CO2 Accounting

CO₂-Bilanz Software – auch Carbon Accounting Software genannt – erfasst, berechnet und dokumentiert die Treibhausgasemissionen eines Unternehmens oder einzelner Produkte. Grundlage ist in aller Regel das GHG Protocol, das Emissionen in drei Kategorien unterteilt: Scope 1 umfasst direkte Emissionen aus eigenen Quellen wie Fuhrpark oder Produktionsanlagen. Scope 2 betrifft eingekaufte Energie, etwa Strom, Wärme oder Kühlung. Scope 3 fasst alle übrigen indirekten Emissionen entlang der Wertschöpfungskette zusammen – von Einkauf über Logistik bis zur Produktnutzung.
Statt Aktivitätsdaten manuell in Tabellen zu pflegen, verknüpft die Software Datenquellen, ordnet Emissionsfaktoren automatisiert zu und erzeugt daraus einen Corporate Carbon Footprint (CCF) auf Unternehmensebene oder einen Product Carbon Footprint (PCF) auf Produktebene.
Die folgende Übersicht fasst die wichtigsten Anbieter im deutschen und europäischen Markt anhand öffentlich verfügbarer Produktinformationen zusammen. Aufgenommen wurden ausschließlich Funktionen, die sich anhand von Anbieterangaben nachvollziehen lassen.
n. b. = nicht öffentlich bestätigt. Angaben basieren auf Anbieter-Websites und Produktdokumentationen, Stand der Recherche.
Die folgenden Profile ordnen die wichtigsten Anbieter nach Positionierung, Funktionsumfang und Zielgruppe ein. Für den Vergleich wurden öffentlich verfügbare Produktinformationen, Dokumentationen und Anbieterangaben anhand einheitlicher Kriterien ausgewertet – keine eigene Produkttestung.
Kurzfazit: cubemos positioniert CO₂-Bilanzierung nicht als isoliertes Werkzeug, sondern als Teil einer gemeinsamen Datenbasis für mehrere ESG-Compliance-Themen gleichzeitig.
Funktionen: Strukturierte Erfassung von Scope 1, 2 und 3; ein KI-Agent gleicht Aktivitäts- und Ausgabendaten automatisiert mit einer Datenbank aus mehreren hunderttausend Emissionsfaktoren ab; automatisch generierte, auditfähige Berichte mit dokumentiertem Audit Trail; dieselbe Datenbasis lässt sich zusätzlich für CSRD/ESRS, VSME, EU-Taxonomie, EUDR und PPWR nutzen.
Stärken: Besonders geeignet für Unternehmen, die CO₂-Bilanzierung nicht getrennt von anderen regulatorischen Pflichten verwalten wollen, sondern Daten einmal erfassen und mehrfach verwenden möchten. Persönliche Beratung ergänzt die Software.
Mögliche Einschränkungen: Product Carbon Footprint auf Produktebene ist laut Anbieter als eigenes Modul angekündigt, aber noch nicht vollständig verfügbar. Preise werden auf Anfrage kommuniziert, keine öffentliche Preisliste.
Geeignet für: Mittelständische Unternehmen, die CO₂-Bilanzierung im Zusammenhang mit CSRD, VSME oder Lieferketten-Anforderungen angehen wollen.
Kurzfazit: Plan A verbindet TÜV-zertifizierte CO₂-Bilanzierung mit einem eigenen Modul für die CSRD-Berichterstattung und legt den Schwerpunkt auf Klimadaten und Dekarbonisierungsplanung.
Funktionen: Geführter Bilanzierungsprozess für Scope 1–3, Reduktionsempfehlungen auf Basis der berechneten Emissionen, eigenes CSRD-Manager-Modul.
Stärken: Klarer Fokus auf Klimadaten und Zielverfolgung, TÜV-Zertifizierung als Vertrauenssignal, nutzbar vom Mittelstand bis zu internationalen Marken.
Mögliche Einschränkungen: Die volle Breite sozialer und Governance-Themen der ESRS ist laut Marktbeobachtungen ein neuerer Ausbaubereich gegenüber dem ursprünglichen Carbon-Accounting-Fokus. Öffentliche Preisangaben fehlen; Drittquellen schätzen den Einstieg im niedrigen fünfstelligen Bereich pro Jahr.
