Supply Chain

LkSG Software: Die 7 besten Anbieter im Vergleich 2026

Der Markt für LkSG Software ist mittlerweile groß, doch die Lösungen unterscheiden sich deutlich bei Funktionsumfang, Automatisierung und regulatorischer Abdeckung. Während einige Anbieter ihren Schwerpunkt auf Risikoanalysen oder Lieferantenbewertungen legen, ermöglichen andere die gemeinsame Umsetzung mehrerer ESG- und Supply-Chain-Anforderungen. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten LkSG Software Anbieter 2026 im direkten Vergleich und hilft dabei, die passende Lösung für die eigenen Anforderungen zu finden.
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LkSG Software Vergleich 2026: Die 7 besten Anbieter im Vergleich

Welche LkSG Software ist 2026 die beste? Unternehmen benötigen heute mehr als ein Tool zur einmaligen Erfüllung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes. Eine moderne LkSG Software sollte Lieferantendaten zentralisieren, Risiken automatisiert identifizieren, Risikoanalysen unterstützen, Maßnahmen dokumentieren und sich möglichst auch für weitere Anforderungen an die Lieferkette wie CSDDD oder EUDR nutzen lassen.

Wir haben sieben relevante LkSG Software Anbieter 2026 miteinander verglichen:

  1. cubemos – für integrierte LkSG-, CSDDD- und Supply-Chain-Compliance
  2. IntegrityNext – für Supplier Sustainability und große Lieferantennetzwerke
  3. osapiens – für umfangreiche Supply-Chain-Compliance
  4. Prewave – für Supply Chain Risk Intelligence und Monitoring
  5. EcoVadis – für Nachhaltigkeitsratings und Lieferantenbewertungen
  6. VERSO – für ESG- und Lieferkettenmanagement im Mittelstand
  7. SAP Ariba Supplier Risk – für Unternehmen mit bestehender SAP-Landschaft

Unsere Empfehlung: cubemos ist besonders interessant für Unternehmen, die LkSG nicht als isolierte Compliance-Aufgabe betrachten, sondern Lieferanten- und Artikeldaten auch für CSDDD, EUDR, CSRD und weitere ESG-Anforderungen nutzen möchten. Lieferanten- und Artikeldaten können aus dem ERP übernommen, Risiken analysiert, Nachweise zentral verwaltet und Compliance-Prozesse audit-ready dokumentiert werden.

LkSG Software Vergleich 2026: Anbieter auf einen Blick

Anbieter LkSG CSDDD EUDR Risikoanalyse Lieferanten­management ERP-/System­integration Audit-/Nachweis­dokumentation Weitere ESG-Themen Besonders geeignet für
cubemos ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ Unternehmen, die mehrere ESG- und Supply-Chain-Anforderungen zentral steuern möchten
IntegrityNext ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ Große Lieferantennetzwerke und Supplier Sustainability
osapiens ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ Komplexe internationale Lieferketten
Prewave ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ Teilweise Supply Chain Risk Intelligence und Monitoring
EcoVadis ✓ ✓ Teilweise / ergänzend ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ Supplier Sustainability und Ratings
VERSO ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ ✓ Mittelständische Unternehmen
SAP Ariba Supplier Risk ✓ –* –* ✓ ✓ ✓ ✓ Teilweise Unternehmen mit bestehender SAP-/Ariba-Landschaft

* Die Bewertung bezieht sich auf SAP Ariba Supplier Risk und nicht auf das gesamte SAP-Produktportfolio.

Die Tabelle zeigt bereits einen wichtigen Unterschied zwischen den Lösungen: Einige Anbieter kommen ursprünglich aus dem Lieferantenmanagement oder Risk Monitoring, während andere einen breiteren ESG- und Compliance-Ansatz verfolgen.

