend-based, unabhängig von Preisschwankungen
  • Nachteile: höherer Datenaufwand, benötigt strukturierte Mengendaten aus Einkauf, Logistik oder Produktion

Supplier-specific

Berechnung anhand tatsächlicher, vom Lieferanten bereitgestellter Emissionsdaten oder Product-Carbon-Footprint-Werte – die genaueste, aber auch aufwändigste Methode, da sie Mitwirkung der Lieferanten voraussetzt.

Hybrid

Kombination der drei Ansätze je nach Kategorie und Datenverfügbarkeit. In der Praxis ist Hybrid der Regelfall: Unternehmen starten meist mit spend-based Daten und ersetzen diese schrittweise – priorisiert nach Emissionsanteil – durch activity- und supplier-specific Daten. Genau diese Fähigkeit zur schrittweisen Verbesserung, ohne die gesamte Bilanz neu aufsetzen zu müssen, unterscheidet eine gute Scope-3-Software von einer reinen Rechentabelle.

Welche Anbieter unterstützen welche Berechnungslogik?

Anbieter Spend-based Activity-based Supplier-specific Hybrid/Migration zwischen Methoden
cubemos Ja Ja Teilweise (Rohdaten-/Excel-Import je Lieferant) Ja
Tanso Ja Ja Ja (u. a. Ecoinvent-Anbindung, eigene Faktoren) Ja
Normative Ja Ja Ja (über Carbon Network) Ja
Sweep Ja Ja Ja (Supplier-Portal) Ja
Plan A Ja Ja Teilweise Ja

Platz 1: cubemos – beste Scope-3-Software für den Mittelstand

Gesamtbewertung Ideal für Scope 1–3 Preis
89/100 Mittelständische Unternehmen mit CSRD-, VSME- oder Lieferketten-Bezug Ja, in strukturiertem Dashboard Auf Anfrage (Pakete Basic, Advanced, Enterprise)

cubemos ist eine modulare ESG-Compliance-Plattform aus München, die CO₂-Bilanzierung (Scope 1–3) mit CSRD/ESRS-Reporting, VSME, EU-Taxonomie und Lieferketten-Sorgfaltspflichten (u. a. EUDR, PPWR, LkSG/CSDDD) auf einer gemeinsamen Datenbasis verbindet. Der entscheidende Unterschied zu reinen Carbon-Accounting-Tools: Einmal erfasste Emissionsdaten lassen sich direkt für weitere Berichtspflichten weiterverwenden, statt sie für jedes Format neu zu erheben.

Scope-1–3-Bilanzierung und Datenerfassung

cubemos bestimmt zunächst, welche Scopes und Kategorien für die individuelle Unternehmenssituation relevant sind, und führt anschließend strukturiert durch die Datenerfassung – über Rohdaten-Anbindung, Excel-Upload oder manuelle Eingabe. Alle relevanten Datenquellen, Teams und Standorte werden in einem System zusammengeführt, sodass eine vollständige Erfassung über Scope 1, 2 und 3 entsteht. Die Plattform unterstützt sowohl spend-based als auch activity-based Berechnungen; für Kategorie 1 (eingekaufte Waren und Dienstleistungen) lassen sich zusätzlich lieferantenspezifische Rohdaten einspielen.

Reporting, Audit Trail und Weiterverwendung

Aus den erfassten Daten erstellt cubemos automatisiert eine vollständige, audit-ready CO₂-Bilanz inklusive Beschreibung der Berichtsgrenzen und nachvollziehbarer Berechnungslogik. Audit Trails und Belege werden zentral gespeichert. Mit jedem weiteren Bilanzierungszyklus werden Daten wiederverwendet und Emissionsfaktoren aktualisiert, sodass sich die Datenqualität über die Jahre systematisch verbessert, statt jedes Jahr neu von vorn zu beginnen.

CSRD-, VSME- und weitere ESG-Verknüpfung

Weil CO₂-Bilanzierung, CSRD-Reporting, VSME und EU-Taxonomie in cubemos auf demselben Datenmodell laufen, müssen Scope-3-Kennzahlen nicht separat für ESRS E1 aufbereitet werden – sie stehen dem Reporting-Modul direkt zur Verfügung. Für Unternehmen, die aktuell unterhalb der (nach dem Omnibus-Paket angehobenen) CSRD-Schwellenwerte liegen, aber dennoch Kunden-, Banken- oder Förderanfragen zu CO₂-Daten beantworten müssen, lässt sich dieselbe Datenbasis für die freiwillige VSME-Berichterstattung nutzen.