Geeignet für: Unternehmen, die Klimabilanzierung und CSRD-Reporting aus einer Hand mit Zertifizierungsnachweis suchen.
Kurzfazit: Normative gilt als einer der Pioniere der automatisierten CO₂-Bilanzierung mit Fokus auf wissenschaftliche Genauigkeit und Nachvollziehbarkeit.
Funktionen: Standardisierte Emissionsberechnung nach anerkannten Methodologien, klare Berechnungsregeln und Vorlagen für Vergleichbarkeit zwischen Perioden, laut Anbieter persönlicher GHG-Protocol-zertifizierter Klimaberater je Kunde.
Stärken: Hoher methodischer Anspruch, geeignet für Unternehmen mit ambitionierten, wissenschaftsbasierten Klimazielen (z. B. SBTi).
Mögliche Einschränkungen: Positionierung und Preismodell richten sich laut Marktbeobachtungen eher an größere Unternehmen mit entsprechendem Budget; öffentliche Preisangaben liegen nicht vor.
Geeignet für: Größere Unternehmen mit hohem Anspruch an methodische Genauigkeit und wissenschaftsbasierte Klimaziele.
Kurzfazit: Greenly ist ein französischer Anbieter mit Fokus auf schnellen Einstieg und automatisierte Datenerfassung über bestehende Buchhaltungssysteme.
Funktionen: Anbindung an Buchhaltungstools wie Xero oder QuickBooks, ausgabenbasierte Berechnung mit automatisierter Anomalie-Erkennung, vorformatierte Reports, Unterstützung für CSRD, SBTi und CDP.
Stärken: Niedrige Einstiegshürde, transparente Preisgestaltung, gut geeignet für Unternehmen ohne eigene Nachhaltigkeitsabteilung.
Mögliche Einschränkungen: Laut Marktbeobachtungen bietet Greenly kein durchgängig deutschsprachiges Angebot, was für einzelne Mittelstandsprozesse relevant sein kann. Externe Quellen nennen Einstiegspreise ab rund 3.000 £ pro Jahr bis rund 9.000 £ für höhere Tarifstufen.
Geeignet für: KMU und Mid-Market-Unternehmen in der EU mit Fokus auf schnellen, unkomplizierten Einstieg.
Kurzfazit: Sweep adressiert Unternehmen mit mehreren Abteilungen, Tochtergesellschaften oder Partnern und legt den Schwerpunkt auf Datenaustausch entlang der Wertschöpfungskette.
Funktionen: Erfassung von Emissionsdaten über mehrere Organisationseinheiten hinweg, kollaborative Werkzeuge für Lieferantendaten, Unterstützung bei der Audit-Vorbereitung.
Stärken: Gut geeignet, wenn Scope-3-Daten aktiv bei Lieferanten oder Partnern eingeholt werden müssen.
Mögliche Einschränkungen: Detaillierte, öffentlich einsehbare Funktionsangaben zu Emissionsfaktor-Datenbanken oder Preismodellen sind begrenzt verfügbar.
Geeignet für: Unternehmen mit komplexer Konzernstruktur oder ausgeprägtem Bedarf an Lieferanten-Datenerhebung.
Kurzfazit: Cozero positioniert sich als Carbon-Controlling-Lösung für Finance- und Nachhaltigkeitsverantwortliche mit Schwerpunkt auf Industrie und Logistik.
Funktionen: Zentralisierte Erfassung von Scope 1–3 über Einheiten und Standorte mit Genauigkeits- und Prüfbarkeitsanspruch aus der Finanzberichterstattung, Modellierung von Emissionsszenarien, Bewertung von Dekarbonisierungsmaßnahmen nach ROI und Amortisation.
Stärken: Finance-nahe Herangehensweise mit Business-Case-Bezug für Reduktionsmaßnahmen, laut Anbieter ohne eigene Kompensationsangebote.
Mögliche Einschränkungen: Der Fokus auf Industrie/Logistik kann für andere Branchen weniger passgenau sein. Öffentliche Preisangaben liegen nicht vor.
Geeignet für: Industrie- und Logistikunternehmen mit Bedarf an finanzieller Bewertung von Klimamaßnahmen.
