Reporting

Viele CSRD-Softwareentscheidungen wurden 2023 oder 2024 getroffen – unter Annahmen, die heute nicht mehr gelten. Seit dem 18. März 2026 ist die Omnibus-Richtlinie (EU) 2026/470 in Kraft: Nur noch Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden und über 450 Mio. Euro Jahresumsatz sind ab dem Geschäftsjahr 2027 CSRD-berichtspflichtig. Die verpflichtenden ESRS-Datenpunkte wurden um rund 57–61 % reduziert, sektorspezifische Standards entfallen als verbindliche Vorgabe.
Für viele Unternehmen bedeutet das: Die Software, die vor zwei Jahren für ein maximales, sektorspezifisches CSRD-Reporting ausgelegt wurde, ist heute überdimensioniert – oder das Unternehmen fällt ganz aus der Berichtspflicht und braucht stattdessen eine schlankere Lösung für VSME, CO₂-Bilanzierung oder Kundenanfragen entlang der Lieferkette.
Gleichzeitig zeigt der erste Reporting-Zyklus vielen Teams erst in der Praxis, welche Funktionen wirklich zählen. Die beste Softwareentscheidung von vor zwei Jahren muss heute nicht mehr die beste sein – weder regulatorisch noch operativ.
Typische Warnsignale sind manuelle Nacharbeit in Excel, langsame regulatorische Updates, eine umständliche doppelte Wesentlichkeitsanalyse, fehlender Audit Trail, hohe versteckte Zusatzkosten, schwacher fachlicher Support und Software, die nur CSRD statt mehrerer ESG-Pflichten abdeckt.
Aus der Praxis: Unternehmen merken häufig erst während der ersten Datenerhebung, ob eine Software wirklich zu ihren Prozessen passt. Besonders kritisch wird es, wenn ESG-Daten außerhalb der Plattform nachbearbeitet werden müssen oder Verantwortlichkeiten und Änderungen nicht nachvollziehbar dokumentiert werden können.
Einzelne fehlende Funktionen oder kleinere Schulungsprobleme rechtfertigen meist keinen Wechsel. Strukturelle Probleme wie fehlender Audit Trail, dauerhaft hoher manueller Aufwand, stark steigende Kosten oder fehlende regulatorische Updates sprechen dagegen klar für einen Marktvergleich.
Die Kosten des Nicht-Wechselns entstehen nicht durch eine einzelne Rechnung, sondern durch wiederkehrenden manuellen Aufwand, Excel-Nacharbeit, externe Beratung, Fehlerkorrekturen und ineffiziente Freigabeprozesse – oft über mehrere Berichtsjahre hinweg.
Die meisten Unternehmen fragen zuerst: "Was kostet der Wechsel?" Wirtschaftlich relevanter ist jedoch die Gegenfrage: "Was kostet es, nicht zu wechseln?"
Eine einfache Orientierung:
Kosten der aktuellen Lösung = Lizenzkosten + interne Arbeitszeit + externe Beratung + Zusatztools + Fehler- und Prüfungsaufwand
Wechselkosten = Migration + Onboarding + Schulung + neue Lizenz
Ein einmaliger Wechselaufwand ist häufig günstiger als mehrere weitere Jahre mit einer ineffizienten Lösung – insbesondere wenn sich die Kosten des Nicht-Wechselns jährlich wiederholen, während der Wechselaufwand einmalig anfällt.
Direct Answer: Ein CSRD-Softwarewechsel gelingt strukturiert in sechs Schritten: Probleme dokumentieren, Anforderungen neu definieren, Datenexport prüfen, Anbieter vergleichen, Migration und Onboarding planen und den Wechsel vor dem nächsten Reporting-Zyklus abschließen.
Statt "das Tool gefällt uns nicht" konkrete KPIs erfassen: Zeitaufwand pro Datenpunkt, Kosten pro Modul, Nutzerzufriedenheit, Anteil manueller Arbeit, fehlende Funktionen, durchschnittliche Supportzeiten.
Was hat Ihr Team aus dem bisherigen Tool gelernt? Welche Regelwerke sind nach dem Omnibus-Update tatsächlich noch relevant – CSRD/ESRS, VSME, CO₂, EUDR, PPWR, LkSG/CSDDD?
Besonders wichtig sind Stammdaten, historische ESG-Kennzahlen, IROs und Wesentlichkeitsbewertungen, Dokumentationen und Nachweise, Kommentare und Anhänge sowie Nutzer- und Freigabestrukturen.
Nicht 50 Anbieter sichten, sondern eine strukturierte Shortlist anhand klarer Kriterien bilden (siehe Vergleichstabelle weiter unten).
Altes und neues System können für eine Übergangsphase parallel betrieben werden, um Datenverluste zu vermeiden.
Ein Wechsel mitten in einer laufenden Datenerhebung ist deutlich risikoreicher als ein Wechsel zwischen zwei Zyklen.