Vorteile

  • Eine Datenbasis für CO₂-Bilanzierung, CSRD/ESRS, VSME und weitere ESG-Module – keine Doppelarbeit
  • Strukturierter, geführter Prozess statt unstrukturierter Excel-Bilanz
  • Automatisch erstellte Audit Trails, jederzeit nachvollziehbar
  • Modular buchbar – Einstieg auch ohne volle CSRD-Pflicht möglich
  • Fachliche Begleitung durch ein Team aus Nachhaltigkeits- und Regulierungsexperten, gerade beim ersten Bilanzierungszyklus hilfreich

Nachteile

  • Product-Carbon-Footprint-Modul (produktbezogene Bilanzierung) ist laut Produktseite aktuell als „Coming soon“ angekündigt, noch nicht regulär verfügbar
  • Ein dediziertes Supplier-Engagement-Portal mit automatisierten Lieferanten-Fragebögen speziell für CO₂-Daten ist – anders als bei Sweep oder Tanso – öffentlich nicht in vergleichbarer Tiefe dokumentiert
  • Keine öffentliche Preisliste; Angebot ist individuell

Für wen eignet sich cubemos?

Besonders für mittelständische Unternehmen im deutschsprachigen Raum, die Scope-3-Daten nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit CSRD, VSME oder Lieferketten-Anforderungen benötigen – und die eine Software mit fachlicher Begleitung statt reiner Selbstbedienungssoftware suchen.

Platz 2: Tanso – beste Lösung für den produzierenden Mittelstand

Gesamtbewertung Ideal für Supplier Engagement Preis
86/100 Fertigungsindustrie: Maschinenbau, Automotive, Chemie, Bau, Lebensmittel Aufgabenmanagement mit Datenanfragen an Standorte/Lieferanten Auf Anfrage

Tanso ist eine TÜV-zertifizierte Carbon-Intelligence-Suite aus Deutschland, die gezielt auf den produzierenden Mittelstand ausgerichtet ist. Neben dem Corporate Carbon Footprint (CCF) bietet Tanso ein Product-Carbon-Footprint-Modul (PCF) und ESG-Funktionen für CSRD/ESRS. Kunden berichten laut OMR Reviews von bis zu 60 Prozent Zeitersparnis beim zweiten Bilanzierungszyklus.

Scope-3-Stärken

Tanso erlaubt standort- und fachabteilungsübergreifende Datenanfragen über ein eigenes Aufgabenmanagement, Rohdaten-Upload per Excel/CSV oder API sowie die Nutzung einer umfassenden Emissionsfaktoren-Datenbank inklusive Anbindung an Ecoinvent. Lieferantenspezifische Faktoren lassen sich eigenständig hinterlegen. Ein eigenes Webinar-Format des Anbieters behandelte 2026 explizit Scope 3.1 (eingekaufte Waren) im Zusammenhang mit CBAM.

Vorteile

  • TÜV-zertifizierte Methodik nach GHG Protocol, ISO 14064, ISO 14067
  • Sehr starke Ausrichtung auf industrielle Prozess- und Lieferkettendaten
  • PCF- und CCF-Daten sind laut Kundenreferenzen nahtlos verknüpft

Nachteile

  • Fokus liegt stärker auf Carbon/CSRD als auf einer breiten ESG-Plattform (z. B. EUDR, PPWR, LkSG sind nicht der Kernfokus)
  • Laut Nutzerbewertungen (OMR Reviews) noch Ausbaubedarf bei der Darstellung von Scope-3-Kategorie „Nutzungsphase von Produkten“

Platz 3: Normative – wissenschaftlich fundierte Enterprise-Plattform

Gesamtbewertung Ideal für Besonderheit Preis
83/100 International tätige Unternehmen und Enterprise-Teams mit SBTi-Zielen Carbon Network für verifizierte Lieferantendaten Individuell, laut Marktbeobachtung eher mittleres bis Enterprise-Preissegment

Normative ist eine schwedische Plattform mit einem besonderen Fokus auf wissenschaftlich abgesicherte Scope-3-Methodik. Der Anbieter ist in GHG-Protocol- und ISO-Arbeitsgruppen vertreten und wirbt mit einer 100-prozentigen Prüf- und SBTi-Einreichungsquote bei über 300 Kunden.

Scope-3-Stärken

Über das „Carbon Network“ erhalten Nutzer Zugriff auf verifizierte Lieferantendaten, ergänzt durch automatisierte Datenerfassung und KI-gestützte Kategorisierung von Ausgaben. Normative deckt alle drei Scopes und alle 15 Scope-3-Kategorien ab und bietet begleitende Expertise durch GHG-Protocol-zertifizierte Klimastrateg:innen.

Vorteile

  • Hohe methodische Tiefe, direkte Verbindung zu SBTi-Kriterien
  • Zugriff auf ein Netzwerk verifizierter Lieferanten-Emissionsdaten

Nachteile

  • Laut unabhängigen Marktanalysen keine reine Plug-and-Play-Lösung, sondern mit Konfigurationsaufwand und häufig externer Unterstützung verbunden
  • Ausrichtung eher auf große und internationale Unternehmen als auf den klassischen deutschen Mittelstand

Platz 4: Sweep – beste Lösung für Supplier Engagement

Gesamtbewertung Ideal für Besonderheit Preis
82/100 Unternehmen mit komplexen, mehrstufigen Lieferketten „Einmal erfassen, für alle Frameworks nutzen“ Enterprise- und Mid-Market-Stufen, auf Anfrage

Sweep ist eine 2020 in Frankreich gegründete, europäische Plattform mit Büros in London und Denver. Der Schwerpunkt liegt auf Zusammenarbeit mit Lieferanten: Statt sich primär auf spend-based Schätzungen zu verlassen, sollen Unternehmen über ein Supplier-Portal echte Aktivitätsdaten von Zulieferern sammeln.

