Reporting

Doppelte Wesentlichkeitsanalyse Software: Die besten Tools im Vergleich 2026

Wer nach Software für die doppelte Wesentlichkeitsanalyse sucht, will meist keine Definition, sondern eine Kaufentscheidung. Dieser Vergleich bewertet neun Anbieter anhand transparenter Kriterien: von der Abdeckung des DMA-Prozesses über IRO-Management und Stakeholder-Einbindung bis zur Frage, wie gut sich die Ergebnisse anschließend für CSRD und ESRS weiterverwenden lassen.
  1. Lorem ipsum dolor sit amet

Welche Software ist die beste für die doppelte Wesentlichkeitsanalyse?

Die beste Software hängt von Unternehmensgröße, vorhandener ESG-Infrastruktur und Zielsetzung ab. Für mittelständische Unternehmen, die ihre doppelte Wesentlichkeitsanalyse nicht isoliert durchführen, sondern direkt mit CSRD-/ESRS-Datenerhebung, CO₂-Bilanzierung und weiterem Nachhaltigkeitsmanagement verbinden möchten, bietet cubemos die umfassendste Lösung aus einer Hand. Für internationale Konzerne mit bestehender Financial-Reporting-Infrastruktur ist Workiva eine naheliegende Option, für nordische bzw. sehr datengetriebene Organisationen Position Green, und für Unternehmen, die ausschließlich eine einmalige, eigenständige Wesentlichkeitsanalyse benötigen, eignet sich die spezialisierte Haufe-Lösung. Weiter unten folgt die vollständige Einordnung anhand aller Kriterien.

Die besten Tools für die doppelte Wesentlichkeitsanalyse im Überblick

Software Besonders geeignet für IRO Management Stakeholder-Einbindung CSRD-/ESRS-Integration Weitere Module Note
cubemos Mittelstand, integrierte CSRD-Umsetzung Ja Digitaler Dialog Voll integriert CO₂, EU-Taxonomie, LkSG 9/10
Position Green Konzerne, datengetriebene DMA Ja Ja Umfassend CO₂, Lieferkette 8/10
osapiens Industrie, Kliniken, hoher Auditbedarf IRO-Bibliothek Automatisiert Umfassend LkSG, EUDR, Taxonomie 8/10
Envoria Mittelstand mit ESRS+VSME-Bedarf Ja Teils Beratung Umfassend Taxonomie, Klimarisiko 8/10
Workiva Börsennotierte Konzerne Dokumentation Eingeschränkt Sehr stark (iXBRL/ESAP) Financial+ESG-Reporting 8/10
Haufe Eigenständige Wesentlichkeitsanalyse KI-Vorschläge Eingeschränkt Kein eigenes Reporting-Modul Wissensdatenbank 7/10
Tanso CO₂-fokussierte Fertigungsunternehmen Basis Eingeschränkt Als Zusatzmodul CO₂, CBAM, Lieferkette 7/10
SAP Sustainability Control Tower Bestehende SAP-Landschaften Kein dediziertes Tool Nicht Kernfunktion ESRS-Vorlagen EHS, Footprint Mgmt. 6/10
Plan A Klimaplattform mit CSRD-Baustein Basis Eingeschränkt CSRD Manager Carbon Accounting 6/10

Unsere Empfehlung: cubemos

cubemos erreicht die höchste Gesamtbewertung, weil die doppelte Wesentlichkeitsanalyse hier nicht als isoliertes Feature endet, sondern strukturell in den CSRD-Prozess überführt wird: IRO-Katalog, digitaler Stakeholder-Dialog und Wesentlichkeitsmatrix münden direkt in die Zuordnung der ESRS-Datenpunkte und das weitere Reporting. Für mittelständische Unternehmen im DACH-/EU-Raum, die mehrere Regelwerke (CSRD, EU-Taxonomie, LkSG, CO₂-Bilanzierung) aus einer Datenbasis bedienen wollen, ist das ein entscheidender Effizienzvorteil gegenüber Punktlösungen. cubemos ist selbst Anbieter einer solchen Software – die Bewertungskriterien und ihre Gewichtung sind daher unten transparent offengelegt.

Sie möchten Ihre doppelte Wesentlichkeitsanalyse digital durchführen? Sehen Sie in einer persönlichen Demo, wie Sie Ihre IROs erfassen, bewerten und die Ergebnisse direkt für Ihre weitere CSRD-Umsetzung nutzen können.

Doppelte Wesentlichkeitsanalyse mit cubemos ansehen.

So haben wir die Software für die doppelte Wesentlichkeitsanalyse verglichen

Die folgende Gewichtung wurde vor der Bewertung der einzelnen Anbieter festgelegt und durchgängig angewendet. Jede Software erhält eine Bewertung zwischen 1 und 10 Punkten je Kriterium; die Gesamtnote ist der gewichtete Durchschnitt.

Kriterium Gewichtung Was wird bewertet?
Abdeckung der doppelten Wesentlichkeitsanalyse 20 % Kann der vollständige DMA-Prozess – Kontext, Longlist, IRO-Bewertung, Schwellenwerte, Matrix – im Tool durchgeführt werden?
IRO Management 15 % Können Impacts, Risks & Opportunities strukturiert identifiziert, bewertet, kategorisiert und Verantwortlichen zugeordnet werden?
ESRS-/CSRD-Integration 15 % Fließen die Ergebnisse direkt in ESRS-Datenpunkte und die weitere Berichterstattung ein, oder müssen sie manuell übertragen werden?
Auditfähigkeit & Nachvollziehbarkeit 15 % Audit Trail, Versionierung, Quellenangaben, Freigabeprozesse, Prüferzugang.
Benutzerfreundlichkeit 10 % Kann ein Sustainability-Team die Analyse ohne externe Beratung selbst durchführen?
Stakeholder Management 10 % Können interne und externe Stakeholder digital eingebunden, befragt und die Ergebnisse dokumentiert werden?
ESG-Plattform & Erweiterbarkeit 10 % Deckt die Software über die DMA hinaus weitere Anforderungen ab (CSRD, VSME, CO₂, Lieferkette)?
Implementierung & Support 5 % Onboarding-Aufwand, Fachsupport, persönlicher Ansprechpartner.