Kurzfazit: osapiens bietet eine modulare ESG-Plattform, die laut Marktvergleichen unter anderem CSRD/ESRS und EUDR abdeckt, mit einem eigenen Einstiegsangebot für kleinere Organisationen.
Funktionen: Modulares Angebot (u. a. EASY START) für den Einstieg, CSRD/ESRS-Unterstützung, öffentlich bestätigte EUDR-Funktionalität.
Stärken: Flexibel skalierbar zwischen Einstiegs- und Konzernlösung innerhalb derselben Plattformfamilie.
Mögliche Einschränkungen: Der CO₂-Bilanzierungsumfang im Detail (z. B. Tiefe der Scope-3-Erhebung) ist öffentlich weniger granular dokumentiert als bei reinen Carbon-Accounting-Spezialisten.
Geeignet für: Unternehmen, die CO₂-Bilanzierung im Rahmen einer breiteren ESG-/Compliance-Plattform abbilden wollen.
Kurzfazit: ClimatePartner kombiniert einen eigenen Carbon Footprint Calculator mit langjähriger Erfahrung in der Finanzierung von Klimaschutzprojekten.
Funktionen: CCF-Modul mit Bezug zu CSRD-ESRS-E1-Datenpunkten und FLAG-Zuordnung für SBTi, sowohl aktivitätsbasierte als auch ausgabenbasierte Erfassung.
Stärken: Sinnvoll für Unternehmen, die CO₂-Bilanzierung und Klimaschutzprojekte bzw. Kompensation aus einer Hand suchen.
Mögliche Einschränkungen: Der Schwerpunkt liegt historisch stärker auf Klimaschutzprojekten/Kompensation als auf einer breiten ESG-Reporting-Plattform.
Geeignet für: Unternehmen, die neben der Bilanzierung auch Klimaschutzengagement kommunizieren möchten.
Kurzfazit: ecocockpit ist ein kostenfreies, browserbasiertes Tool der Effizienz-Agentur NRW für den niedrigschwelligen Einstieg in die CO₂-Bilanzierung.
Funktionen: Erstellung von CCF und PCF, Identifikation der größten Emissionstreiber, geführter Einstieg ohne Lizenzkosten.
Stärken: Kostenfrei und ohne Vertriebsprozess nutzbar – geeignet, um ein erstes Gefühl für die eigene CO₂-Bilanz zu bekommen.
Mögliche Einschränkungen: Laut Marktbeobachtungen stößt das Tool bei wiederkehrenden Berichten, hoher Datenmenge und Automatisierungsbedarf an Grenzen; keine direkte CSRD-Anbindung.
Geeignet für: Kleine Unternehmen und Erstbilanzierer ohne komplexe Scope-3-Anforderungen.
Die folgenden Kriterien dienen gleichzeitig als Kaufberatung – unabhängig davon, für welchen Anbieter sich ein Unternehmen am Ende entscheidet.
Scope 3 macht in den meisten Branchen 70–90 % der Gesamtbilanz aus. Eine Software, die Scope 3 nur oberflächlich unterstützt, liefert am Ende ein unvollständiges Bild – auch wenn Scope 1 und 2 sauber erfasst sind.
Das GHG Protocol ist der international am weitesten verbreitete Standard für Corporate Carbon Footprints und die Grundlage für CSRD/ESRS E1, SBTi und die meisten nationalen Vorgaben. Software, die nicht klar auf das GHG Protocol referenziert, erschwert die spätere externe Kommunikation und Prüfung.
Wichtig sind Größe und Aktualität der Emissionsfaktor-Datenbank, die Herkunft der Faktoren, die Möglichkeit eigene bzw. lieferantenspezifische Faktoren zu hinterlegen sowie die Nachvollziehbarkeit: Jeder verwendete Faktor sollte einer Quelle und Version zuordenbar sein.
Scope 3 verteilt sich auf bis zu 15 Kategorien, von Einkauf über Transport bis zur Produktnutzung. Relevante Fragen: Lassen sich Lieferantendaten strukturiert einholen? Unterstützt die Software sowohl spend-based (ausgabenbasierte) als auch activity-based (aktivitätsbasierte) Berechnung? Können Primärdaten (echte Lieferantenwerte) und Sekundärdaten (Durchschnittsfaktoren) unterschieden werden?