Scope-3-Stärken

Sweep deckt alle 15 Scope-3-Kategorien ab, mit besonderem Gewicht auf Kategorie 1 (eingekaufte Waren und Dienstleistungen), die bei vielen Herstellern, Händlern und Markenunternehmen 60 bis 90 Prozent des Gesamtfußabdrucks ausmacht. Ein verwaltetes Lieferantenportal unterstützt Erinnerungen, Fortschritts-Tracking und die direkte Übernahme lieferantenspezifischer Emissionsfaktoren in die Konzernbilanz. Zusätzlich bietet Sweep ein SBTi-Zielsetzungsworkflow und Szenariomodellierung für Reduktionsmaßnahmen.

Vorteile

  • Eine der am Markt am stärksten auf Supplier Engagement spezialisierten Plattformen
  • Multi-Framework-Ansatz: einmal erfasste Daten nutzbar für CSRD, GRI, ISSB, TCFD, CDP

Nachteile

  • Ursprünglich enterprise-orientiert; laut unabhängigen Reviews eher Mid-Market- bis Enterprise-Preisniveau
  • Kein originär deutscher Anbieter, dadurch potenziell weniger tiefe Verzahnung mit deutschen Berichtsformaten wie VSME

Platz 5: Plan A – beste Einstiegslösung mit Zertifizierung

Gesamtbewertung Ideal für Besonderheit Preis
80/100 Unternehmen, die CO₂-Bilanzierung und CSRD gemeinsam angehen wollen Geführter Bilanzierungsprozess, eigenes CSRD-Manager-Modul Auf Anfrage, keine öffentliche Preisliste

Plan A ist ein 2017 gegründetes Unternehmen mit Sitz in Berlin. Die Plattform verbindet TÜV-zertifizierte CO₂-Bilanzierung mit einem eigenen CSRD-Manager-Modul und legt Wert auf einen wissenschaftlich fundierten, nutzerzentrierten Bilanzierungsprozess mit adaptiver Lerntechnologie für den Datei-Upload.

Scope-3-Stärken

Plan A deckt Scope 1 bis 3 inklusive aller 15 Scope-3-Kategorien ab und integriert GHG-Protocol-Prinzipien direkt in die Methodik. Reduktionsempfehlungen werden auf Basis der berechneten Emissionen automatisch abgeleitet.

Vorteile

  • TÜV-Zertifizierung als Vertrauenssignal, klarer Fokus auf Klimadaten und Zielverfolgung
  • Nutzbar vom Mittelstand bis zu internationalen Marken

Nachteile

  • Die volle Breite sozialer und Governance-Themen der ESRS ist laut Marktbeobachtungen ein neuerer Ausbaubereich gegenüber dem ursprünglichen Carbon-Fokus
  • Lieferantenspezifische Datenerfassung ist weniger prominent dokumentiert als bei Tanso oder Sweep

Welche Scope-3-Kategorien sollte eine Software abdecken?

Das GHG Protocol unterteilt Scope 3 in 15 Kategorien – acht vorgelagert (upstream) und sieben nachgelagert (downstream). Nicht jede Kategorie ist für jedes Unternehmen wesentlich; ein Softwareanbieter sollte aber grundsätzlich in der Lage sein, alle 15 Kategorien zu screenen und die materiellen Kategorien im Detail zu berechnen.

Upstream (vorgelagert)

  1. Eingekaufte Waren und Dienstleistungen (Purchased Goods and Services)
  2. Investitionsgüter (Capital Goods)
  3. Brennstoff- und energiebezogene Aktivitäten (Fuel- and Energy-Related Activities)
  4. Vorgelagerter Transport und Distribution
  5. Im Betrieb entstandener Abfall
  6. Geschäftsreisen
  7. Mitarbeiter-Pendelverkehr
  8. Vorgelagerte geleaste Vermögenswerte

Downstream (nachgelagert)

  1. Nachgelagerter Transport und Distribution
  2. Verarbeitung verkaufter Produkte
  3. Nutzung verkaufter Produkte
  4. Behandlung verkaufter Produkte am Ende der Lebensdauer
  5. Nachgelagerte geleaste Vermögenswerte
  6. Franchise
  7. Investitionen

Für die meisten Industrie- und Handelsunternehmen sind Kategorie 1 (eingekaufte Waren und Dienstleistungen) und Kategorie 11 (Produktnutzung) besonders materiell. Für Finanzinstitute dominiert dagegen häufig Kategorie 15 (Investitionen). Eine belastbare Aussage à la „Anbieter X unterstützt alle 15 Kategorien vollständig automatisiert“ lässt sich für keinen der geprüften Anbieter pauschal verifizieren – realistisch ist, dass alle fünf Anbieter alle 15 Kategorien grundsätzlich abbilden können, die Automatisierungstiefe je Kategorie aber variiert und stark von der individuellen Datenlage im Unternehmen abhängt.