Bewertungen basieren auf offiziellen Produktseiten, Dokumentationen und öffentlich zugänglichen Vergleichsquellen (Stand: August 2026). Wo Anbieter keine öffentlichen Preise nennen, wird „Preis auf Anfrage“ ausgewiesen – Preise wurden nicht geschätzt.

Welche Funktionen braucht Software für die doppelte Wesentlichkeitsanalyse?

Eine gute Software für die doppelte Wesentlichkeitsanalyse deckt den Prozess von der Identifikation der IROs bis zur nachvollziehbaren Dokumentation der Wesentlichkeitsentscheidung ab – nicht nur die Visualisierung einer Matrix am Ende. Im Einzelnen geht es um folgende Bausteine:

Unternehmenskontext erfassen

Geschäftsmodell, Standorte, Unternehmensstruktur, Produkte und Wertschöpfungskette bilden die Grundlage, bevor überhaupt IROs gesammelt werden können.

Longlist und IRO-Identifikation

Auf Basis der ESRS-Themenstandards (Sustainability Matters) wird eine Longlist potenziell relevanter Themen erstellt. Tools mit vorstrukturierten IRO-Katalogen (z. B. branchenspezifisch) sparen hier gegenüber dem weißen Blatt erheblich Zeit.

Impact Materiality und Financial Materiality getrennt bewerten

Impact Materiality bemisst sich laut ESRS 1 und EFRAG-Implementierungsleitfaden IG 1 unter anderem an Ausmaß (Scale), Umfang (Scope), Schwere/Unumkehrbarkeit (Irremediable Character) und Eintrittswahrscheinlichkeit. Financial Materiality bewertet die potenziellen finanziellen Auswirkungen, ihre Wahrscheinlichkeit und den Zeithorizont. Beide Perspektiven sind getrennt zu dokumentieren – ein Thema ist bereits wesentlich, wenn es in einer der beiden Dimensionen die Schwelle überschreitet.

Schwellenwerte transparent definieren

Die Methodik zur Festlegung von Wesentlichkeitsschwellen muss nachvollziehbar dokumentiert sein – reine Bauchentscheidungen sind im Audit angreifbar.

Stakeholder strukturiert einbeziehen

Eine reine Umfragefunktion reicht nicht aus. Entscheidend ist, wie der Stakeholder-Input tatsächlich in die Bewertung der IROs zurückfließt, statt nur als separates Dokument neben der Analyse zu existieren.

Wesentlichkeitsmatrix und ESRS-Ableitung

Aus den bewerteten IROs müssen sich die wesentlichen ESRS-Themen und daraus die konkreten Offenlegungspflichten (Disclosure Requirements) ableiten lassen.

Audit Trail und Übergabe in den CSRD-Prozess

Jede Bewertung braucht eine Begründung, eine Quelle und eine Versionshistorie. Und: Die wesentlichen Themen müssen sich direkt in die ESRS-Datenpunkterhebung überführen lassen – das ist eines der wichtigsten, aber am häufigsten übersehenen Bewertungskriterien.

Warum die doppelte Wesentlichkeitsanalyse nicht mit der Matrix endet

Eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse endet nicht mit einer bunten Wesentlichkeitsmatrix. Sie ist der Ausgangspunkt für den weiteren Nachhaltigkeits- und Reportingprozess: IROs identifizieren, Impact und Financial Materiality bewerten, wesentliche Themen bestimmen, relevante ESRS-Anforderungen ableiten, Daten erheben, Verantwortlichkeiten koordinieren, Nachweise dokumentieren, Reporting vorbereiten. Die Auswahl einer Software sollte daher nicht danach erfolgen, wie ansprechend sie eine Matrix darstellt, sondern danach, wie gut sie diesen gesamten Prozess trägt.

Genau hier liegt der Unterschied zwischen einem Standalone-DMA-Tool und einer integrierten ESG-Plattform: Bei einer eigenständigen Lösung wie Haufe endet der digitale Prozess mit der fertigen Analyse – die Übertragung in ein CSRD-Reporting-Tool erfolgt manuell. Plattformen wie cubemos, Envoria oder osapiens führen die Ergebnisse dagegen unmittelbar in die ESRS-Datenpunkterhebung über.

Braucht man ein eigenes Tool für die doppelte Wesentlichkeitsanalyse?

Ansatz Geeignet für Grenzen
Excel / Template Einfache Ausgangssituationen, kleine Teams, begrenztes Budget, erste Orientierung Versionierung, Zusammenarbeit, Audit Trail und Skalierung stoßen bei komplexeren CSRD-Projekten schnell an Grenzen
Spezialisierte DMA-Software Sehr fokussierter, eigenständiger Analyseprozess (z. B. Haufe) Ergebnisse müssen in der Regel manuell in ein separates Reporting-System überführt werden
Integrierte ESG-/CSRD-Plattform Unternehmen, die DMA als Teil eines durchgängigen ESG-Prozesses verstehen (z. B. cubemos, Envoria, osapiens) Höherer initialer Einrichtungsaufwand als eine reine Punktlösung

Doppelte Wesentlichkeitsanalyse mit Excel oder Software?

