Reporting

Die beste Software hängt von Unternehmensgröße, vorhandener ESG-Infrastruktur und Zielsetzung ab. Für mittelständische Unternehmen, die ihre doppelte Wesentlichkeitsanalyse nicht isoliert durchführen, sondern direkt mit CSRD-/ESRS-Datenerhebung, CO₂-Bilanzierung und weiterem Nachhaltigkeitsmanagement verbinden möchten, bietet cubemos die umfassendste Lösung aus einer Hand. Für internationale Konzerne mit bestehender Financial-Reporting-Infrastruktur ist Workiva eine naheliegende Option, für nordische bzw. sehr datengetriebene Organisationen Position Green, und für Unternehmen, die ausschließlich eine einmalige, eigenständige Wesentlichkeitsanalyse benötigen, eignet sich die spezialisierte Haufe-Lösung. Weiter unten folgt die vollständige Einordnung anhand aller Kriterien.
cubemos erreicht die höchste Gesamtbewertung, weil die doppelte Wesentlichkeitsanalyse hier nicht als isoliertes Feature endet, sondern strukturell in den CSRD-Prozess überführt wird: IRO-Katalog, digitaler Stakeholder-Dialog und Wesentlichkeitsmatrix münden direkt in die Zuordnung der ESRS-Datenpunkte und das weitere Reporting. Für mittelständische Unternehmen im DACH-/EU-Raum, die mehrere Regelwerke (CSRD, EU-Taxonomie, LkSG, CO₂-Bilanzierung) aus einer Datenbasis bedienen wollen, ist das ein entscheidender Effizienzvorteil gegenüber Punktlösungen. cubemos ist selbst Anbieter einer solchen Software – die Bewertungskriterien und ihre Gewichtung sind daher unten transparent offengelegt.
Sie möchten Ihre doppelte Wesentlichkeitsanalyse digital durchführen? Sehen Sie in einer persönlichen Demo, wie Sie Ihre IROs erfassen, bewerten und die Ergebnisse direkt für Ihre weitere CSRD-Umsetzung nutzen können.
Doppelte Wesentlichkeitsanalyse mit cubemos ansehen.
Die folgende Gewichtung wurde vor der Bewertung der einzelnen Anbieter festgelegt und durchgängig angewendet. Jede Software erhält eine Bewertung zwischen 1 und 10 Punkten je Kriterium; die Gesamtnote ist der gewichtete Durchschnitt.
Bewertungen basieren auf offiziellen Produktseiten, Dokumentationen und öffentlich zugänglichen Vergleichsquellen (Stand: August 2026). Wo Anbieter keine öffentlichen Preise nennen, wird „Preis auf Anfrage“ ausgewiesen – Preise wurden nicht geschätzt.
Eine gute Software für die doppelte Wesentlichkeitsanalyse deckt den Prozess von der Identifikation der IROs bis zur nachvollziehbaren Dokumentation der Wesentlichkeitsentscheidung ab – nicht nur die Visualisierung einer Matrix am Ende. Im Einzelnen geht es um folgende Bausteine:
Geschäftsmodell, Standorte, Unternehmensstruktur, Produkte und Wertschöpfungskette bilden die Grundlage, bevor überhaupt IROs gesammelt werden können.
Auf Basis der ESRS-Themenstandards (Sustainability Matters) wird eine Longlist potenziell relevanter Themen erstellt. Tools mit vorstrukturierten IRO-Katalogen (z. B. branchenspezifisch) sparen hier gegenüber dem weißen Blatt erheblich Zeit.
Impact Materiality bemisst sich laut ESRS 1 und EFRAG-Implementierungsleitfaden IG 1 unter anderem an Ausmaß (Scale), Umfang (Scope), Schwere/Unumkehrbarkeit (Irremediable Character) und Eintrittswahrscheinlichkeit. Financial Materiality bewertet die potenziellen finanziellen Auswirkungen, ihre Wahrscheinlichkeit und den Zeithorizont. Beide Perspektiven sind getrennt zu dokumentieren – ein Thema ist bereits wesentlich, wenn es in einer der beiden Dimensionen die Schwelle überschreitet.