Welche Daten sollte eine Scope-3-Software verarbeiten können?

Je mehr Datenquellen eine Software direkt anbinden kann, desto weniger manuelle Nacharbeit entsteht – und desto eher lässt sich von spend-based zu genaueren Methoden wechseln. Relevante Datenquellen sind unter anderem:

  • Einkaufs- und ERP-Daten (Bestellungen, Warengruppen, Lieferanten)
  • Rechnungs- und Spend-Daten
  • Materialmengen und Stücklisten
  • Lieferantendaten und Product Carbon Footprints
  • Logistik- und Transportdaten (Tonnenkilometer, Frachtart)
  • Reisekosten- und Fuhrparkdaten
  • Energie- und Abfalldaten
  • Pendel- und Homeoffice-Daten der Belegschaft
  • Produktdaten für die Nutzungs- und End-of-Life-Phase
  • Excel-/CSV-Dateien für manuell erfasste Daten
  • APIs für automatisierte, wiederkehrende Datenübernahmen

Datenintegration ist deshalb entscheidend, weil Scope-3-Daten selten in einem einzigen System liegen. Eine Software, die Einkauf, Logistik, Reisekosten und Lieferantenportale gleichzeitig anbinden kann, reduziert den jährlichen Erhebungsaufwand erheblich – und macht den Wechsel von spend-based zu activity-based Berechnungen praktisch überhaupt erst möglich.

Wie wichtig sind Emissionsfaktoren bei Scope-3-Software?

Ein Emissionsfaktor beschreibt, wie viel CO₂-Äquivalent pro Einheit einer Aktivität (z. B. pro Euro Ausgabe, pro Kilogramm Material oder pro Kilowattstunde) entsteht. Typischerweise verwendete Datenbanken sind unter anderem Ecoinvent, DEFRA-Faktoren oder branchenspezifische Input-Output-Tabellen; die konkrete Faktorenbasis unterscheidet sich je Anbieter und wird nicht immer vollständig offengelegt.

Ergebnisse unterscheiden sich je nach verwendeter Datenbank und Methodik teils erheblich – deshalb ist Transparenz über Quelle, Version und Aktualisierungsrhythmus der Faktoren ein wichtiges Auswahlkriterium. Ebenso wichtig: Kann ein Unternehmen eigene, verifizierte (etwa lieferantenspezifische) Faktoren hinterlegen, statt ausschließlich auf Durchschnittswerte zurückgreifen zu müssen? Tanso wirbt explizit mit einer Anbindung an Ecoinvent und der Möglichkeit eigener Faktoren; Normative und Sweep bieten über ihre jeweiligen Lieferanten-Netzwerke Zugriff auf verifizierte externe Werte. Für cubemos, Plan A und teils auch die übrigen Anbieter liegen zur exakten Herkunft und Versionierung der Faktoren keine vollständig öffentlichen Detailangaben vor – hier empfiehlt sich eine gezielte Nachfrage im Verkaufsgespräch.

Gute Scope-3-Software berechnet nicht nur – sie verbessert die Datenqualität

Im ersten Bilanzjahr arbeiten die meisten Unternehmen zwangsläufig mit Schätzungen, Spend-Daten und Durchschnittswerten – das ist normal und laut CSRD/ESRS E1 sowie SBTi-Kriterien explizit zulässig, solange dies dokumentiert wird. Entscheidend ist die Entwicklung über die Jahre: Der schrittweise Wechsel zu Aktivitätsdaten, Primärdaten und Lieferantendaten – priorisiert nach Emissionsanteil, nicht nach Verfügbarkeit.

Gute Software unterstützt diesen Prozess aktiv, statt ihn dem Anwender allein zu überlassen. Relevante Funktionen sind ein Data-Quality-Score je Kategorie, eine klare Kennzeichnung von Schätzwerten gegenüber Primärdaten, dokumentierte Quellenangaben, sowie ein Vorjahresvergleich, der zeigt, wo sich die Datenbasis tatsächlich verbessert hat. CSRD/ESRS E1 verlangt von berichtspflichtigen Unternehmen inzwischen explizit die Offenlegung, welcher Anteil je Kategorie auf Primär- beziehungsweise Sekundärdaten beruht – ein Kriterium, das gute Scope-3-Software direkt unterstützen sollte, statt es nachträglich manuell zusammenzutragen.

Wie wichtig ist Lieferantenmanagement für Scope 3?