Für Unternehmen, die heute eine neue LkSG Software auswählen, sollte deshalb nicht nur die Frage entscheidend sein, ob das LkSG abgebildet werden kann. Mindestens genauso wichtig ist, wie sich die Lösung in die bestehende IT-Landschaft integrieren lässt und welche zukünftigen regulatorischen Anforderungen mit derselben Datenbasis abgedeckt werden können.

Was ist eine LkSG Software?

Eine LkSG Software unterstützt Unternehmen bei der digitalen Umsetzung der Sorgfaltspflichten des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes.

Statt Lieferanteninformationen, Risikoanalysen, Nachweise und Maßnahmen in Excel-Tabellen, E-Mails und unterschiedlichen Systemen zu verwalten, werden die relevanten Informationen zentral zusammengeführt.

Das LkSG gilt 2026 weiterhin. Zu den zentralen Sorgfaltspflichten gehören unter anderem Risikomanagement, regelmäßige und anlassbezogene Risikoanalysen, Präventions- und Abhilfemaßnahmen, Beschwerdeverfahren und eine fortlaufende Dokumentation.

Der regulatorische Rahmen befindet sich allerdings im Wandel. Deshalb sollte eine 2026 ausgewählte LkSG Software nicht nur den heutigen Status quo abbilden, sondern insbesondere auch auf die CSDDD und zukünftige Anforderungen an Lieferketten-Due-Diligence vorbereitet sein.

Was muss eine gute LkSG Software können?

Wer verschiedene LkSG Tools vergleicht, sollte nicht nur prüfen, ob „LkSG“ auf der Feature-Liste des Anbieters steht.

Entscheidend ist, wie viel des tatsächlichen Due-Diligence-Prozesses digital und möglichst automatisiert abgebildet werden kann.

Eine leistungsfähige LkSG Software sollte insbesondere folgende Funktionen bieten:

  • zentrale Verwaltung von Lieferanten- und Stammdaten
  • Länder-, Branchen- und Lieferantenrisikoanalysen
  • Priorisierung risikobehafteter Lieferanten
  • regelmäßige und anlassbezogene Risikoanalysen
  • Lieferantenabfragen und Assessments
  • Verwaltung von Dokumenten, Zertifikaten und Nachweisen
  • Präventions- und Abhilfemaßnahmen
  • Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Fristen
  • nachvollziehbare Audit Trails
  • Schnittstellen zu ERP- und Einkaufssystemen
  • kontinuierliches Risiko-Monitoring
  • Unterstützung weiterer Supply-Chain-Regularien
  • Vorbereitung auf die CSDDD

Besonders relevant ist dabei die Frage, ob einmal erhobene Lieferantendaten für mehrere regulatorische Anforderungen wiederverwendet werden können.

Unternehmen sollten vermeiden, für LkSG, CSDDD, EUDR und weitere Anforderungen voneinander getrennte Datensilos aufzubauen.

Die 7 besten LkSG Software Anbieter 2026 im Detail

1. cubemos – LkSG Software für integrierte Supply-Chain-Compliance

cubemos verbindet LkSG- und CSDDD-Prozesse mit einem übergreifenden Ansatz für Supply-Chain-Compliance.

Der entscheidende Unterschied zu einer isolierten LkSG-Lösung liegt in der gemeinsamen Datenbasis: Lieferanten- und Artikeldaten werden nicht für jede regulatorische Anforderung erneut erhoben. Stattdessen werden sie zentral zusammengeführt und für unterschiedliche Compliance-Anforderungen genutzt.

Was kann cubemos als LkSG Software?

Artikel und Lieferanten können direkt aus dem ERP beziehungsweise Warenwirtschaftssystem in cubemos übernommen werden. Anschließend prüft die Software Lieferanten und Artikel gegen relevante regulatorische Anforderungen.

Für die Risikoanalyse werden Lieferanten anhand anerkannter Risiko-Benchmarks analysiert. Dazu gehören beispielsweise Risiken in den Bereichen Menschen- und Arbeitsrechte, Korruption und Umwelt.

Darauf aufbauend können Unternehmen Risiken bearbeiten, Nachweise verwalten und ihre Sorgfaltsprozesse dokumentieren.