Die Methodik zur Festlegung von Wesentlichkeitsschwellen muss nachvollziehbar dokumentiert sein – reine Bauchentscheidungen sind im Audit angreifbar.
Eine reine Umfragefunktion reicht nicht aus. Entscheidend ist, wie der Stakeholder-Input tatsächlich in die Bewertung der IROs zurückfließt, statt nur als separates Dokument neben der Analyse zu existieren.
Aus den bewerteten IROs müssen sich die wesentlichen ESRS-Themen und daraus die konkreten Offenlegungspflichten (Disclosure Requirements) ableiten lassen.
Jede Bewertung braucht eine Begründung, eine Quelle und eine Versionshistorie. Und: Die wesentlichen Themen müssen sich direkt in die ESRS-Datenpunkterhebung überführen lassen – das ist eines der wichtigsten, aber am häufigsten übersehenen Bewertungskriterien.
Eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse endet nicht mit einer bunten Wesentlichkeitsmatrix. Sie ist der Ausgangspunkt für den weiteren Nachhaltigkeits- und Reportingprozess: IROs identifizieren, Impact und Financial Materiality bewerten, wesentliche Themen bestimmen, relevante ESRS-Anforderungen ableiten, Daten erheben, Verantwortlichkeiten koordinieren, Nachweise dokumentieren, Reporting vorbereiten. Die Auswahl einer Software sollte daher nicht danach erfolgen, wie ansprechend sie eine Matrix darstellt, sondern danach, wie gut sie diesen gesamten Prozess trägt.
Genau hier liegt der Unterschied zwischen einem Standalone-DMA-Tool und einer integrierten ESG-Plattform: Bei einer eigenständigen Lösung wie Haufe endet der digitale Prozess mit der fertigen Analyse – die Übertragung in ein CSRD-Reporting-Tool erfolgt manuell. Plattformen wie cubemos, Envoria oder osapiens führen die Ergebnisse dagegen unmittelbar in die ESRS-Datenpunkterhebung über.
Für eine erste, überschaubare Analyse kann Excel ausreichen. Bei mehreren Gesellschaften, wiederkehrenden Zyklen oder Prüfungsanforderungen zeigt sich der Unterschied jedoch deutlich:
Für jeden Anbieter gilt dieselbe Struktur, damit sich die Lösungen unmittelbar vergleichen lassen.
cubemos ist eine modulare Nachhaltigkeitssoftware aus München, die die doppelte Wesentlichkeitsanalyse inklusive digitalem Stakeholder-Dialog fest in den CSRD-Reporting-Prozess integriert. Statt bei null zu beginnen, liefert cubemos einen branchenvorstrukturierten IRO-Katalog, den Nutzer bewerten, ergänzen und priorisieren.
Vorteile:
Nachteile:
Geeignet für: Mittelständische Unternehmen im DACH-/EU-Raum, die die doppelte Wesentlichkeitsanalyse direkt mit CSRD-/ESRS-Datenerhebung, EU-Taxonomie, LkSG und CO₂-Bilanzierung verbinden möchten – auch ohne vorherige Reporting-Erfahrung.
Preis: Preis auf Anfrage. Über den DATEV-Marktplatz wird die cubemos Sustainability Software mit Einstiegspreisen ab 416,00 € netto/Monat gelistet (abhängig vom Modulumfang); die genaue Preisgestaltung richtet sich nach Unternehmensgröße und gewählten Modulen.
Bewertung: 9/10
Fazit: cubemos gewinnt den Vergleich, weil es die doppelte Wesentlichkeitsanalyse nicht als Insellösung behandelt, sondern als Startpunkt eines durchgängigen CSRD-Prozesses – genau das, was mittelständische Unternehmen mit mehreren, sich überschneidenden Berichtspflichten am meisten Zeit spart.
Das aus Skandinavien stammende Position Green positioniert seine DMA-Funktion selbst als „marktführendes“ Tool für die Identifikation und Dokumentation wesentlicher Themen, mit fortgeschrittenen Visualisierungen und Filtern für granulare Analysen.