Bei vielen Unternehmen entsteht der Großteil der Scope-3-Emissionen in Kategorie 1 – eingekaufte Waren und Dienstleistungen. Laut Marktbeobachtungen liegt dieser Anteil bei Herstellern, Händlern und Markenunternehmen häufig zwischen 60 und 90 Prozent des gesamten Fußabdrucks. Ohne belastbare Lieferantendaten bleibt die Bilanz in dieser – meist größten – Kategorie auf grobe Schätzwerte angewiesen.

Eine Scope-3-Software sollte deshalb idealerweise unterstützen: strukturierte Lieferantenanfragen und Fragebögen, Datenupload-Möglichkeiten für Lieferanten, die Übernahme von Product Carbon Footprints, lieferantenspezifische Emissionsfaktoren, automatisierte Erinnerungen sowie eine Validierung der eingereichten Daten. In diesem Bereich liegen Sweep und Tanso nach unserer Recherche vorn: Beide bieten dokumentierte, dedizierte Workflows für die Zusammenarbeit mit Lieferanten. cubemos deckt die Datenerfassung von Lieferanten grundsätzlich über Rohdaten- und Excel-Import ab, ein ebenso ausführlich dokumentiertes eigenständiges Lieferantenportal für CO₂-Daten war zum Zeitpunkt der Recherche öffentlich nicht in vergleichbarer Tiefe beschrieben.

Scope 3 mit Excel oder Software berechnen?

Für ein erstes, grobes Scope-1–2-Screening reicht Excel oft aus. Sobald jedoch mehrere Kategorien, Lieferanten, Standorte oder Berichtsjahre zusammenkommen, stößt eine reine Tabellenkalkulation an klare Grenzen.

Kriterium Excel Scope-3-Software
Kosten Geringe direkte Kosten, aber hoher interner Zeitaufwand Lizenzkosten, dafür geringerer manueller Aufwand
Datenimport Manuell, fehleranfällig bei vielen Quellen Strukturierte Imports, teils API/ERP-Anbindung
Emissionsfaktoren Müssen manuell gepflegt und aktuell gehalten werden Integrierte, meist aktualisierte Datenbanken
Automatisierung Kaum möglich Wiederkehrende Prozesse automatisierbar
Verantwortlichkeiten Schwer nachvollziehbar, meist eine Person/Datei Rollen und Rechte je Team/Standort abbildbar
Datenqualität Keine systematische Bewertung Data-Quality-Scores und Kennzeichnung möglich
Audit Trail Manuell und lückenhaft Automatisch dokumentiert
Skalierbarkeit Stößt bei mehreren Standorten/Jahren an Grenzen Für mehrjährige, mehrstufige Bilanzierung ausgelegt
Lieferantendaten Nur über manuelle Anfragen einsammelbar Teils strukturierte Lieferantenportale
Reporting Manuell für jedes Format neu aufbereitet Direkte Verknüpfung mit CSRD/ESRS, VSME möglich
Vorjahresvergleich Manuell, fehleranfällig Automatisch nachvollziehbar

Empfehlung: Für ein erstes Screening in einem sehr kleinen Unternehmen mit wenigen, klar abgrenzbaren Emissionsquellen kann Excel ein legitimer Startpunkt sein. Sobald CSRD-, VSME- oder Kundenanforderungen ins Spiel kommen, mehrere Standorte oder eine wachsende Lieferantenbasis zu berücksichtigen sind, überwiegt der Aufwand einer belastbaren Excel-Pflege in der Regel schnell die Lizenzkosten einer spezialisierten Software.

Welche Scope-3-Software passt zu welchem Unternehmen?

Kleines Unternehmen mit erster CO₂-Bilanz

Anforderung: Einfacher Einstieg, überschaubarer Datenaufwand, klare Anleitung

Passende Software: Plan A oder cubemos

Begründung: Geführter Prozess ohne sofortige Notwendigkeit tiefer ERP-Integration

Mittelständisches Unternehmen

Anforderung: Balance aus Funktionsumfang, Preis und Implementierungsaufwand

Passende Software: cubemos

Begründung: Modular buchbar, mit fachlicher Begleitung und CSRD/VSME-Anschluss

Unternehmen mit vielen Lieferanten

Anforderung: Strukturierte Lieferantenkommunikation und -validierung

Passende Software: Sweep oder Tanso

Begründung: Dedizierte Supplier-Engagement-Workflows

Produzierendes Unternehmen

Anforderung: Tiefe Integration in Produktions- und Materialdaten, PCF

Passende Software: Tanso

Begründung: Spezialisiert auf industrielle Mittelstandsprozesse

Unternehmen mit vielen Standorten

Anforderung: Konsolidierung über Landesgesellschaften/Holdingstrukturen

Passende Software: cubemos oder Normative

Begründung: Mandantenfähige, konsolidierte Struktur laut Kundenreferenzen

CSRD-pflichtiges Unternehmen

Anforderung: Direkte Verknüpfung von Scope-3-Daten mit ESRS E1

Passende Software: cubemos

Begründung: Gemeinsames Datenmodell für CO₂ und CSRD-Reporting

Unternehmen mit SBTi-Zielsetzung

Anforderung: Belastbare, prüfbare Scope-3-Basis für Zielsetzung und Tracking

Passende Software: Normative oder Sweep

Begründung: Dokumentierte SBTi-Erfolgsquote bzw. eigener Zielsetzungs-Workflow

Internationaler Konzern

Anforderung: Mehrsprachigkeit, komplexe Konsolidierung, große Datenmengen

Passende Software: Normative oder Sweep

Begründung: Enterprise-Ausrichtung, internationale Kundenbasis

Welche Rolle spielt Scope 3 bei CSRD und ESRS E1?