Für eine erste, überschaubare Analyse kann Excel ausreichen. Bei mehreren Gesellschaften, wiederkehrenden Zyklen oder Prüfungsanforderungen zeigt sich der Unterschied jedoch deutlich:

Kriterium Excel DMA Software
KostenNiedrigLaufende Lizenzkosten
EinstiegSofort möglichOnboarding erforderlich
Zusammenarbeit im TeamEingeschränktStrukturiert
Audit TrailManuell, fehleranfälligAutomatisiert
VersionierungManuellAutomatisiert
IRO ManagementFreitextStrukturierte Datenfelder
Stakeholder ManagementE-Mail/Umfragetool separatIntegriert
ESRS-VerknüpfungManuellAutomatisiert
Skalierbarkeit (mehrere Gesellschaften)BegrenztGegeben
Reporting-IntegrationNicht vorhandenDirekte Übergabe möglich

Die einzelnen Anbieter im Detail

Für jeden Anbieter gilt dieselbe Struktur, damit sich die Lösungen unmittelbar vergleichen lassen.

1. cubemos – Gesamtsieger für die doppelte Wesentlichkeitsanalyse

cubemos ist eine modulare Nachhaltigkeitssoftware aus München, die die doppelte Wesentlichkeitsanalyse inklusive digitalem Stakeholder-Dialog fest in den CSRD-Reporting-Prozess integriert. Statt bei null zu beginnen, liefert cubemos einen branchenvorstrukturierten IRO-Katalog, den Nutzer bewerten, ergänzen und priorisieren.

  • Doppelte Wesentlichkeitsanalyse: Vollständiger Prozess inklusive Longlist, IRO-Katalog, Bewertung, Matrixdarstellung und AR16-Unterstützung; Auswahl der Offenlegungen nach EFRAG-Vorgaben.
  • IRO Management: Toolbasierte IRO-Longlist und -Bewertung mit branchenspezifischer Vorstrukturierung.
  • Stakeholder-Einbindung: Integriertes Umfragetool als Teil des DMA-Moduls; Befragungen, Rückmeldungen und Bewertungen laufen direkt im System zusammen statt in Excel-Listen oder E-Mail-Schleifen.
  • CSRD-/ESRS-Integration: Jede wesentliche Auswirkung, jedes Risiko und jede Chance bestimmt automatisch, welche ESRS-Datenpunkte verpflichtend werden – ohne doppelte Datenerfassung.
  • Auditfähigkeit: Strukturierte, dokumentierte Prozessschritte; laut Anbieterangaben durchgängig auf Nachvollziehbarkeit ausgelegt.
  • Weitere ESG-Funktionen: CO₂-Rechner (Scope 1–3), EU-Taxonomie, LkSG/CSDDD, VSME.
  • Benutzerfreundlichkeit: Nutzerbewertungen auf OMR Reviews und Capterra beschreiben die Software als flexibel und mit hohem Automatisierungsgrad bei Kennzahlenerhebung, Reporting und Stakeholder-Dialog.

Vorteile:

  • End-to-End-Prozess von der doppelten Wesentlichkeitsanalyse bis zum Berichtsexport in einer Plattform
  • Branchenvorstrukturierter IRO-Katalog spart Einstiegszeit
  • Direkte Verknüpfung von IRO-Bewertung und ESRS-Datenpunkten vermeidet doppelte Datenerfassung
  • Deckt neben CSRD auch EU-Taxonomie, LkSG und CO₂-Bilanzierung aus einer Datenbasis ab
  • Persönlicher Ansprechpartner und deutschsprachiger Support

Nachteile:

  • Für Unternehmen, die ausschließlich einmalig und ohne Weiterverwendung eine Wesentlichkeitsanalyse benötigen, ist der Plattformansatz mehr, als nötig wäre
  • Öffentlich nur ein Preisanhaltspunkt über den DATEV-Marktplatz verfügbar, keine vollständige öffentliche Preisliste

Geeignet für: Mittelständische Unternehmen im DACH-/EU-Raum, die die doppelte Wesentlichkeitsanalyse direkt mit CSRD-/ESRS-Datenerhebung, EU-Taxonomie, LkSG und CO₂-Bilanzierung verbinden möchten – auch ohne vorherige Reporting-Erfahrung.

Preis: Preis auf Anfrage. Über den DATEV-Marktplatz wird die cubemos Sustainability Software mit Einstiegspreisen ab 416,00 € netto/Monat gelistet (abhängig vom Modulumfang); die genaue Preisgestaltung richtet sich nach Unternehmensgröße und gewählten Modulen.

Bewertung: 9/10

Fazit: cubemos gewinnt den Vergleich, weil es die doppelte Wesentlichkeitsanalyse nicht als Insellösung behandelt, sondern als Startpunkt eines durchgängigen CSRD-Prozesses – genau das, was mittelständische Unternehmen mit mehreren, sich überschneidenden Berichtspflichten am meisten Zeit spart.

2. Position Green – Beste Lösung für datengetriebene DMA in Konzernstrukturen

Das aus Skandinavien stammende Position Green positioniert seine DMA-Funktion selbst als „marktführendes“ Tool für die Identifikation und Dokumentation wesentlicher Themen, mit fortgeschrittenen Visualisierungen und Filtern für granulare Analysen.