Eine Anbindung an ERP-, Buchhaltungs- oder Einkaufssysteme reduziert manuelle Doppelerfassung erheblich und senkt das Fehlerrisiko bei wiederkehrenden Bilanzierungen.
Bei mehreren Standorten oder Landesgesellschaften sollten unterschiedliche Verantwortliche Daten dezentral erfassen können, während zentral konsolidiert und geprüft wird.
Jede Berechnung sollte nachvollziehbar dokumentiert sein – inklusive verwendeter Emissionsfaktoren, Datenquellen und Berechnungslogik. Das erleichtert sowohl interne Qualitätssicherung als auch externe Prüfungen.
Ergebnisse sollten sich in gängige Formate exportieren und für unterschiedliche Adressaten aufbereiten lassen – von der internen Steuerung bis zur externen Kommunikation gegenüber Banken oder Kunden.
Unternehmen, die absehbar auch CSRD/ESRS, VSME, EU-Taxonomie oder Lieferketten-Sorgfaltspflichten bearbeiten müssen, profitieren davon, wenn CO₂-Daten ohne doppelte Erfassung in diese Berichte einfließen können.
Für eine erste, einfache Bilanz an einem einzelnen Standort kann Excel ausreichend sein. Bei wiederkehrenden Bilanzierungen, mehreren Standorten, vielen Datenquellen oder umfangreichem Scope 3 steigt der Nutzen einer spezialisierten Software deutlich – vor allem durch Zeitersparnis und geringere Fehleranfälligkeit.
Die Preisspanne ist groß: Kostenfreie Einstiegstools wie ecocockpit stehen neben SaaS-Lösungen im mittleren vierstelligen Bereich pro Jahr und Enterprise-Plattformen mit fünf- bis sechsstelligen Jahresbeträgen. Typische Preisfaktoren sind:
Die meisten Anbieter im deutschsprachigen Raum, darunter cubemos, Normative, Cozero und Sweep, kommunizieren keine öffentlichen Preise und verweisen auf ein individuelles Angebot. Greenly nennt mit rund 3.000 bis 9.000 £ pro Jahr eine öffentliche Preisspanne, für Plan A finden sich in Drittquellen Schätzungen im niedrigen fünfstelligen Euro- bzw. US-Dollar-Bereich pro Jahr. ecocockpit ist kostenfrei nutzbar. Wo keine belastbaren Preisangaben vorlagen, wurde in diesem Artikel bewusst auf Schätzungen verzichtet.
Kostenfreie oder niedrigschwellige Tools wie ecocockpit eignen sich, um ein erstes Gefühl für die eigene Emissionsstruktur zu bekommen. Sobald Bilanzierung wiederkehrend wird oder Kunden/Banken belastbare Zahlen verlangen, lohnt sich der Blick auf spezialisierte SaaS-Lösungen mit geführtem Prozess, etwa Greenly oder Plan A.
Wenn CO₂-Bilanzierung parallel zu CSRD, VSME, EU-Taxonomie oder Lieferketten-Anforderungen ansteht, ist eine gemeinsame Datenbasis über mehrere Module hinweg sinnvoll, statt Emissionsdaten für jeden Anwendungsfall erneut zu erfassen. Anbieter wie cubemos oder osapiens sind darauf ausgelegt.
Unternehmen mit hohem Anspruch an wissenschaftliche Genauigkeit, etwa im Zusammenhang mit SBTi, finden bei Anbietern wie Normative eine entsprechend ausgerichtete Methodik und persönliche Klimaberatung.
Wer viele Lieferanten strukturiert einbinden muss, profitiert von Anbietern mit ausgeprägten Kollaborationsfunktionen für Scope-3-Datenerhebung, etwa cubemos.
Unternehmen mit hohem Energie- und Transportanteil finden bei branchenfokussierten Lösungen wie Cozero einen stärkeren Bezug zu finanzieller Bewertung von Reduktionsmaßnahmen.
Der Umstieg lohnt sich in der Regel, sobald mehr als ein Standort, wiederkehrende Bilanzierungszyklen oder eine externe Prüfung hinzukommen. Bis dahin kann eine sauber dokumentierte Excel-Bilanz ausreichend sein.