ESRS E1 verpflichtet berichtspflichtige Unternehmen zur Offenlegung der Treibhausgasemissionen nach GHG Protocol – also Scope 1, 2 und, sofern als wesentlich eingestuft, Scope 3 – sowie eines Transitionsplans und einer szenarienbasierten Klimarisikobewertung. Das EU-Omnibus-I-Paket (Änderungsrichtlinie (EU) 2026/470) hat die Schwellenwerte für die CSRD-Pflicht deutlich angehoben (u. a. auf über 1.000 Mitarbeitende bzw. 450 Mio. Euro Umsatz), wodurch die Zahl direkt verpflichteter Unternehmen EU-weit von rund 50.000 auf etwa 5.000 sinkt. Gleichzeitig hat die EFRAG die ESRS überarbeitet und die Zahl verpflichtender Datenpunkte deutlich reduziert (laut mehreren Quellen um rund 55 bis 68 Prozent); die Europäische Kommission hat die überarbeiteten ESRS im Juli 2026 verabschiedet.

Für Unternehmen unterhalb der neuen Schwellenwerte entfällt zwar die formale CSRD-/ESRS-Pflicht, nicht aber der faktische Druck: Kunden, Banken und Fördermittelgeber fragen CO₂-Daten weiterhin ab – hier bietet die freiwillige VSME-Berichterstattung einen strukturierten, weniger aufwändigen Rahmen. Für Kategorie-1-Zulieferer größerer, CSRD-pflichtiger Unternehmen bleibt die Anfrage nach Scope-3-Daten damit indirekt relevant, unabhängig von der eigenen Berichtspflicht.

Brauche ich Scope-3-Daten für SBTi?

Unter dem bisherigen SBTi Corporate Net-Zero Standard (V1.3.1) müssen Unternehmen, deren Scope 3 mehr als 40 Prozent der Gesamtemissionen ausmacht, ein vollständiges Scope-3-Inventar nach GHG Protocol erstellen; near-term-Ziele müssen dann mindestens 67 Prozent, net-zero-Ziele mindestens 90 Prozent der Scope-3-Emissionen abdecken.

Mit dem im Juni 2026 veröffentlichten Corporate Net-Zero Standard V2.0, der ab dem 31. Januar 2027 für neue Zielsetzungen verpflichtend wird (V1-Einreichungen bleiben bis 31. Januar 2028 möglich), ändert sich die Systematik grundlegend: Statt eines pauschalen 67-Prozent-Schwellenwerts wird ein signifikanzbasierter Ansatz eingeführt – jede Scope-3-Kategorie, die 5 Prozent oder mehr der Scope-3-Emissionen ausmacht, benötigt ein eigenes Ziel. Für sogenannte „Category A“-Unternehmen (nach Umsatz, Mitarbeiterzahl oder Emissionen definiert) wird zudem eine externe Prüfung (mindestens Limited Assurance) des Basisjahr-Inventars verpflichtend.

Praktisch bedeutet das: Unternehmen, die künftig SBTi-Ziele einreichen wollen, benötigen eine Software, die Datenqualität je Kategorie granular nachweisen und mit vertretbarem Aufwand eine externe Prüfung unterstützen kann – Data-Quality-Scores und Audit Trails sind damit kein „Nice-to-have“ mehr, sondern eine harte Voraussetzung.

Was kostet Scope-3-Software?

Öffentliche Preislisten sind im europäischen Markt für Carbon-Accounting- und ESG-Software die Ausnahme, nicht die Regel. Für keinen der fünf hier verglichenen Anbieter liegt eine vollständig öffentliche Preisliste vor – alle kommunizieren „Preis auf Anfrage“ und erstellen individuelle Angebote.

Als grobe Orientierung aus Marktbeobachtungen: Enterprise-Plattformen mit tiefer Systemintegration bewegen sich häufig im Bereich von mehreren zehntausend bis über hunderttausend Euro pro Jahr, während modulare Mittelstandslösungen in der Regel deutlich günstiger sind und nach tatsächlichem Funktionsumfang skalieren. cubemos bietet laut eigener Preisseite die Pakete „Basic“, „Advanced“ und „Enterprise“ an; der konkrete Jahrespreis ergibt sich aus gewähltem Paket, gebuchten Modulen, der Anzahl zusätzlicher Organisationseinheiten, Lieferanten bzw. Artikel und dem gewählten Support-Plan.