Geeignete Zeitpunkte für einen Wechsel sind der Abschluss eines Reporting-Zyklus, der Zeitraum vor einer Vertragsverlängerung oder vor dem Kauf zusätzlicher Module. Unmittelbar vor einer kritischen Reporting-Deadline sollte dagegen nicht mehr gewechselt werden.
Ein Wechsel eignet sich besonders:
Unmittelbar vor einer kritischen Reporting-Deadline ist eine saubere Migration kaum mehr möglich. Auch mitten in einer laufenden doppelten Wesentlichkeitsanalyse oder kurz vor einer externen Prüfung ist ein Wechsel riskant. In solchen Fällen ist es sinnvoller, den aktuellen Zyklus mit der bestehenden Software abzuschließen und den Wechsel gezielt für den Übergang danach zu planen.
Je mehr der folgenden Fragen Sie mit Nein beantworten, desto eher lohnt sich ein struktureller Marktvergleich – als grobe Orientierung gilt: ab etwa sechs ungelösten Punkten sollte ein Anbieterwechsel ernsthaft geprüft werden.
0–2 kritische Punkte: Ein Wechsel ist aktuell vermutlich nicht notwendig.
3–5 kritische Punkte: Ein struktureller Marktvergleich ist sinnvoll.
6 oder mehr kritische Punkte: Ein Anbieterwechsel sollte ernsthaft geprüft werden.
Der Aufwand hängt vor allem von der Datenportabilität der bisherigen Software ab. Stammdaten, historische Kennzahlen, IROs, Wesentlichkeitsbewertungen und Dokumentationen lassen sich in der Regel strukturiert exportieren und in ein neues System übernehmen, sofern der neue Anbieter definierte Importformate unterstützt.
Was bedeutet ein Wechsel der CSRD-Software? Ein CSRD-Softwarewechsel bezeichnet die Migration bestehender ESG- und Reporting-Daten von einer bestehenden Softwarelösung zu einem neuen Anbieter – einschließlich Stammdaten, historischer Werte, Wesentlichkeitsanalyse und Nutzerstrukturen.
Ein häufiger Einwand lautet: "Wir würden gerne wechseln, aber wir haben schon so viele Daten im alten System." In der Praxis lässt sich der Großteil dieser Daten über Excel/CSV-Exporte, strukturierte Berichts-PDFs und Dokumentenarchive übernehmen – der Aufwand liegt weniger im technischen Export als in der sauberen Zuordnung zu den Datenpunkten des neuen Systems.
Wichtig für die Zukunft: Datenportabilität sollte bereits bei der Auswahl der nächsten Software ein zentrales Kriterium sein, damit sich Unternehmen nicht erneut in einen Tool-Lock-in begeben.
Zu den wichtigsten Auswahlkriterien zählen CSRD/ESRS-Abdeckung, Unterstützung der doppelten Wesentlichkeitsanalyse, Audit Trail und Data Lineage, Datenimport und -export, regulatorische Update-Fähigkeit, Skalierbarkeit sowie eine transparente Preisstruktur.
Für Unternehmen, die bereits Erfahrung mit einer CSRD-Software gesammelt haben und jetzt eine einfachere, flexiblere und stärker integrierte Lösung suchen, ist cubemos eine der Optionen, die einen genaueren Blick lohnen.
cubemos ist eine modulare ESG-Compliance-Plattform aus München, die CSRD/ESRS, VSME, CO₂-Bilanzierung, EUDR, PPWR, LkSG/CSDDD und EU-Taxonomie auf einem gemeinsamen Datenmodell abbildet. Für Unternehmen, die nach dem Omnibus-Update entweder aus der CSRD-Pflicht herausfallen oder eine schlankere Lösung für mehrere gleichzeitig relevante Regelwerke benötigen, ist genau diese Kombination relevant: Daten werden einmal erhoben und für mehrere Berichtsformate wiederverwendet, statt für jedes Regelwerk eine eigene Insellösung zu betreiben.
Konkret bietet cubemos für wechselwillige Unternehmen:
Diese Kombination – ein Datenmodell für mehrere Regelwerke, integrierter Audit Trail und fachliche Begleitung – ist genau das, was Unternehmen nach einem ersten frustrierenden CSRD-Softwarezyklus häufig am meisten vermissen.
Sprechen Sie mit uns über Ihren möglichen Wechsel. cubemos kennenlernen und Wechsel besprechen → Sie sind mit Ihrer aktuellen CSRD-Software unzufrieden? Wir prüfen gemeinsam mit Ihnen, ob sich ein Wechsel tatsächlich lohnt und wie Ihre bestehenden Daten und Prozesse in cubemos übernommen werden können – unverbindlich und ohne Verkaufsdruck. Kostenlosen Wechsel-Check vereinbaren → Termin vereinbaren
Ein Wechsel lohnt sich vor allem, wenn die bestehende Lösung regulatorische Änderungen nicht zuverlässig abbildet, unverhältnismäßig hohe Kosten verursacht, Daten weiterhin manuell in Excel gepflegt werden müssen oder zentrale Funktionen für Audit, Wesentlichkeitsanalyse und ESG-Datenmanagement fehlen. Einzelne kleinere Mängel rechtfertigen dagegen meist noch keinen Wechsel.