Eine kompakte Entscheidungshilfe für die interne Abstimmung:
Für den Vergleich wurden öffentlich verfügbare Produktinformationen, Dokumentationen und Anbieterangaben anhand einheitlicher Kriterien ausgewertet – keine eigene Produkttestung. Bewertungskriterien waren unter anderem:
Wo Anbieter keine öffentlichen Preise oder Funktionsdetails kommunizieren, wurde dies im Artikel transparent so ausgewiesen, statt Angaben zu schätzen oder zu erfinden.
Was ist eine CO₂-Bilanz Software?
Eine CO₂-Bilanz Software erfasst und berechnet die Treibhausgasemissionen eines Unternehmens oder Produkts, in der Regel nach dem GHG Protocol, und ordnet dabei Aktivitätsdaten automatisiert passende Emissionsfaktoren zu.
Welche ist die beste CO₂-Bilanz Software?
Die beste CO₂-Bilanz Software hängt von Unternehmensgröße, Bilanzierungsumfang und Datenkomplexität ab. Entscheidend sind vor allem Scope-1-bis-Scope-3-Unterstützung, die Qualität der Emissionsfaktoren, Datenimporte, Auditierbarkeit und die Anbindung an weiteres Nachhaltigkeitsreporting.
Was kostet eine CO₂-Bilanz Software?
Die Preisspanne reicht von kostenfreien Einstiegstools bis zu Enterprise-Lösungen im fünf- bis sechsstelligen Jahresbereich. Viele Anbieter kommunizieren Preise nur auf Anfrage, da diese von Unternehmensgröße, Standorten und gebuchten Modulen abhängen.
Kann ich eine CO₂-Bilanz selbst erstellen?
Ja, insbesondere für eine erste, einfache Bilanz an einem Standort. Mit steigender Komplexität – mehrere Standorte, wiederkehrende Zyklen, umfangreicher Scope 3 – wird der manuelle Aufwand jedoch schnell hoch.
Kann eine CO₂-Bilanz mit Excel erstellt werden?
Für kleine, einfache Bilanzen ist Excel grundsätzlich geeignet. Bei mehreren Standorten, vielen Datenquellen oder umfangreichem Scope 3 steigt der Nutzen einer spezialisierten Software deutlich, unter anderem durch geringere Fehleranfälligkeit und bessere Nachvollziehbarkeit.
Welche Software unterstützt Scope 1, 2 und 3?
Die meisten in diesem Artikel verglichenen Anbieter, darunter cubemos, Plan A, Normative, Greenly, Sweep, Cozero und osapiens, decken laut eigenen Angaben Scope 1 bis 3 ab – der Automatisierungsgrad bei der Scope-3-Datenerhebung unterscheidet sich jedoch deutlich.
Welche Software eignet sich besonders für Scope 3?
Anbieter mit ausgeprägten Kollaborationsfunktionen für Lieferantendaten, etwa Sweep, oder mit KI-gestützter automatisierter Zuordnung von Emissionsfaktoren, etwa cubemos, reduzieren den manuellen Aufwand bei der Scope-3-Erhebung.
Was ist Carbon Accounting Software?
Carbon Accounting Software ist die englische Bezeichnung für CO₂-Bilanz Software – also Software zur systematischen Erfassung, Berechnung und Dokumentation von Treibhausgasemissionen.
Welche Standards sollte eine CO₂-Bilanz Software unterstützen?
Zentral ist das GHG Protocol als international am weitesten verbreiteter Standard. Für die externe Verifizierung ist zusätzlich ISO 14064-3 relevant, für den Product Carbon Footprint ISO 14067. Für die Weiterverwendung der Daten ist außerdem die Anschlussfähigkeit an CSRD/ESRS E1 relevant.
Wie lange dauert die Erstellung einer CO₂-Bilanz?
Das hängt stark von Datenverfügbarkeit, Anzahl der Standorte und Scope-3-Komplexität ab. Mit strukturierter Software und bereits vorhandenen Daten lässt sich der wiederkehrende Aufwand gegenüber dem ersten Bilanzierungsjahr deutlich reduzieren.


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