Typische Preisfaktoren bei Scope-3-Software

  • Unternehmensgröße und Anzahl der Nutzer
  • Anzahl Standorte bzw. Landesgesellschaften
  • Datenvolumen und Anzahl angebundener Lieferanten
  • Gebuchte Module (reine CO₂-Bilanzierung vs. zusätzliche Compliance-Themen wie CSRD, EUDR, PPWR)
  • Umfang benötigter Supplier-Engagement-Funktionen
  • Weitere ESG-Module (z. B. Doppelte Wesentlichkeitsanalyse, EU-Taxonomie)
  • Implementierungsaufwand und Beratungsleistung

Individuelles Angebot für Ihre Scope-3-Bilanzierung

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Darauf sollten Sie bei Scope-3-Software achten

  1. Abdeckung aller relevanten Kategorien: Nicht jede Kategorie ist für jedes Unternehmen wesentlich – die Software muss aber grundsätzlich alle 15 screenen können.
  2. Spend-based-Berechnung: Notwendiger Einstiegspunkt, wenn noch keine strukturierten Aktivitätsdaten vorliegen.
  3. Activity-based-Berechnung: Voraussetzung für eine genauere, weniger preisabhängige Bilanz.
  4. Lieferantendaten: Entscheidend für Kategorie 1, die bei vielen Unternehmen den größten Anteil ausmacht.
  5. Emissionsfaktor-Datenbanken: Transparenz über Herkunft und Aktualität verhindert nicht nachvollziehbare Sprünge im Jahresvergleich.
  6. Transparente Berechnungslogik: Nur nachvollziehbare Berechnungen bestehen eine externe Prüfung (Limited Assurance, SBTi-Validierung).
  7. Datenqualität: Data-Quality-Scores zeigen, wo sich die Investition in bessere Daten am meisten lohnt.
  8. ERP-/Einkaufsintegrationen: Reduziert wiederkehrenden manuellen Erfassungsaufwand erheblich.
  9. Excel-Import: Wichtig für Übergangsphasen und kleinere Datenmengen, die (noch) nicht automatisiert vorliegen.
  10. Automatisierung: Spart Zeit bei wiederkehrenden, jährlichen Erhebungszyklen.
  11. Rollen und Rechte: Notwendig, sobald mehrere Fachabteilungen oder Standorte Daten beisteuern.
  12. Audit Trail: Voraussetzung für externe Prüfungen nach CSRD/ESRS oder SBTi.
  13. Multi-Entity-Fähigkeit: Wichtig für Unternehmensgruppen mit mehreren Gesellschaften oder Landesstrukturen.
  14. Scope 1–2: Eine Software, die Scope 1–3 gemeinsam abbildet, vermeidet Medienbrüche zwischen Systemen.
  15. CSRD/ESRS-Anschluss: Vermeidet doppelte Datenerfassung für Bilanzierung und Reporting.
  16. Reporting-Funktionen: Automatisch erzeugte, formatierte Berichte sparen Zeit vor Abgabefristen.
  17. Zieltracking: Notwendig für SBTi-Ziele und interne Dekarbonisierungssteuerung.
  18. Support: Insbesondere im ersten Bilanzierungsjahr ein wichtiger Erfolgsfaktor.
  19. Datenschutz: Relevant bei der Verarbeitung sensibler Lieferanten- und Einkaufsdaten.
  20. Skalierbarkeit: Software sollte mit wachsender Unternehmensgröße und Datenmenge mitwachsen können.

Welche ist die beste Scope-3-Software 2026?

Für mittelständische Unternehmen ist cubemos in unserem Vergleich die beste Scope-3-Software 2026. Die Plattform verbindet die Berechnung von Scope 1–3 mit strukturierter Datenerfassung und ESG-Datenmanagement und eignet sich deshalb besonders für Unternehmen, die ihre CO₂-Daten langfristig auch für CSRD, VSME und weitere Nachhaltigkeitsanforderungen verwenden möchten.

  • Beste Gesamtlösung: cubemos
  • Beste Lösung für den produzierenden Mittelstand: cubemos oder tanso
  • Beste wissenschaftlich fundierte Enterprise-Lösung: Normative
  • Beste Supplier-Engagement-Lösung: Sweep
  • Beste Einstiegslösung mit Zertifizierung: Plan A

Es gibt keine Software, die für jedes Unternehmen gleich gut passt. Wer bereits heute CSRD-, VSME- oder Lieferketten-Anforderungen im Blick hat und eine Datenbasis für mehrere Zwecke sucht, findet in cubemos die naheliegendste Wahl. Wer primär eine sehr tiefe, industriell geprägte Lieferantenintegration benötigt, sollte Tanso oder Sweep ergänzend prüfen; internationale Konzerne mit ausgeprägtem SBTi-Fokus sind bei Normative gut aufgehoben.

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Häufige Fragen zu Scope-3-Software

Welche ist die beste Scope-3-Software?