Automatisierte Risikoanalyse

Ein wesentlicher Vorteil liegt in der automatisierten Analyse.

Lieferanten werden gegen unterschiedliche Risikoquellen geprüft. Mit Supply Chain Risk Intelligence können darüber hinaus Risiken kontinuierlich überwacht werden. Dazu gehören beispielsweise menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken sowie Sanktions- und PEP-Screenings.

Damit geht die Plattform über eine reine Lieferantenselbstauskunft hinaus.

ERP-Integration

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Integration in bestehende Unternehmenssysteme.

Artikel- und Lieferantenstammdaten können direkt aus dem ERP übernommen werden. Dadurch müssen Informationen nicht über separate Excel-Listen manuell übertragen und gepflegt werden.

Gerade für Unternehmen mit mehreren hundert oder tausend Lieferanten kann dies den operativen Aufwand erheblich reduzieren.

Audit-ready Dokumentation

Nachweise werden zentral gespeichert und Audit Trails automatisch erstellt. Dadurch bleiben Prozessschritte und vorhandene Dokumentationen nachvollziehbar.

Eine Datenbasis für mehrere Regularien

Ein besonders wichtiger Vorteil ist die Wiederverwendung der Daten.

cubemos unterstützt neben LkSG und CSDDD unter anderem:

  • EUDR
  • CSRD
  • VSME
  • CO₂-Bilanzierung
  • EU-Taxonomie
  • PPWR
  • Supply Chain Risk Intelligence

Damit können Lieferanten- und Compliance-Daten in einer gemeinsamen ESG-Datenbasis genutzt werden.

Geeignet für: mittelständische und größere Unternehmen, die LkSG nicht isoliert betrachten, sondern eine zentrale Plattform für ESG- und Supply-Chain-Compliance suchen.

Stärken: automatisierte Risikoanalyse, ERP-Anbindung, zentrale Lieferantendaten, Audit Trails, LkSG und CSDDD, EUDR sowie weitere ESG-Module.

Fazit: cubemos ist in unserem Vergleich besonders interessant für Unternehmen, die eine integrierte und langfristig nutzbare Compliance-Infrastruktur aufbauen möchten, statt für jede Regulierung eine separate Software einzuführen.

2. IntegrityNext – LkSG Software für große Lieferantennetzwerke

IntegrityNext gehört zu den etablierten Plattformen für Supply Chain Sustainability und Due Diligence.

Die Lösung unterstützt Unternehmen bei abstrakten und konkreten Risikoanalysen sowie bei Präventions- und Korrekturmaßnahmen, Dokumentation und Reporting.

Eine Stärke von IntegrityNext liegt insbesondere in der Einbindung und Bewertung großer Lieferantennetzwerke.

Geeignet für: größere Unternehmen und internationale Einkaufsorganisationen mit umfangreichen Lieferantenstrukturen.

Stärken: Supplier Assessments, Risikoanalysen, Lieferantenmanagement und etablierter Fokus auf Supplier Sustainability.

Fazit: IntegrityNext ist besonders interessant, wenn die systematische Nachhaltigkeitsbewertung einer großen Anzahl von Lieferanten im Mittelpunkt steht.

3. osapiens – umfassende Supply Chain Compliance Plattform

osapiens bietet mit dem HUB for Supply Chain Compliance eine umfassende Plattform für LkSG, CSDDD und weitere Due-Diligence-Anforderungen.

Der Ansatz ist stark dokumentationsorientiert: Nachweise, Zertifikate, Verträge, Selbstauskünfte und Auditberichte können laufend erfasst und Lieferantenprofilen zugeordnet werden.

Informationen können anschließend für mehrere regulatorische Anforderungen wiederverwendet werden.

Darüber hinaus bietet osapiens Supplier Risk Management mit kontinuierlichem Monitoring. Nach Unternehmensangaben werden dabei mehr als 70 kuratierte Datenquellen sowie internationale Nachrichtenquellen berücksichtigt.