  • Doppelte Wesentlichkeitsanalyse: Eigenes DMA-Tool mit Fokus auf Datenqualität und Nachvollziehbarkeit, entwickelt mit Nachhaltigkeitsberatern.
  • IRO Management: Strukturierte Erfassung, aber weniger öffentlich dokumentiert als bei spezialisierten Mittelstandslösungen.
  • Stakeholder-Einbindung: Stakeholder-zentrierte Workflows als einer der Schwerpunkte der Plattform.
  • CSRD-/ESRS-Integration: Vollständiges ESRS-Reporting-Modul, aufbauend auf Prinzipien der Finanzprüfung (Audit-Trail, Versionskontrolle).
  • Weitere ESG-Funktionen: CO₂-Bilanzierung, Lieferantenbewertung, Governance-Reporting.

Vorteile: umfassende Visualisierungsoptionen; auf Prüfungssicherheit ausgelegte Workflows; starke Position bei nordischen und international tätigen Konzernen; Fachexperten begleiten Onboarding.

Nachteile: Preis und Implementierungsaufwand sind eher auf größere Organisationen als auf kleine Mittelständler zugeschnitten; weniger auf den deutschen Markt und deutschsprachigen Support fokussiert als DACH-Anbieter.

Geeignet für: Größere Mittelständler und Konzerne, insbesondere mit nordischem oder internationalem Bezug, die Wert auf datengetriebene, prüfungssichere DMA-Workflows legen.

Preis: Preis auf Anfrage.

Bewertung: 8/10

Fazit: Eine der funktional stärksten DMA-Lösungen im Vergleich, aber eher für größere Organisationen mit entsprechendem Budget als für den klassischen deutschen Mittelstand positioniert.

3. osapiens – Beste Lösung für Industrie und hohen Auditbedarf

Der osapiens HUB for CSRD führt Unternehmen in vier Schritten durch die doppelte Wesentlichkeitsanalyse: von der IRO-Bibliothek über die automatisierte Klassifizierung bis zur Wesentlichkeitsmatrix mit interaktiven Dashboards.

  • Doppelte Wesentlichkeitsanalyse: IRO-Bibliothek als Startpunkt statt weißem Blatt; automatische Klassifizierung in wesentliche/unwesentliche Themen.
  • IRO Management: Vorstrukturierte, teils branchenspezifische Bibliotheken (z. B. eigene Bibliothek für den Gesundheitssektor).
  • Stakeholder-Einbindung: Automatisierte Einbindung interner und externer Stakeholder in die Wesentlichkeitsanalyse.
  • CSRD-/ESRS-Integration: Wesentliche IROs werden direkt ins Reporting-Tool übertragen; KI-gestützte Eingabehilfe für qualitative Daten.
  • Auditfähigkeit: 4-Augen-Freigabesystem, automatisierte Plausibilitätschecks und direkter Wirtschaftsprüferzugang.
  • Weitere ESG-Funktionen: LkSG, EUDR, EU-Taxonomie, THG-Bilanz; eigene Branchenlösungen etwa für Krankenhäuser.

Vorteile: sehr granulare Audit- und Freigabeprozesse; breite Modulpalette für Lieferkettenregularien; nachweisbare Branchenexpertise (u. a. Gesundheitswesen mit über 250 Klinikkunden).

Nachteile: Enterprise-orientierter Funktionsumfang kann für sehr kleine Mittelständler mehr Implementierungsaufwand bedeuten als eine schlankere Lösung.

Geeignet für: Industrieunternehmen, Gesundheitswesen und Organisationen mit hohem Bedarf an Freigabe- und Prüfprozessen sowie mehreren Lieferkettenregularien parallel zur CSRD.

Preis: Preis auf Anfrage.

Bewertung: 8/10

Fazit: Eine der auditsichersten Lösungen im Vergleich, mit klarer Stärke bei komplexen Freigabeprozessen und Lieferkettenthemen.

4. Envoria – Breite ESRS-/VSME-Abdeckung für den Mittelstand

Envoria ist offizieller „Friend of EFRAG“ und GRI-zertifiziert und bietet ein CSRD-Modul, in dem IROs gesammelt und nach Impact- und Financial Materiality bewertet werden – inklusive automatischer Ableitung der relevanten ESRS-Offenlegungen.

  • Doppelte Wesentlichkeitsanalyse: KI-gestützte Analyse zur Identifikation wesentlicher ESRS-Themen entlang der Wertschöpfungskette, qualitativ und quantitativ.
  • IRO Management: Systematische Bewertung nach Impact und Financial Materiality für Themen, Unterthemen und Unter-Unterthemen.
  • Stakeholder-Einbindung: Für die eigentliche Durchführung der Stakeholder-Befragung bietet Envoria ergänzend Beratungsleistungen als Zusatzangebot an – die Software selbst dokumentiert und analysiert die Ergebnisse.
  • CSRD-/ESRS-Integration: Leitet aus der Analyse direkt die relevanten ESRS-Offenlegungen und Datenpunkte ab; unterstützt zusätzlich VSME, GRI und XBRL-Tagging.
  • Weitere ESG-Funktionen: EU-Taxonomie-Modul, KPI-Management, Klimarisikoanalyse (bis 2100, granular bis 100×100 m).

Vorteile: sehr breite Standardabdeckung (ESRS, VSME, GRI, EU-Taxonomie, Klimarisiko); XBRL-Tagging für maschinenlesbare Berichte; offizieller EFRAG-Partnerstatus.

Nachteile: Die eigentliche Stakeholder-Befragung wird teils über ein Beratungs-Zusatzangebot statt vollständig selbstständig in der Software abgewickelt.