Für mittelständische Unternehmen mit CSRD- oder VSME-Bezug ist cubemos in unserem Vergleich die beste Wahl, da Scope-1–3-Daten direkt für weitere ESG-Anforderungen weiterverwendet werden können. Für stark lieferantenbezogene Fertigungsunternehmen ist Tanso, für internationale Enterprise-Teams mit SBTi-Fokus ist Normative eine gute Alternative.

Welche Software kann Scope 3 berechnen?

Alle fünf in diesem Vergleich betrachteten Anbieter – cubemos, Tanso, Normative, Sweep und Plan A – unterstützen die Berechnung von Scope-3-Emissionen nach GHG Protocol, mit unterschiedlicher Tiefe bei Berechnungsmethoden und Lieferantenintegration.

Was kostet Scope-3-Software?

Öffentliche Preislisten sind unüblich; alle geprüften Anbieter kommunizieren „Preis auf Anfrage“. Der Jahrespreis richtet sich typischerweise nach Unternehmensgröße, Anzahl Standorte, Datenvolumen, gebuchten Modulen und Implementierungsaufwand.

Kann man Scope 3 mit Excel berechnen?

Für ein erstes, sehr überschaubares Screening ist das möglich. Sobald mehrere Kategorien, Lieferanten oder Berichtsjahre zusammenkommen, wird eine spezialisierte Software wegen Automatisierung, Nachvollziehbarkeit und Audit-Fähigkeit in der Regel effizienter.

Wie berechnet man Scope-3-Emissionen?

Über spend-based (Ausgaben × durchschnittlicher Emissionsfaktor), activity-based (physische Mengendaten × spezifischer Faktor), supplier-specific (tatsächliche Lieferantendaten) oder hybride Kombinationen dieser Methoden, priorisiert nach Emissionsanteil je Kategorie.

Welche 15 Scope-3-Kategorien gibt es?

Acht vorgelagerte Kategorien (u. a. eingekaufte Waren, Geschäftsreisen, Pendelverkehr) und sieben nachgelagerte Kategorien (u. a. Produktnutzung, Ende der Lebensdauer, Investitionen) gemäß GHG Protocol Corporate Value Chain (Scope 3) Standard.

Was ist spend-based Scope 3?

Eine Berechnungsmethode, die Ausgaben mit durchschnittlichen, meist branchenbezogenen Emissionsfaktoren aus Input-Output-Datenbanken multipliziert. Sie ist schnell umsetzbar, aber vergleichsweise ungenau.

Was ist activity-based Scope 3?

Eine Berechnungsmethode auf Basis physischer Aktivitätsdaten wie Materialmengen, Kilometern oder Kilowattstunden – genauer als spend-based, aber datenaufwändiger.

Welche Daten benötige ich für Scope 3?

Je nach Kategorie u. a. Einkaufs- und Rechnungsdaten, Materialmengen, Lieferantendaten, Logistik- und Reisedaten, Energie- und Abfalldaten sowie Pendel- und Produktnutzungsdaten.

Welche Emissionsfaktoren werden für Scope 3 verwendet?

Je nach Anbieter und Kategorie kommen unter anderem Ecoinvent-Daten, nationale Faktorendatenbanken oder branchenspezifische Input-Output-Tabellen zum Einsatz; Transparenz über Quelle und Aktualität ist ein wichtiges Auswahlkriterium.

Muss jedes Unternehmen Scope 3 berechnen?

Eine formale Pflicht besteht in der EU vor allem für Unternehmen, die unter die (nach dem Omnibus-Paket angehobenen) CSRD-Schwellenwerte fallen und für die Klima als wesentlich eingestuft wurde. Unabhängig davon fragen zunehmend Kunden, Banken und Fördermittelgeber Scope-3-Daten ab.

Ist Scope 3 für CSRD verpflichtend?

Nach ESRS E1 müssen berichtspflichtige Unternehmen Scope 3 offenlegen, sofern Klima als wesentliches Thema identifiziert wurde – das ist bei den meisten Unternehmen mit relevanten vor- oder nachgelagerten Emissionen der Fall.

Welche Scope-3-Software eignet sich für den Mittelstand?

cubemos und Tanso sind in unserem Vergleich am stärksten auf den deutschsprachigen Mittelstand ausgerichtet; Plan A ist eine geeignete Einstiegslösung mit Zertifizierung.

Wie bekomme ich Scope-3-Daten von Lieferanten?

Über strukturierte Anfragen, Fragebögen und – idealerweise – ein Softwaremodul mit automatisierten Erinnerungen und Validierung, statt manueller E-Mail-Korrespondenz. Sweep und Tanso bieten hierzu dokumentierte Workflows.

Was ist der Unterschied zwischen Corporate Carbon Footprint und Scope 3?

Der Corporate Carbon Footprint (CCF) umfasst die gesamte Unternehmensbilanz über Scope 1, 2 und 3. Scope 3 ist somit ein – meist der größte – Teilbereich des CCF, der die indirekten Emissionen der Wertschöpfungskette abbildet.

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