Auch EUDR-Prozesse können innerhalb der Plattform abgebildet werden.

Geeignet für: größere Unternehmen und Konzerne mit komplexen internationalen Lieferketten und umfangreichen Compliance-Anforderungen.

Stärken: breite Supply-Chain-Plattform, umfangreiche Nachweisdokumentation, Supplier Risk Management, EUDR und CSDDD.

Fazit: osapiens gehört zu den umfangreichsten Lösungen im Vergleich und eignet sich besonders für komplexe Lieferketten und umfangreiche Compliance-Strukturen.

4. Prewave – LkSG Software mit Fokus auf Supply Chain Risk Intelligence

Prewave verfolgt einen besonders starken Risk-Intelligence-Ansatz.

Der Fokus liegt weniger auf klassischem ESG-Reporting und stärker auf der kontinuierlichen Identifikation und Überwachung von Risiken entlang globaler Lieferketten.

Dadurch ist die Plattform insbesondere für Unternehmen interessant, die frühzeitig erkennen möchten, wenn sich Risiken bei Lieferanten oder innerhalb tieferer Lieferkettenstufen entwickeln.

Geeignet für: große und internationale Lieferketten mit besonderem Fokus auf kontinuierliches Risikomonitoring.

Stärken: Risk Intelligence, Monitoring und Analyse komplexer Lieferketten.

Fazit: Prewave ist insbesondere dann interessant, wenn kontinuierliche Risikoerkennung und Supply Chain Intelligence stärker gewichtet werden als eine umfassende ESG-Suite.

5. EcoVadis – LkSG und Supplier Sustainability

EcoVadis ist insbesondere für Nachhaltigkeitsratings und die Bewertung von Lieferanten bekannt.

Unternehmen können Lieferanten anhand verschiedener Nachhaltigkeits- und Risikokriterien bewerten und Supplier Sustainability stärker in ihre Einkaufs- und Due-Diligence-Prozesse integrieren.

EcoVadis ist daher insbesondere interessant, wenn Lieferantenbewertungen und Nachhaltigkeitsratings bereits eine zentrale Rolle im Einkauf spielen.

Geeignet für: internationale Unternehmen mit Fokus auf Supplier Sustainability und Lieferantenratings.

Stärken: Nachhaltigkeitsratings, Assessments, internationale Lieferantenbewertung und etablierte Supplier-Sustainability-Strukturen.

Fazit: EcoVadis eignet sich insbesondere für Unternehmen, bei denen Nachhaltigkeitsratings und die Bewertung der Lieferantenperformance im Mittelpunkt stehen.

6. VERSO – LkSG Software für den Mittelstand

VERSO verbindet Lieferantenmanagement und ESG-Compliance.

Die Plattform richtet sich insbesondere an mittelständische Unternehmen und unterstützt die strukturierte Verwaltung von Lieferantendaten, Risiken und ESG-Anforderungen.

Neben LkSG beziehungsweise CSDDD adressiert VERSO weitere regulatorische Themen innerhalb der Lieferkette.

Geeignet für: mittelständische Unternehmen, die Lieferantenmanagement und ESG-Compliance verbinden möchten.

Stärken: Mittelstandsfokus, Lieferantenmanagement, Risikoanalyse und mehrere ESG- beziehungsweise Supply-Chain-Themen.

Fazit: VERSO ist insbesondere für mittelständische Unternehmen interessant, die eine ESG- und Lieferkettenlösung suchen.

7. SAP Ariba Supplier Risk – LkSG Software für SAP-Unternehmen

SAP Ariba Supplier Risk ist insbesondere für Unternehmen relevant, die bereits stark mit SAP und SAP Ariba arbeiten.

Die Lösung ermöglicht Due-Diligence-Risikobewertungen, Lieferantensegmentierung, kontinuierliches Monitoring und Risikominderungsmaßnahmen.