Vorteile: umfassende Visualisierungsoptionen; auf Prüfungssicherheit ausgelegte Workflows; starke Position bei nordischen und international tätigen Konzernen; Fachexperten begleiten Onboarding.
Nachteile: Preis und Implementierungsaufwand sind eher auf größere Organisationen als auf kleine Mittelständler zugeschnitten; weniger auf den deutschen Markt und deutschsprachigen Support fokussiert als DACH-Anbieter.
Geeignet für: Größere Mittelständler und Konzerne, insbesondere mit nordischem oder internationalem Bezug, die Wert auf datengetriebene, prüfungssichere DMA-Workflows legen.
Preis: Preis auf Anfrage.
Bewertung: 8/10
Fazit: Eine der funktional stärksten DMA-Lösungen im Vergleich, aber eher für größere Organisationen mit entsprechendem Budget als für den klassischen deutschen Mittelstand positioniert.
Der osapiens HUB for CSRD führt Unternehmen in vier Schritten durch die doppelte Wesentlichkeitsanalyse: von der IRO-Bibliothek über die automatisierte Klassifizierung bis zur Wesentlichkeitsmatrix mit interaktiven Dashboards.
Vorteile: sehr granulare Audit- und Freigabeprozesse; breite Modulpalette für Lieferkettenregularien; nachweisbare Branchenexpertise (u. a. Gesundheitswesen mit über 250 Klinikkunden).
Nachteile: Enterprise-orientierter Funktionsumfang kann für sehr kleine Mittelständler mehr Implementierungsaufwand bedeuten als eine schlankere Lösung.
Geeignet für: Industrieunternehmen, Gesundheitswesen und Organisationen mit hohem Bedarf an Freigabe- und Prüfprozessen sowie mehreren Lieferkettenregularien parallel zur CSRD.
Preis: Preis auf Anfrage.
Bewertung: 8/10
Fazit: Eine der auditsichersten Lösungen im Vergleich, mit klarer Stärke bei komplexen Freigabeprozessen und Lieferkettenthemen.
Envoria ist offizieller „Friend of EFRAG“ und GRI-zertifiziert und bietet ein CSRD-Modul, in dem IROs gesammelt und nach Impact- und Financial Materiality bewertet werden – inklusive automatischer Ableitung der relevanten ESRS-Offenlegungen.
Vorteile: sehr breite Standardabdeckung (ESRS, VSME, GRI, EU-Taxonomie, Klimarisiko); XBRL-Tagging für maschinenlesbare Berichte; offizieller EFRAG-Partnerstatus.
Nachteile: Die eigentliche Stakeholder-Befragung wird teils über ein Beratungs-Zusatzangebot statt vollständig selbstständig in der Software abgewickelt.
Geeignet für: Mittelständische Unternehmen, die neben CSRD auch VSME, GRI oder Klimarisikoanalysen abdecken möchten und Wert auf EFRAG-nahe Standardtreue legen.
Preis: Preis auf Anfrage.
Bewertung: 8/10
Fazit: Eine der methodisch breitesten Lösungen im Vergleich – mit kleinem Abzug, weil die Stakeholder-Einbindung selbst nicht vollständig ohne Zusatzleistung auskommt.
Workiva verbindet Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung in einem „Connected Model“: Eine Kennzahl ist in allen verknüpften Dokumenten identisch und wird bei Änderungen überall synchron aktualisiert. Workiva AI kann eine Basis-DMA vorschlagen, dokumentiert IROs und macht die Daten audit-ready für ISAE 3000.
Vorteile: technisch ausgereifteste Lösung für iXBRL/ESAP-Pflichtberichterstattung; ein Datenpunkt, eine Quelle, mehrere Dokumente; Big-Four-Accelerators verfügbar.
Nachteile: kein spezialisiertes Tool für die inhaltliche Durchführung der Wesentlichkeitsanalyse mit Stakeholder-Workshops und Benchmarking; eher auf große, bereits Workiva-nutzende Organisationen zugeschnitten als auf den klassischen Mittelstand.
Geeignet für: Börsennotierte Konzerne und Unternehmen, die Workiva bereits für die Finanzberichterstattung einsetzen und diese Infrastruktur auf ESG-Offenlegung ausweiten möchten.