Geeignet für: Mittelständische Unternehmen, die neben CSRD auch VSME, GRI oder Klimarisikoanalysen abdecken möchten und Wert auf EFRAG-nahe Standardtreue legen.

Preis: Preis auf Anfrage.

Bewertung: 8/10

Fazit: Eine der methodisch breitesten Lösungen im Vergleich – mit kleinem Abzug, weil die Stakeholder-Einbindung selbst nicht vollständig ohne Zusatzleistung auskommt.

5. Workiva – Für börsennotierte Konzerne mit bestehender Reporting-Infrastruktur

Workiva verbindet Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung in einem „Connected Model“: Eine Kennzahl ist in allen verknüpften Dokumenten identisch und wird bei Änderungen überall synchron aktualisiert. Workiva AI kann eine Basis-DMA vorschlagen, dokumentiert IROs und macht die Daten audit-ready für ISAE 3000.

  • Doppelte Wesentlichkeitsanalyse: Erstellt eine Baseline-DMA-Offenlegung je ESRS-Thema; Workiva AI unterstützt beim Entwurf.
  • IRO Management: Vollständige Dokumentation von Impacts, Opportunities und Risks im Rahmen der Offenlegungssteuerung.
  • Stakeholder-Einbindung: Kein spezialisiertes Stakeholder-Engagement-Modul mit Umfragen, Benchmarking oder quantitativer Impact-Messung – laut unabhängigen Produktreviews ist Workivas DMA-Modul auf Offenlegungssteuerung ausgelegt, nicht auf die inhaltliche Durchführung der Analyse selbst.
  • CSRD-/ESRS-Integration: Sehr stark: native Unterstützung für ESAP-Einreichung im XHTML-Format mit iXBRL-Tagging der ESRS-Datenpunkte.
  • Auditfähigkeit: Durchgängige Datenherkunft (eine Kennzahl, mehrere verknüpfte Dokumente), was den Prüfungsumfang für Wirtschaftsprüfer nachvollziehbar eingrenzt.
  • Weitere Funktionen: Verknüpfung von Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung; Deloitte-Accelerator für CSRD-DMA verfügbar.

Vorteile: technisch ausgereifteste Lösung für iXBRL/ESAP-Pflichtberichterstattung; ein Datenpunkt, eine Quelle, mehrere Dokumente; Big-Four-Accelerators verfügbar.

Nachteile: kein spezialisiertes Tool für die inhaltliche Durchführung der Wesentlichkeitsanalyse mit Stakeholder-Workshops und Benchmarking; eher auf große, bereits Workiva-nutzende Organisationen zugeschnitten als auf den klassischen Mittelstand.

Geeignet für: Börsennotierte Konzerne und Unternehmen, die Workiva bereits für die Finanzberichterstattung einsetzen und diese Infrastruktur auf ESG-Offenlegung ausweiten möchten.

Preis: Preis auf Anfrage; laut Marktanalysen liegen Enterprise-Plattformen dieser Kategorie regelmäßig im Bereich mehrerer zehntausend bis über hunderttausend Euro pro Jahr.

Bewertung: 8/10

Fazit: Technisch die stärkste Lösung für die reine Offenlegungssteuerung – aber kein Ersatz für ein spezialisiertes DMA-Tool mit echtem Stakeholder-Prozess.

6. Haufe Wesentlichkeitsanalyse – Spezialisierte Einstiegslösung

Die Haufe Wesentlichkeitsanalyse ist ein eigenständiges, KI-unterstütztes Tool, das ausschließlich die doppelte Wesentlichkeitsanalyse abbildet – ergänzt durch den virtuellen Assistenten „EVA“, der Fragen auf Basis der Haufe-Fachredaktion beantwortet.

  • Doppelte Wesentlichkeitsanalyse: Selbstgesteuerter, KI-unterstützter Prozess mit klarer Struktur, Tipps, Beispielen und IRO-Vorschlägen.
  • IRO Management: KI-generierte Vorschläge zu relevanten Themen und IROs, geführt durch den Prozess.
  • Stakeholder-Einbindung: Im Trainingsmaterial und Prozess thematisiert, aber weniger als eigenständiges digitales Befragungsmodul dokumentiert als bei den integrierten ESG-Plattformen.
  • CSRD-/ESRS-Integration: Liefert die Grundlage für die Berichterstattung, ist selbst aber kein CSRD-Reporting-Tool mit Datenpunktverwaltung – die Übergabe erfolgt außerhalb des Tools.
  • Weitere Funktionen: Eingebunden in das breitere Haufe Sustainability Office (Fachdatenbank, ESRS-Kommentar); auch als Mandantenlösung für Berater verfügbar.

Vorteile: sehr niedrige Einstiegshürde, in wenigen Minuten startklar; KI-Assistent mit Zugriff auf Haufe-Fachcontent; eigene Beraterversion mit Mandantenverwaltung.

Nachteile: kein integriertes CSRD-Reporting- oder CO₂-Modul – nach der Analyse ist ein Wechsel in ein anderes System zur Weiterverarbeitung nötig; damit vergleichsweise schwächer beim entscheidenden Bewertungskriterium der ESRS-Weiterverwendung.

Geeignet für: Unternehmen und Berater, die ausschließlich die doppelte Wesentlichkeitsanalyse als eigenständigen Schritt benötigen, etwa als ersten Baustein vor der eigentlichen CSRD-Softwareauswahl.