In Kombination mit SAP Ariba Supplier Lifecycle and Performance können Lieferantenstammdaten und Compliance-Prozesse eng mit dem Procurement verbunden werden.

SAP beschreibt für LkSG unter anderem Prozesse für Lieferantenerfassung, Lieferantensegmentierung, Risikoeinstufung, Risikoprävention und -minderung sowie die Zusammenarbeit mit Lieferanten.

Geeignet für: größere Unternehmen mit bestehender SAP-Ariba-Infrastruktur.

Stärken: SAP-Integration, Procurement-Anbindung, Lieferantenrisikomanagement und Supplier Lifecycle Management.

Fazit: Für Unternehmen, die SAP Ariba bereits intensiv im Einkauf einsetzen, kann die Integration in die bestehende Systemlandschaft ein wesentlicher Vorteil sein.

Welche LkSG Software passt zu welchem Unternehmen?

Nicht jedes Unternehmen benötigt dieselbe Lösung.

Wer LkSG, CSDDD, EUDR und weitere ESG-Anforderungen über eine gemeinsame Datenbasis steuern möchte, sollte sich insbesondere cubemos ansehen.

Für sehr große Lieferantennetzwerke und Supplier Assessments ist IntegrityNext interessant.

Bei sehr umfangreichen internationalen Compliance-Prozessen gehört osapiens zu den relevanten Plattformen.

Liegt der Schwerpunkt auf kontinuierlicher Supply Chain Risk Intelligence, ist Prewave interessant.

Für Supplier Sustainability und Nachhaltigkeitsratings ist EcoVadis etabliert.

Mittelständische Unternehmen können VERSO in die Auswahl einbeziehen.

Unternehmen mit einer bereits tief integrierten SAP-Ariba-Landschaft sollten SAP Ariba Supplier Risk prüfen.

Warum eine reine LkSG Software 2026 zu kurz greifen kann

Bei einer Softwareauswahl im Jahr 2026 sollte die Frage nicht mehr ausschließlich lauten:

„Kann die Software das LkSG abbilden?“

Die bessere Frage lautet:

„Können wir unsere Lieferkettendaten auch für zukünftige regulatorische Anforderungen verwenden?“

Denn Unternehmen müssen zunehmend unterschiedliche Anforderungen an Lieferanten-, Produkt- und Nachhaltigkeitsdaten miteinander verbinden.

Eine LkSG Software, die ausschließlich für einen einzigen regulatorischen Prozess aufgebaut wurde, kann dadurch langfristig zusätzliche Datensilos erzeugen.

Zukunftsfähiger ist ein Ansatz, bei dem Informationen einmal erhoben und anschließend für mehrere Prozesse genutzt werden.

Beispiel

Ein Unternehmen hat 2.000 Lieferanten.

Für das LkSG benötigt es Informationen zu menschenrechtlichen und umweltbezogenen Risiken.

Für die CSDDD werden ebenfalls Informationen entlang der Liefer- beziehungsweise Aktivitätskette relevant.

Für die EUDR werden bei bestimmten Produkten zusätzliche Informationen zu Lieferanten, Rohstoffen und Herkunft benötigt.

Für die CSRD beziehungsweise weitere ESG-Prozesse können wiederum Informationen aus der Wertschöpfungskette relevant sein.

Wer diese Prozesse vollständig getrennt organisiert, muss Lieferanten möglicherweise mehrfach kontaktieren und dieselben Stammdaten in verschiedenen Systemen verwalten.

Eine gemeinsame Datenbasis kann diesen Aufwand reduzieren.

cubemos verfolgt deshalb den Ansatz „einmal erfassen, mehrfach nutzen“ und verbindet Lieferkettendaten unter anderem mit LkSG, CSDDD, EUDR und CSRD.

LkSG Software auswählen: 10 Kriterien für den Vergleich

Vor der Entscheidung für einen Anbieter sollten Unternehmen mindestens folgende zehn Punkte prüfen.