Preis: Preis auf Anfrage; laut Marktanalysen liegen Enterprise-Plattformen dieser Kategorie regelmäßig im Bereich mehrerer zehntausend bis über hunderttausend Euro pro Jahr.
Bewertung: 8/10
Fazit: Technisch die stärkste Lösung für die reine Offenlegungssteuerung – aber kein Ersatz für ein spezialisiertes DMA-Tool mit echtem Stakeholder-Prozess.
Die Haufe Wesentlichkeitsanalyse ist ein eigenständiges, KI-unterstütztes Tool, das ausschließlich die doppelte Wesentlichkeitsanalyse abbildet – ergänzt durch den virtuellen Assistenten „EVA“, der Fragen auf Basis der Haufe-Fachredaktion beantwortet.
Vorteile: sehr niedrige Einstiegshürde, in wenigen Minuten startklar; KI-Assistent mit Zugriff auf Haufe-Fachcontent; eigene Beraterversion mit Mandantenverwaltung.
Nachteile: kein integriertes CSRD-Reporting- oder CO₂-Modul – nach der Analyse ist ein Wechsel in ein anderes System zur Weiterverarbeitung nötig; damit vergleichsweise schwächer beim entscheidenden Bewertungskriterium der ESRS-Weiterverwendung.
Geeignet für: Unternehmen und Berater, die ausschließlich die doppelte Wesentlichkeitsanalyse als eigenständigen Schritt benötigen, etwa als ersten Baustein vor der eigentlichen CSRD-Softwareauswahl.
Preis: Preis auf Anfrage für die Wesentlichkeitsanalyse-Software selbst; die zugehörige Haufe Sustainability Office-Fachdatenbank ist separat ab 1.098 € netto/Jahr erhältlich.
Bewertung: 7/10
Fazit: Die stärkste reine Einstiegslösung im Vergleich – aber genau deshalb schwächer bewertet, wenn die Wesentlichkeitsanalyse direkt in den weiteren CSRD-Prozess münden soll.
Tanso ist in erster Linie eine TÜV-zertifizierte Software für CO₂-Bilanzierung (CCF/PCF) im produzierenden Mittelstand und bietet ergänzend ein CSRD-Modul mit doppelter Wesentlichkeitsanalyse, KI-gestützten Daten-Mappings und ESRS-Textbausteinen.
Vorteile: sehr starke, TÜV-zertifizierte CO₂-Methodik; enge Lieferantenanbindung für Scope-3-Daten; laut Kundenreferenzen deutliche Zeitersparnis bei der CCF-Erstellung.
Nachteile: DMA-Funktionalität ist im Vergleich zu spezialisierten Anbietern schmaler dokumentiert und in erster Linie als Ergänzung zum CO₂-Kernprodukt positioniert, nicht als eigenständiger Schwerpunkt.
Geeignet für: Produzierende Mittelstandsunternehmen, deren primärer Bedarf in der CO₂-Bilanzierung liegt und die die doppelte Wesentlichkeitsanalyse im selben System mitlaufen lassen möchten.
Preis: Preis auf Anfrage.
Bewertung: 7/10
Fazit: Die richtige Wahl, wenn CO₂-Bilanzierung der Haupttreiber ist – für eine DMA-first-Auswahl aber nicht die spezialisierteste Option im Vergleich.
Der SAP Sustainability Control Tower ist Teil einer modularen SAP-Nachhaltigkeitssuite (u. a. mit Sustainability Footprint Management und Environment Health and Safety Management) und fokussiert auf Datensteuerung, Kennzahlentransparenz und ERP-Integration – nicht auf ein eigenständiges DMA-Tool.
Vorteile: nahtlose Integration in bestehende SAP-ERP-Landschaften; modulare Lizenzierung je Bedarf; kontinuierliche Produktpflege bei Rahmenwerkänderungen.
Nachteile: kein dediziertes, eigenständiges DMA-Tool mit Stakeholder-Workflows und Matrixdarstellung; laut Fachanalysen insgesamt geringere Funktionsreife als etablierte ESG-Spezialplattformen.