Preis: Preis auf Anfrage für die Wesentlichkeitsanalyse-Software selbst; die zugehörige Haufe Sustainability Office-Fachdatenbank ist separat ab 1.098 € netto/Jahr erhältlich.

Bewertung: 7/10

Fazit: Die stärkste reine Einstiegslösung im Vergleich – aber genau deshalb schwächer bewertet, wenn die Wesentlichkeitsanalyse direkt in den weiteren CSRD-Prozess münden soll.

7. Tanso – CO₂-Bilanzierung mit CSRD/DMA als Zusatzbaustein

Tanso ist in erster Linie eine TÜV-zertifizierte Software für CO₂-Bilanzierung (CCF/PCF) im produzierenden Mittelstand und bietet ergänzend ein CSRD-Modul mit doppelter Wesentlichkeitsanalyse, KI-gestützten Daten-Mappings und ESRS-Textbausteinen.

  • Doppelte Wesentlichkeitsanalyse: Im CSRD-Modul enthalten, entwickelt gemeinsam mit Wirtschaftsprüfern; laut Kundenstimmen mit klarer Struktur von der DMA bis zur Datenerhebung.
  • CSRD-/ESRS-Integration: KI-gestützte Textgenerierung und direkte Verlinkung der ESRS-Standards laut Kundenaussagen.
  • Weitere Funktionen: Kernstärke liegt klar bei CO₂-Bilanzierung (Scope 1–3, CCF, PCF), Supplier Sustainability Portal für Scope-3- und CBAM-Daten.

Vorteile: sehr starke, TÜV-zertifizierte CO₂-Methodik; enge Lieferantenanbindung für Scope-3-Daten; laut Kundenreferenzen deutliche Zeitersparnis bei der CCF-Erstellung.

Nachteile: DMA-Funktionalität ist im Vergleich zu spezialisierten Anbietern schmaler dokumentiert und in erster Linie als Ergänzung zum CO₂-Kernprodukt positioniert, nicht als eigenständiger Schwerpunkt.

Geeignet für: Produzierende Mittelstandsunternehmen, deren primärer Bedarf in der CO₂-Bilanzierung liegt und die die doppelte Wesentlichkeitsanalyse im selben System mitlaufen lassen möchten.

Preis: Preis auf Anfrage.

Bewertung: 7/10

Fazit: Die richtige Wahl, wenn CO₂-Bilanzierung der Haupttreiber ist – für eine DMA-first-Auswahl aber nicht die spezialisierteste Option im Vergleich.

8. SAP Sustainability Control Tower – Für bestehende SAP-Landschaften

Der SAP Sustainability Control Tower ist Teil einer modularen SAP-Nachhaltigkeitssuite (u. a. mit Sustainability Footprint Management und Environment Health and Safety Management) und fokussiert auf Datensteuerung, Kennzahlentransparenz und ERP-Integration – nicht auf ein eigenständiges DMA-Tool.

  • Doppelte Wesentlichkeitsanalyse: Wird laut Fachpublikationen als vorgelagertes fachliches Projekt behandelt, das Themen, Grenzen und Prioritäten festlegt – der Control Tower bildet anschließend die Datenerfassung dazu ab, ist aber kein dediziertes IRO-Bewertungstool mit Matrixdarstellung.
  • CSRD-/ESRS-Integration: ESRS-konforme Datenerfassung mit geführten Workflows, Freigabeprozessen und offenen APIs zur Konsolidierung von SAP- und Fremdsystemdaten.
  • Grenzen: Unabhängige Fachanalysen weisen ausdrücklich auf geringere Produktreife und Funktionsumfang im Vergleich zu Plattformen hin, die seit Jahren als spezialisierte ESG-Suiten wachsen.

Vorteile: nahtlose Integration in bestehende SAP-ERP-Landschaften; modulare Lizenzierung je Bedarf; kontinuierliche Produktpflege bei Rahmenwerkänderungen.

Nachteile: kein dediziertes, eigenständiges DMA-Tool mit Stakeholder-Workflows und Matrixdarstellung; laut Fachanalysen insgesamt geringere Funktionsreife als etablierte ESG-Spezialplattformen.

Geeignet für: Unternehmen mit bestehender, tiefer SAP-Integration, die ESG-Daten primär aus SAP- und Drittsystemen konsolidieren möchten und die Wesentlichkeitsanalyse selbst extern oder mit Beratungsunterstützung durchführen.

Preis: Preis auf Anfrage; modulare Lizenzierung je SAP-Baustein.

Bewertung: 6/10

Fazit: Sinnvoll als Datendrehscheibe in SAP-zentrierten Organisationen, aber kein Ersatz für ein spezialisiertes DMA-Tool.

9. Plan A – Klimaplattform mit CSRD-Baustein

Plan A ist in erster Linie eine Carbon-Accounting- und Klimaplattform, die über einen „CSRD Manager“ auch Werkzeuge für die doppelte Wesentlichkeitsanalyse und CSRD-Berichterstattung bereitstellt.

  • Doppelte Wesentlichkeitsanalyse: Im CSRD-Manager-Modul integriert; eigenes Academy-Angebot erklärt Impact- und Financial-Materiality-Bewertung.
  • Weitere Funktionen: Kernstärke liegt bei Carbon Accounting und Klimarisiko; CSRD-Funktionalität ergänzt dieses Kerngeschäft.

Vorteile: solide Klimadaten-Basis für Scope-1-3-Berechnungen als Ausgangspunkt für die Wesentlichkeitsanalyse; interaktive Demo-Umgebung.