1. Risikoanalyse

Können abstrakte und konkrete Risiken strukturiert identifiziert, bewertet und priorisiert werden?

2. Automatisierung

Welche Analysen und wiederkehrenden Aufgaben übernimmt die Software automatisch?

3. Lieferantenintegration

Können Lieferanten Daten, Fragebögen, Zertifikate und Nachweise digital bereitstellen?

4. ERP-Integration

Können bestehende Lieferanten- und Artikeldaten automatisch aus ERP- oder Warenwirtschaftssystemen übernommen werden?

5. Maßnahmenmanagement

Können Präventions- und Abhilfemaßnahmen inklusive Verantwortlichkeiten und Fristen gesteuert werden?

6. Dokumentation

Werden Risiken, Entscheidungen, Maßnahmen und Nachweise nachvollziehbar dokumentiert?

7. Audit Trail

Ist auch später ersichtlich, wer wann welche Daten beziehungsweise Entscheidungen verändert oder dokumentiert hat?

8. Kontinuierliches Monitoring

Werden Risiken nur einmal analysiert oder überwacht die Software relevante Entwicklungen kontinuierlich?

9. Weitere Regularien

Unterstützt die Lösung neben dem LkSG auch CSDDD, EUDR oder weitere relevante ESG-Anforderungen?

10. Wiederverwendung von Daten

Können einmal erhobene Lieferanteninformationen für verschiedene regulatorische Anforderungen genutzt werden?

Gerade die letzten beiden Kriterien werden bei einer Softwareauswahl häufig unterschätzt.

LkSG Software oder Excel: Wann lohnt sich ein Tool?

Bei einer kleinen Lieferantenbasis lassen sich einzelne Informationen theoretisch auch in Tabellen verwalten.

Mit wachsender Lieferantenanzahl stößt dieser Ansatz jedoch schnell an Grenzen.

Das Problem ist nicht nur die Menge der Daten. Unternehmen müssen Risiken regelmäßig bewerten, Informationen aktualisieren, Nachweise einholen, Maßnahmen verfolgen und Verantwortlichkeiten nachvollziehbar dokumentieren.

Eine LkSG Software ist deshalb insbesondere sinnvoll, wenn:

  • mehrere hundert oder tausend Lieferanten verwaltet werden,
  • Lieferantendaten aus ERP-Systemen eingebunden werden sollen,
  • unterschiedliche Teams am Compliance-Prozess beteiligt sind,
  • Risiken regelmäßig neu bewertet werden,
  • Lieferanten selbst Daten und Nachweise bereitstellen sollen,
  • Nachweise audit-ready dokumentiert werden müssen,
  • kontinuierliches Monitoring erforderlich ist,
  • neben dem LkSG weitere Lieferkettenregularien relevant sind.

LkSG Software für den Mittelstand

Auch Unternehmen, die nicht unmittelbar in den gesetzlichen Anwendungsbereich des LkSG fallen, können mit Anforderungen aus der Lieferkette konfrontiert werden.

Große Kunden können beispielsweise Informationen zu Menschenrechten, Umweltstandards, Zertifizierungen oder Lieferantenstrukturen von ihren Zulieferern anfordern.

Für mittelständische Unternehmen ist deshalb besonders wichtig, dass eine Software nicht unnötig komplex ist.

Eine geeignete Lösung sollte:

  • schnell implementierbar sein,
  • bestehende ERP-Daten nutzen,
  • Lieferanten strukturiert einbinden,
  • Prozesse möglichst automatisieren,
  • verschiedene Regularien miteinander verbinden und
  • ohne große interne Compliance-Abteilung nutzbar sein.

Gerade für mittelständische Unternehmen kann deshalb ein integrierter Ansatz interessant sein, bei dem LkSG beziehungsweise CSDDD nicht als isoliertes IT-Projekt behandelt werden.

LkSG und CSDDD: Worauf Unternehmen bei Software 2026 achten sollten

Wer 2026 eine neue LkSG Software einführt, sollte die CSDDD von Anfang an berücksichtigen.