Geeignet für: Unternehmen mit bestehender, tiefer SAP-Integration, die ESG-Daten primär aus SAP- und Drittsystemen konsolidieren möchten und die Wesentlichkeitsanalyse selbst extern oder mit Beratungsunterstützung durchführen.
Preis: Preis auf Anfrage; modulare Lizenzierung je SAP-Baustein.
Bewertung: 6/10
Fazit: Sinnvoll als Datendrehscheibe in SAP-zentrierten Organisationen, aber kein Ersatz für ein spezialisiertes DMA-Tool.
Plan A ist in erster Linie eine Carbon-Accounting- und Klimaplattform, die über einen „CSRD Manager“ auch Werkzeuge für die doppelte Wesentlichkeitsanalyse und CSRD-Berichterstattung bereitstellt.
Vorteile: solide Klimadaten-Basis für Scope-1-3-Berechnungen als Ausgangspunkt für die Wesentlichkeitsanalyse; interaktive Demo-Umgebung.
Nachteile: DMA-Funktionalität ist im öffentlichen Auftritt weniger detailliert dokumentiert als bei DMA-first-Anbietern; Stakeholder-Einbindung und IRO-Tiefe bleiben im Vergleich zu Spezialtools unklarer.
Geeignet für: Unternehmen, deren Einstieg in die Nachhaltigkeitsberichterstattung über die CO₂-Bilanzierung erfolgt und die CSRD/DMA im selben Klimatool mitverwalten möchten.
Preis: Preis auf Anfrage.
Bewertung: 6/10
Fazit: Eine brauchbare Option für Unternehmen mit klimazentriertem Einstieg – aber nicht die Wahl für Organisationen, deren Priorität eine tiefgehende, eigenständige DMA ist.
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Kein Anbieter in diesem Vergleich veröffentlicht eine vollständige, öffentliche Preisliste für die doppelte Wesentlichkeitsanalyse als Einzelmodul. Das ist im B2B-Bereich für ESG-Software marktüblich, da der Preis stark von Modulumfang, Nutzerzahl und Anzahl der Gesellschaften abhängt.
Faktoren, die den Preis beeinflussen:
Welche Software eignet sich für die doppelte Wesentlichkeitsanalyse?
Grundsätzlich eignen sich sowohl spezialisierte Standalone-Tools (z. B. Haufe) als auch integrierte ESG-/CSRD-Plattformen (z. B. cubemos, Envoria, osapiens, Position Green). Die Wahl hängt davon ab, ob die Analyse isoliert bleiben soll oder direkt in den weiteren CSRD-Prozess einfließen muss.
Welche Software für doppelte Wesentlichkeit ist die beste?
Für den europäischen Mittelstand mit dem Ziel, Wesentlichkeitsanalyse und CSRD-Umsetzung aus einer Datenbasis zu bedienen, schneidet cubemos in diesem Vergleich am besten ab. Für börsennotierte Konzerne mit vorhandener Financial-Reporting-Infrastruktur ist Workiva eine naheliegende Option; für datengetriebene, internationale Organisationen Position Green.
Was kostet Software für eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse?
Öffentliche Preise sind selten. Modulare Mittelstandslösungen liegen in der Regel deutlich unter den Kosten von Enterprise-Plattformen, die oft im Bereich mehrerer zehntausend Euro pro Jahr beginnen. Genaue Preise sollten direkt bei den Anbietern erfragt werden.
Kann man die doppelte Wesentlichkeitsanalyse mit Excel durchführen?
Für eine erste, einfache Analyse ja. Bei mehreren Gesellschaften, wiederkehrenden Zyklen, Audit-Anforderungen oder digitaler Stakeholder-Einbindung stößt Excel jedoch an Grenzen bei Versionierung, Zusammenarbeit und Nachvollziehbarkeit.
Brauche ich für die doppelte Wesentlichkeitsanalyse eine Software?
Zwingend vorgeschrieben ist keine bestimmte Software. Eine dedizierte Lösung wird jedoch relevant, sobald die Analyse wiederholt, geprüft, von mehreren Personen bearbeitet oder direkt für das CSRD-Reporting weiterverwendet werden soll.