Nachteile: DMA-Funktionalität ist im öffentlichen Auftritt weniger detailliert dokumentiert als bei DMA-first-Anbietern; Stakeholder-Einbindung und IRO-Tiefe bleiben im Vergleich zu Spezialtools unklarer.

Geeignet für: Unternehmen, deren Einstieg in die Nachhaltigkeitsberichterstattung über die CO₂-Bilanzierung erfolgt und die CSRD/DMA im selben Klimatool mitverwalten möchten.

Preis: Preis auf Anfrage.

Bewertung: 6/10

Fazit: Eine brauchbare Option für Unternehmen mit klimazentriertem Einstieg – aber nicht die Wahl für Organisationen, deren Priorität eine tiefgehende, eigenständige DMA ist.

Welche Software passt zu welchem Unternehmen?

Anforderung Empfehlung
Mittelständisches Unternehmen mit CSRD + doppelter Wesentlichkeitcubemos
Nur eigenständige DMA, ohne Weiterverwendung im CSRD-ToolHaufe
Große Enterprise-Struktur mit bestehender Financial-Reporting-InfrastrukturWorkiva
Viele internationale Gesellschaften, nordischer/globaler KonzernbezugPosition Green
Industrie- oder Klinikkonzern mit hohem Auditbedarf und Lieferkettenregularienosapiens
Breite ESRS-/VSME-/GRI-Abdeckung im MittelstandEnvoria
Primärer Bedarf: CO₂-Bilanzierung, DMA als ZusatzTanso
Bestehende, tiefe SAP-ERP-LandschaftSAP Sustainability Control Tower
Einstieg über Klimadaten/Carbon AccountingPlan A
Sehr geringes Budget, einmalige einfache AnalyseExcel/Template (ohne dedizierte Software)

Checkliste: So finden Sie die richtige Software für Ihre Wesentlichkeitsanalyse

  • Unterstützt die Software den vollständigen DMA-Prozess von Kontext bis Matrix?
  • Können IROs strukturiert erfasst werden?
  • Werden Impact und Financial Materiality getrennt bewertet?
  • Können Schwellenwerte individuell definiert werden?
  • Können Bewertungen begründet und Quellen hinterlegt werden?
  • Gibt es Versionierung und einen Audit Trail?
  • Können Stakeholder digital integriert werden?
  • Können mehrere Gesellschaften berücksichtigt werden?
  • Lässt sich die Wertschöpfungskette abbilden?
  • Werden Ergebnisse automatisch visualisiert?
  • Können relevante ESRS-Anforderungen automatisch abgeleitet werden?
  • Fließen Ergebnisse direkt in die CSRD-Datenerhebung, oder ist ein Systemwechsel nötig?
  • Gibt es Rollen- und Rechtemanagement?
  • Können Wirtschaftsprüfer eingebunden werden?
  • Gibt es Exportmöglichkeiten und weitere ESG-Module?
  • Wie schnell ist die Implementierung, und wie transparent ist die Preisstruktur?

Unsicher, welche Lösung zu Ihrem Unternehmen passt?

Unsere Nachhaltigkeitsexperten zeigen Ihnen kostenlos, wie Sie Ihre doppelte Wesentlichkeitsanalyse strukturieren können und ob eine Software für Ihren Anwendungsfall sinnvoll ist.

Kostenlosen Termin vereinbaren →

Was kostet Software für die doppelte Wesentlichkeitsanalyse?

Kein Anbieter in diesem Vergleich veröffentlicht eine vollständige, öffentliche Preisliste für die doppelte Wesentlichkeitsanalyse als Einzelmodul. Das ist im B2B-Bereich für ESG-Software marktüblich, da der Preis stark von Modulumfang, Nutzerzahl und Anzahl der Gesellschaften abhängt.

Faktoren, die den Preis beeinflussen:

  • Anzahl der Nutzer und Gesellschaften
  • Gewählte Module (nur DMA vs. volle CSRD-/ESG-Plattform)
  • Umfang der Stakeholder-Einbindung (z. B. Anzahl Befragungen)
  • Umfang des Reportings (nur DMA-Dokumentation vs. vollständiger ESRS-Bericht)
  • Benötigte Integrationen in bestehende Systeme
  • Support- und Onboarding-Umfang
Kategorie Typische Preisspanne (Richtwert) Beispiele
Standalone DMA-ToolNiedriger bis mittlerer EinstiegspreisHaufe
Modulare CSRD-/ESG-Plattform für den MittelstandSkaliert nach Modulumfang, meist deutlich günstiger als Enterprise-Suitencubemos, Envoria, osapiens, Tanso
Enterprise-ESG-/Reporting-PlattformHäufig mehrere zehntausend bis über hunderttausend Euro pro JahrWorkiva, Position Green, SAP Sustainability Control Tower

Häufige Fragen zur doppelten Wesentlichkeitsanalyse-Software

Welche Software eignet sich für die doppelte Wesentlichkeitsanalyse?

Grundsätzlich eignen sich sowohl spezialisierte Standalone-Tools (z. B. Haufe) als auch integrierte ESG-/CSRD-Plattformen (z. B. cubemos, Envoria, osapiens, Position Green). Die Wahl hängt davon ab, ob die Analyse isoliert bleiben soll oder direkt in den weiteren CSRD-Prozess einfließen muss.

Welche Software für doppelte Wesentlichkeit ist die beste?

Für den europäischen Mittelstand mit dem Ziel, Wesentlichkeitsanalyse und CSRD-Umsetzung aus einer Datenbasis zu bedienen, schneidet cubemos in diesem Vergleich am besten ab. Für börsennotierte Konzerne mit vorhandener Financial-Reporting-Infrastruktur ist Workiva eine naheliegende Option; für datengetriebene, internationale Organisationen Position Green.