Der Grund ist einfach: Unternehmen investieren nicht nur in eine Software, sondern bauen Prozesse, Schnittstellen, Lieferantenstrukturen und Datenmodelle auf.

Eine Plattform sollte deshalb möglichst nicht ausschließlich auf den aktuellen deutschen LkSG-Prozess zugeschnitten sein.

Bei einer Software-Demo sollten Unternehmen beispielsweise fragen:

Unterstützt die Software sowohl LkSG als auch CSDDD?

Können bestehende Risikoanalysen weiterverwendet werden?

Müssen Lieferanten für unterschiedliche Regularien mehrfach befragt werden?

Können regulatorische Anforderungen angepasst werden, ohne ein neues System einzuführen?

Wie werden Änderungen der Rechtslage in der Software berücksichtigt?

Können Lieferanten- und Artikeldaten zusätzlich für EUDR oder andere Compliance-Anforderungen verwendet werden?

Diese Fragen helfen dabei, eine reine LkSG-Punktlösung von einer langfristig nutzbaren Supply-Chain-Compliance-Plattform zu unterscheiden.

Fazit: Welche ist die beste LkSG Software 2026?

Welche LkSG Software am besten geeignet ist, hängt von Unternehmensgröße, Lieferantenstruktur, bestehender IT-Landschaft und den regulatorischen Anforderungen ab.

Im Vergleich zeigen sich unterschiedliche Schwerpunkte:

IntegrityNext ist stark im Supplier Sustainability Management und bei großen Lieferantennetzwerken.

osapiens bietet eine umfangreiche Plattform für komplexe Supply-Chain-Compliance.

Prewave legt einen starken Fokus auf Supply Chain Risk Intelligence.

EcoVadis ist insbesondere für Supplier Sustainability und Nachhaltigkeitsratings relevant.

VERSO richtet sich unter anderem an mittelständische Unternehmen.

SAP Ariba Supplier Risk ist insbesondere für bestehende SAP-Ariba-Landschaften interessant.

cubemos ist unsere Empfehlung für Unternehmen, die LkSG nicht isoliert umsetzen möchten, sondern eine zentrale Plattform für Supply-Chain- und ESG-Compliance suchen.

Der entscheidende Vorteil liegt in der Verbindung von ERP-Daten, Lieferanteninformationen, automatisierter Risikoanalyse, Nachweisen und Audit Trails mit einer gemeinsamen Datenbasis für LkSG, CSDDD, EUDR, CSRD und weitere ESG-Anforderungen.

Statt für jede neue Regulierung einen weiteren Prozess und ein weiteres Datensilo aufzubauen, können bereits vorhandene Daten wiederverwendet werden.

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Häufige Fragen zu LkSG Software

Was ist eine LkSG Software?

Eine LkSG Software ist eine digitale Lösung zur Unterstützung der Sorgfaltspflichten nach dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. Sie unterstützt Unternehmen beispielsweise dabei, Lieferantendaten zu verwalten, Risiken zu analysieren, Lieferanten einzubinden, Präventions- und Abhilfemaßnahmen zu steuern und Nachweise zentral zu dokumentieren.

Welche ist die beste LkSG Software?

Welche LkSG Software am besten geeignet ist, hängt vom Anwendungsfall ab. cubemos ist insbesondere für Unternehmen interessant, die LkSG gemeinsam mit CSDDD, EUDR und weiteren ESG-Anforderungen über eine zentrale Datenbasis abbilden möchten. IntegrityNext eignet sich unter anderem für große Lieferantennetzwerke, Prewave legt einen Schwerpunkt auf Risk Intelligence und SAP Ariba ist insbesondere für bestehende SAP-Einkaufslandschaften relevant.

Welche LkSG Software Anbieter gibt es?

Zu den relevanten Anbietern im Bereich LkSG und Supply Chain Due Diligence gehören unter anderem cubemos, IntegrityNext, osapiens, Prewave, EcoVadis, VERSO und SAP Ariba Supplier Risk.