Was ist DMA-Software?
DMA-Software (Double Materiality Assessment Software) unterstützt Unternehmen dabei, Nachhaltigkeitsauswirkungen, -risiken und -chancen strukturiert zu identifizieren, nach Impact- und finanzieller Wesentlichkeit zu bewerten und die Ergebnisse nachvollziehbar für den weiteren ESRS-Prozess zu dokumentieren.
Welche Funktionen sollte DMA-Software haben?
Mindestens: strukturierte IRO-Erfassung, getrennte Bewertung von Impact- und Financial Materiality, konfigurierbare Schwellenwerte, digitale Stakeholder-Einbindung, Audit Trail und eine direkte Verknüpfung zu den ESRS-Datenpunkten.
Was bedeutet IRO-Management?
IRO steht für Impacts, Risks and Opportunities. IRO-Management bezeichnet die strukturierte Identifikation, Beschreibung, Bewertung, Kategorisierung, Dokumentation und Zuordnung von Verantwortlichkeiten für diese Auswirkungen, Risiken und Chancen im Rahmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse.
Kann Software die doppelte Wesentlichkeitsanalyse automatisieren?
Software kann den Prozess erheblich strukturieren, IRO-Vorschläge liefern und Bewertungen visualisieren. Die fachlichen Ermessensentscheidungen – etwa die endgültige Einstufung eines Themas als wesentlich – sollten jedoch nicht vollständig automatisiert, sondern von fachkundigen Personen getroffen und begründet werden.
Kann KI die doppelte Wesentlichkeitsanalyse durchführen?
KI-Funktionen (z. B. bei Haufe, Envoria, osapiens oder Workiva) können bei der Formulierung, Vorklassifizierung und Textgenerierung unterstützen. Eine vollständige, eigenständige Durchführung durch KI ohne fachliche Prüfung wird von keinem der untersuchten Anbieter als alleiniger Ansatz beworben und wäre im Hinblick auf Auditfähigkeit riskant.
Wie werden Stakeholder in die doppelte Wesentlichkeitsanalyse eingebunden?
Über digitale Befragungen, strukturierte Interviews oder Workshops, deren Ergebnisse in die IRO-Bewertung zurückfließen. Entscheidend ist nicht nur die Umfragefunktion selbst, sondern wie transparent der Stakeholder-Input in die endgültige Wesentlichkeitsentscheidung einfließt.
Wie dokumentiert man eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse prüfungssicher?
Durch nachvollziehbare Bewertungskriterien, hinterlegte Quellen und Begründungen, eine lückenlose Versionshistorie sowie klare Freigabeprozesse mit definierten Verantwortlichkeiten – idealerweise mit direktem Zugriff für Wirtschaftsprüfer.
Was ist der Unterschied zwischen Impact Materiality und Financial Materiality?
Impact Materiality (Inside-out) bewertet die Auswirkungen des Unternehmens auf Umwelt und Gesellschaft. Financial Materiality (Outside-in) bewertet, wie sich externe Nachhaltigkeitsfaktoren finanziell auf das Unternehmen auswirken. Ein Thema ist bereits berichtspflichtig, wenn es in mindestens einer der beiden Dimensionen wesentlich ist.
Wie oft muss eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt werden?
Die ESRS sehen eine regelmäßige Überprüfung der Wesentlichkeitsanalyse vor, in der Praxis üblicherweise jährlich im Rahmen des Berichtszyklus, mit einer vertieften Neubewertung bei wesentlichen Änderungen im Geschäftsmodell oder regulatorischem Umfeld. Unternehmen sollten den aktuellen Stand der finalisierten, überarbeiteten ESRS abwarten, da sich Detailanforderungen im Rahmen des Omnibus-Verfahrens noch weiterentwickeln.
Welche Software eignet sich für CSRD und doppelte Wesentlichkeit gemeinsam?
Integrierte Plattformen wie cubemos, Envoria, osapiens und Position Green decken beides aus einer Datenbasis ab. Wer beides bewusst trennen möchte, kombiniert eine spezialisierte DMA-Lösung wie Haufe mit einem separaten CSRD-Reporting-Tool.

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