Was kostet Software für eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse?

Öffentliche Preise sind selten. Modulare Mittelstandslösungen liegen in der Regel deutlich unter den Kosten von Enterprise-Plattformen, die oft im Bereich mehrerer zehntausend Euro pro Jahr beginnen. Genaue Preise sollten direkt bei den Anbietern erfragt werden.

Kann man die doppelte Wesentlichkeitsanalyse mit Excel durchführen?

Für eine erste, einfache Analyse ja. Bei mehreren Gesellschaften, wiederkehrenden Zyklen, Audit-Anforderungen oder digitaler Stakeholder-Einbindung stößt Excel jedoch an Grenzen bei Versionierung, Zusammenarbeit und Nachvollziehbarkeit.

Brauche ich für die doppelte Wesentlichkeitsanalyse eine Software?

Zwingend vorgeschrieben ist keine bestimmte Software. Eine dedizierte Lösung wird jedoch relevant, sobald die Analyse wiederholt, geprüft, von mehreren Personen bearbeitet oder direkt für das CSRD-Reporting weiterverwendet werden soll.

Was ist DMA-Software?

DMA-Software (Double Materiality Assessment Software) unterstützt Unternehmen dabei, Nachhaltigkeitsauswirkungen, -risiken und -chancen strukturiert zu identifizieren, nach Impact- und finanzieller Wesentlichkeit zu bewerten und die Ergebnisse nachvollziehbar für den weiteren ESRS-Prozess zu dokumentieren.

Welche Funktionen sollte DMA-Software haben?

Mindestens: strukturierte IRO-Erfassung, getrennte Bewertung von Impact- und Financial Materiality, konfigurierbare Schwellenwerte, digitale Stakeholder-Einbindung, Audit Trail und eine direkte Verknüpfung zu den ESRS-Datenpunkten.

Was bedeutet IRO-Management?

IRO steht für Impacts, Risks and Opportunities. IRO-Management bezeichnet die strukturierte Identifikation, Beschreibung, Bewertung, Kategorisierung, Dokumentation und Zuordnung von Verantwortlichkeiten für diese Auswirkungen, Risiken und Chancen im Rahmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse.

Kann Software die doppelte Wesentlichkeitsanalyse automatisieren?

Software kann den Prozess erheblich strukturieren, IRO-Vorschläge liefern und Bewertungen visualisieren. Die fachlichen Ermessensentscheidungen – etwa die endgültige Einstufung eines Themas als wesentlich – sollten jedoch nicht vollständig automatisiert, sondern von fachkundigen Personen getroffen und begründet werden.

Kann KI die doppelte Wesentlichkeitsanalyse durchführen?

KI-Funktionen (z. B. bei Haufe, Envoria, osapiens oder Workiva) können bei der Formulierung, Vorklassifizierung und Textgenerierung unterstützen. Eine vollständige, eigenständige Durchführung durch KI ohne fachliche Prüfung wird von keinem der untersuchten Anbieter als alleiniger Ansatz beworben und wäre im Hinblick auf Auditfähigkeit riskant.

Wie werden Stakeholder in die doppelte Wesentlichkeitsanalyse eingebunden?

Über digitale Befragungen, strukturierte Interviews oder Workshops, deren Ergebnisse in die IRO-Bewertung zurückfließen. Entscheidend ist nicht nur die Umfragefunktion selbst, sondern wie transparent der Stakeholder-Input in die endgültige Wesentlichkeitsentscheidung einfließt.

Wie dokumentiert man eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse prüfungssicher?

Durch nachvollziehbare Bewertungskriterien, hinterlegte Quellen und Begründungen, eine lückenlose Versionshistorie sowie klare Freigabeprozesse mit definierten Verantwortlichkeiten – idealerweise mit direktem Zugriff für Wirtschaftsprüfer.

Was ist der Unterschied zwischen Impact Materiality und Financial Materiality?

Impact Materiality (Inside-out) bewertet die Auswirkungen des Unternehmens auf Umwelt und Gesellschaft. Financial Materiality (Outside-in) bewertet, wie sich externe Nachhaltigkeitsfaktoren finanziell auf das Unternehmen auswirken. Ein Thema ist bereits berichtspflichtig, wenn es in mindestens einer der beiden Dimensionen wesentlich ist.

Wie oft muss eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt werden?

Die ESRS sehen eine regelmäßige Überprüfung der Wesentlichkeitsanalyse vor, in der Praxis üblicherweise jährlich im Rahmen des Berichtszyklus, mit einer vertieften Neubewertung bei wesentlichen Änderungen im Geschäftsmodell oder regulatorischem Umfeld. Unternehmen sollten den aktuellen Stand der finalisierten, überarbeiteten ESRS abwarten, da sich Detailanforderungen im Rahmen des Omnibus-Verfahrens noch weiterentwickeln.

Welche Software eignet sich für CSRD und doppelte Wesentlichkeit gemeinsam?

Integrierte Plattformen wie cubemos, Envoria, osapiens und Position Green decken beides aus einer Datenbasis ab. Wer beides bewusst trennen möchte, kombiniert eine spezialisierte DMA-Lösung wie Haufe mit einem separaten CSRD-Reporting-Tool.

Read more

Lernen Sie jetzt cubemos kennen.

KI-gestützte Software für ESG-Reporting, CO₂ und Supply Chain

Immer up to date

Keine Updates und Webinare mehr verpassen.