Was muss eine LkSG Software können?

Eine gute LkSG Software sollte Lieferantendaten verwalten, Risiken analysieren und priorisieren, Lieferantenabfragen ermöglichen, Präventions- und Abhilfemaßnahmen unterstützen sowie Compliance-Prozesse nachvollziehbar dokumentieren können. ERP-Schnittstellen, kontinuierliches Monitoring und die Unterstützung weiterer Regularien erhöhen die langfristige Nutzbarkeit.

Gibt es LkSG Software mit automatischer Risikoanalyse?

Ja. Verschiedene Anbieter automatisieren Teile der Lieferantenrisikoanalyse. cubemos prüft Lieferanten beispielsweise gegen anerkannte Risiko-Benchmarks und kombiniert diese Funktionen mit Supply Chain Risk Intelligence.

Gibt es LkSG Software mit ERP-Anbindung?

Ja. Moderne LkSG-Plattformen können Lieferantendaten mit ERP- und Procurement-Systemen verbinden. cubemos übernimmt beispielsweise Artikel- und Lieferantenstammdaten aus dem ERP, während SAP Ariba Supplier Risk eng in das SAP-Einkaufsökosystem integriert werden kann.

Können LkSG und CSDDD mit derselben Software umgesetzt werden?

Ja. Mehrere moderne Due-Diligence-Plattformen unterstützen sowohl LkSG als auch CSDDD. Das ist sinnvoll, weil viele zugrunde liegende Prozesse – beispielsweise Lieferantenmanagement, Risikoanalyse, Maßnahmenmanagement und Dokumentation – miteinander verbunden sind.

Kann eine LkSG Software auch die EUDR abdecken?

Einige Plattformen bieten zusätzlich EUDR-Funktionen an. cubemos unterstützt beispielsweise LkSG/CSDDD und verfügt zusätzlich über ein EUDR-Modul, das unter anderem Artikel- und Lieferantendaten aus dem ERP übernimmt, Risikoanalysen unterstützt und EUDR-Nachweise zentral verwaltet.

Gilt das LkSG 2026 noch?

Ja. Das LkSG ist 2026 weiterhin relevant. Gleichzeitig befindet sich der regulatorische Rahmen im Wandel. Unternehmen sollten deshalb bei einer neuen Softwarelösung nicht nur die heutigen LkSG-Anforderungen, sondern auch die weitere Entwicklung rund um die CSDDD berücksichtigen.

Brauchen Unternehmen unter 1.000 Mitarbeitern eine LkSG Software?

Nicht jedes Unternehmen unter 1.000 Beschäftigten fällt unmittelbar unter das LkSG. Kleinere Unternehmen können allerdings als Zulieferer größerer Unternehmen mit Informations- und Nachweisanfragen konfrontiert werden. Darüber hinaus können weitere regulatorische Anforderungen unabhängig vom unmittelbaren LkSG-Anwendungsbereich relevant sein.

Was kostet eine LkSG Software?

Die Preise unterscheiden sich je nach Anbieter, Unternehmensgröße, Lieferantenanzahl, Funktionsumfang und benötigten Modulen. Viele spezialisierte Anbieter veröffentlichen keine festen Standardpreise und erstellen individuelle Angebote. Bei einem Preisvergleich sollte deshalb nicht nur die Lizenz betrachtet werden, sondern auch Implementierung, Integrationen, benötigte Zusatzmodule und interner manueller Aufwand.

Lohnt sich LkSG Software auch für mittelständische Unternehmen?

Eine Software kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn viele Lieferanten verwaltet werden, regelmäßig Kundenanfragen beantwortet werden müssen oder neben LkSG weitere Anforderungen wie CSDDD oder EUDR relevant sind. Wichtig ist für mittelständische Unternehmen vor allem ein angemessenes Verhältnis zwischen Funktionsumfang und Implementierungsaufwand.

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