Typische Anzeichen sind dauerhafte Excel-Nacharbeit trotz Software, fehlender Audit Trail, langsame regulatorische Updates, eine umständliche doppelte Wesentlichkeitsanalyse, hohe versteckte Zusatzkosten pro Nutzer oder Modul und schwacher fachlicher Support bei regulatorischen Fragen.
Der Aufwand hängt stark von der Datenportabilität der bisherigen Lösung ab. Stammdaten, historische Kennzahlen und Wesentlichkeitsbewertungen lassen sich meist über strukturierte Exporte übernehmen; der eigentliche Aufwand liegt in der korrekten Zuordnung zu den Datenpunkten des neuen Systems, nicht im technischen Export selbst.
Ja, in der Regel lassen sich Stammdaten, ESG-Kennzahlen, IROs, Wesentlichkeitsanalysen und Dokumente über Excel/CSV-Exporte oder strukturierte Schnittstellen in ein neues System übertragen. Wie vollständig das gelingt, hängt vom Exportumfang des bisherigen Anbieters ab.
Die Wechselkosten setzen sich aus Migration, Onboarding, Schulung und der neuen Lizenz zusammen. Sie sollten immer den laufenden Kosten der aktuellen Lösung gegenübergestellt werden – also Lizenz, interner Arbeitszeit, externer Beratung und Fehler- bzw. Prüfungsaufwand über mehrere Jahre.
Der Wechsel eignet sich am besten nach Abschluss eines Reporting-Zyklus, vor einer Vertragsverlängerung oder bevor zusätzliche Module gekauft werden. Unmittelbar vor einer kritischen Reporting-Deadline sollte dagegen nicht gewechselt werden, da eine saubere Migration dann kaum mehr möglich ist.
Für den europäischen Mittelstand eignen sich vor allem modulare Lösungen, die mehrere ESG-Regelwerke – etwa CSRD/ESRS, VSME und CO₂-Bilanzierung – auf einem gemeinsamen Datenmodell abbilden, statt auf eine einzelne, sehr umfangreiche Enterprise-Suite zu setzen.
Zentrale Funktionen sind eine strukturierte doppelte Wesentlichkeitsanalyse, ein automatischer Audit Trail, transparente Data Lineage, flexible Rollen- und Freigabestrukturen, verlässliche Datenimport- und -exportmöglichkeiten sowie eine schnelle Anpassung an regulatorische Änderungen.
Ja. Die doppelte Wesentlichkeitsanalyse legt fest, welche ESRS-Themenstandards überhaupt berichtspflichtig sind, und ist damit der methodische Ausgangspunkt jeder CSRD-Berichterstattung – eine Software ohne strukturierte Unterstützung dafür deckt einen zentralen Teil des Prozesses nicht ab.
Sehr wichtig. Ohne nachvollziehbare Datenherkunft, Versionierung und Freigaben müssen Wirtschaftsprüfer Angaben händisch verifizieren, was den Prüfungsaufwand erheblich erhöht und die Limited Assurance erschwert, die auch nach dem Omnibus-Update weiterhin verpflichtend bleibt.
Ein strukturierter Vergleich betrachtet regulatorische Abdeckung, Funktionsumfang für Wesentlichkeitsanalyse und Audit, Implementierungsdauer, Preisstruktur, Skalierbarkeit sowie die Frage, ob der Anbieter primär auf europäische oder globale/US-amerikanische Berichtsstandards ausgelegt ist.
Der Markt reicht von breiten Enterprise-Plattformen wie Workiva, die CSRD in eine umfassende Finanz- und Compliance-Berichterstattung einbetten, bis zu modularen Mittelstandslösungen wie cubemos oder Envoria, die mehrere ESG-Regelwerke gezielt kombinieren. Die passende Alternative hängt von Unternehmensgröße, Regelwerken und interner IT-Landschaft ab.
Für viele Unternehmen ja – insbesondere seit dem Omnibus-Update, durch das ein Teil der bisher CSRD-pflichtigen Unternehmen aus dem Anwenderkreis fällt, aber weiterhin ESG-Daten für Kunden, Banken oder Fördermittelgeber bereitstellen muss, häufig über den VSME-Standard.
Sehr wichtig, da sie einen erneuten Tool-Lock-in verhindern. Datenportabilität sollte deshalb bereits bei der Auswahl der nächsten CSRD-Software als eigenes Kriterium bewertet werden, nicht erst beim nächsten Wechsel.
Die beste CSRD-Software hängt von Unternehmensgröße, regulatorischen Anforderungen und bestehender IT-Landschaft ab. Für mittelständische europäische Unternehmen, die neben CSRD auch weitere ESG-Anforderungen wie VSME, CO₂-Bilanzierung, EUDR oder PPWR zentral abbilden möchten, ist cubemos aufgrund des gemeinsamen Datenmodells und der fachlichen Begleitung eine besonders relevante Option.


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